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    Lehrbienenstand

    Kleinprojekt zur Prüfung des Standortes und Umsetzbarkeit eines Lehrbienenstands mit Naturgarten im Leiblachtal

    Themenbereich
    Land- und Forstwirtschaft inkl. Wertschöpfungskette

    Untergliederung
    Tierwohl
    Biodiversität

    Projektregion
    Vorarlberg

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG REGIO-V Regionalentwicklung Vorarlberg

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    24.05.2016-31.01.2017

    Projektkosten gesamt
    5 700,00 €

    Fördersumme aus LE 14-20
    4 560,00 €

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    Bienenzuchtverein Hörbranz-Leiblachtal

    Kurzbeschreibung

    Der Bienenzuchtverein Hörbranz-Leiblachtal möchte einen Schaubienenstand mit Verarbeitungsraum einrichten, um der Öffentlichkeit den Wert von Bienen und die Bedeutung der Bienenzucht für Biodiversität und Lebensqualität näher zu bringen. Ein Bienen- und Naturgarten und ein Insektenlehrpfad sollen Teil der Anlage werden und der Standort soll sich als Begegnungsraum eignen. Dadurch soll Mehrwert für die Gemeinden generiert werden:
    • das Gemeinwohl durch Begegnung und Naturförderung wird ausgebaut,
    • Best Practice für Naturvielfalt entsteht,
    • ein Experimentier- und Erfahrungsraum für Kinder und Erwachsene entwickelt sich,
    • Vorbildwirkung für mehr Naturförderung in Privatgärten und öffentlichen Freiräumen wird erzielt,
    • die Umwelt- und Erwachsenenbildung gewinnt durch Bienenwissen.
    Im Projekt wurde ein passender Standort gefunden sowie die Erfordernisse, Rahmenbedingungen, Kosten und mögliche Partner für die Umsetzung wurden abgeklärt. Die Vereinsmitglieder brachten sich dabei mit ein.



    Ausgangssituation

    Der Bienenzuchtverein Hörbranz-Leiblachtal („Verein“) besteht seit über 100 Jahren und widmet sich vornehmlich der Förderung, Pflege und Erhaltung der Bienenzucht und deren Haltung. 

    Der Verein und seine Mitglieder sind bestrebt einen engen Kontakt mit anderen Vereinen wie z. B. dem Obst- und Gartenbauverein, mit den ansässigen Landwirtinnen bzw. Landwirten und Gemeinden zu pflegen. Hierdurch soll ein einheitlicher Ansatz verfolgt werden, der nicht nur auf die Bienenzucht allein, sondern auch auf die Erhaltung der Biodiversität im Leiblachtal abzielt. 

    Neben Aktionen, wie gemeinsames Krokus pflanzen, Erhalt von Grünstreifen für Bienen und andere Insekten, stellen sich Vereinsmitglieder immer wieder zur Verfügung, um Schülerinnen und Schülern die Bienenzucht und die damit verbunden positiven Effekte auf die Umwelt näher zu bringen. Ein weiteres damit im Zusammenhang stehendes Ziel ist die bestehende Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner im Leiblachtal zu erhalten. 

    Derzeit hat der Bienenzuchtverein Hörbranz-Leiblachtal weder einen eigenen Bienenstand noch einen anderen festen Standort, um der Öffentlichkeit Themen rund um die Bienenzucht näher zu bringen. Neue Herausforderungen in der Bienenzucht bringen neue Anforderungen an Infrastruktur mit sich, welche Kleinimkerinnen bzw. Kleinimerk nur schwer in der Lage sind allein zu lösen. Eine gemeinschaftlich nutzbare Infrastruktur würde gerade Kleinimkerinnen bzw. Kleinimkern großes Entwicklungspotential bieten.

    Ziele und Zielgruppen

    Ziel des Projektes ist es erstens einen passenden Standort für den Lehrbienenstand samt Naturgarten und Insektenpfad im Leiblachtal zu finden und alle damit verbundenen Rahmenbedingungen und Kosten abzuklären und zweitens den Lehrbienenstand zu planen und mit möglichen Umsetzungspartner (inhaltlich und finanziell) abzustimmen. Der gefundene Standort soll zum dörflichen Begegnungsraum werden, welcher den positiven Effekt auf die Umwelt verdeutlicht und einen Beitrag zur Biodiversität im Leiblachtal leistet.

    Ergebnisse und Wirkungen

    • Erfordernisse und Rahmenbedingungen konnten im Rahmen des Projekts geklärt werden.
    • Konkrete Standorte wurden beraten, ein Standortfavorit konnte schließlich gefunden werden.
    • Für den Standortfavorit Bad Diezlings wurde der Projektentwurf konkretisiert, die Gemeindevertretung Hörbranz signalisierte durch einen positiven Grundsatzbeschluss große Zustimmung für eine Umsetzung.
    • Architekt Matthias Hein entwickelte einen Vorentwurf für die Umsetzung des Lehrbienenstandes, eine Grobkostenschätzung dazu liegt vor.
    • Mögliche Umsetzungspartner wurden im Zuge der Projektentwicklung laufend gesammelt. Auch über die Trägerschaft zur weiteren Projektumsetzung gibt es konkrete Überlegungen.
    • Die Ergebnisse wurden in einer Machbarkeitsstudie für den Standort zusammengefasst.
    Das Projektergebnis bietet eine gute Basis für die Umsetzung des Lehrbienenstandes. Die nächsten Schritte zur Projektrealisierung wurden wie folgt vereinbart:

    • Regio-Beschluss bzw. Gemeindevertretungsbeschluss zur Projektträgerschaft
    • Abklärung von Sponsoring und Förderung, Förderbeantragung für die Realisierung
    • Start Projektumsetzung
    Wesentliches Element der Projektumsetzung durch den Bienenzuchtverein ist die Entwicklung von Bildungsangeboten für Interessierte. Kindergärten, Schulen und Ferienbetreuungseinrichtungen im Leiblachtal soll der neue Lehrbienenstand als Ausflugs- und Praxisunterrichtsziel stets offen stehen, Vereinsmitglieder sollten im Sommerhalbjahr z. B. regelmäßig Bienen- und Naturerfahrungstermine anbieten.