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    Freiraumkultur und Verkehrssicherung Schlins

    Themenbereich
    Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden

    Untergliederung
    LEADER

    Projektregion
    Vorarlberg

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG Vorderland - Walgau - Bludenz

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    01.11.2016-31.07.2017

    Projektkosten gesamt
    6.420,76,00 €

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    Gemeindeamt Schlins

    Kurzbeschreibung

    Das Projekt reflektiert Wahrnehmung und Nutzung von Spiel- und Freiräumen sowie die Verkehrssicherheit von Schul- und Spazierwegen in Schlins. Bestand, Entwicklungschancen und Potentiale sollen von verschiedenen Zielgruppen beurteilt und diskutiert werden. Dabei erprobt das Projekt eine neue Form der Beteiligungskultur mittels Wahrnehmungsspaziergängen. Neu ist eine spezielle Abstimmung des Beteiligungsformats auf die einzelnen Zielgruppen. Kinder werden auf Streifzügen durch das Dorf begleitet. Für Jugendliche wird ein Fotoshooting zu ihren Hot-Spots angeboten. Senioren werden zu einem Dorfspaziergang mit Erinnerungsbildern eingeladen. Mittels dieser Formate werden Raumqualitäten bzw. räumliche Profile erkannt und festgehalten. Relevante Zugänge der Zielgruppen werden in die Maßnahmenplanung integriert. Eine differenzierte Dokumentation der Qualitäten und Potentiale von Alltagsorten, Unorten oder Kommunikationsorten wird möglich.

    Ausgangssituation

    Die Gemeinde Schlins hat 2015 das Spiel- und Freiraumkonzept beschlossen, der Zielplan aus dem Konzept bildet Entwicklungsschwerpunkte der spiel- und freiräumlichen Entwicklung der Gemeinde ab. Es liegen damit umfangreiche Grundlagen für mögliche Umsetzungen vor. Das Spiel- und Freiraumkonzept dokumentiert ein Defizit insbesondere für bespielbare Freiräume und Plätze im Siedlungsgebiet. Eine wichtige Entwicklungsachse liegt zwischen dem Kindergarten und der Volksschule, entlang dem Wiesenbach. Auch die Siedlungsränder sollen hinsichtlich ihrer spiel- und freiräumlichen Qualitäten entwickelt werden, naturräumliche Strukturen sind hierfür nach Möglichkeit zu nutzen. Die Bearbeitung des Spiel- und Freiraumkonzepts fand 2014 statt. Für eine aktuelle Masterplanung sollen Ergebnisse des Spiel- und Freiraumkonzepts nochmals mit den verschiedenen Zielgruppen im Gelände rückgekoppelt werden. Veränderungen im Bestand sowie in den Bedürfnissen der Menschen sollen entdeckt und berücksichtigt werden. Insbesondere bei der Zielgruppe der Jugendlichen ist ein kurzer Generationswechsel von rund 3 Jahren gegeben, demzufolge ist auch hier ein neuerliches Feedback wichtig.

    Ziele und Zielgruppen

    Das Projekt reflektiert die Wahrnehmung und Nutzung von Spiel- und Freiräumen sowie die Verkehrssicherheit von Schul- und Spazierwegen in Schlins. Bestand, Entwicklungschancen und Potentiale sollen von verschiedenen Zielgruppen beurteilt und diskutiert werden.

    Ziel ist die nachhaltige Entwicklung der Freiräume in der Gemeinde. Auf Basis des kommunalen Spiel- und Freiraumkonzepts wird die Bevölkerung über Wahrnehmungsspaziergänge und altersspezifische Beteiligungsmethoden aktiv in die Konkretisierung von Maßnahmen einbezogen.

    Projektumsetzung und Maßnahmen

    Das Projekt erprobt eine neue Form der Bürgerbeteiligung mittels Wahrnehmungsspaziergängen. Neu ist eine spezielle Abstimmung des Beteiligungsformats auf die einzelnen Zielgruppen.

    • Kinder werden auf Streifzügen durch das Dorf begleitet.
    • Für Jugendliche wird ein Fotoshooting zu ihren Hot-Spots angeboten.
    • Seniorinnen und Senioren werden zu einem Dorfspaziergang mit Erinnerungsbildern eingeladen.
     

    Mit Hilfe dieser Formate werden Raumqualitäten bzw. räumliche Profile erkannt und festgehalten. Relevante Zugänge der jeweiligen Zielgruppen werden in die Maßnahmenplanung integriert.

    Dadurch ist eine differenzierte Dokumentation der Qualitäten und Potentiale von Alltags-, Un- oder Kommunikationsorten möglich. Außerdem werden emotionale und funktionale Qualitäten aufgezeichnet sowie Bedarf und Bedürfnisse der Zielgruppen aufgenommen. Durch das Projekt wird die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in die Gemeindeentwicklung vertieft. Wesentlicher Effekt ist eine neue Kultur der Inbesitznahme von Freiräumen durch die Bevölkerung. Weiters sollen Akteurinnen und Akteure für eine aktive Bespielung von Freiräumen gewonnen werden. Zudem wird darauf geachtet, wo barrierefreie Zugänge sinnvoll wären. Die Plätze sollen nach Möglichkeit sowohl für gehbehinderte Menschen (z.B. mit Gehilfe) als auch für Eltern mit Kinderwägen nutzbar sein.

    Ergebnisse und Wirkungen

    Ein Masterplan für spiel- und freiräumliche Umsetzungen von 2017-2019, der gemeinsam mit den Bürgern und Bürgerinnen erarbeitet wurde.