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    Tag ohne Barrieren 2017

    "g'hört g'seng"

    Themenbereich
    Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden

    Untergliederung
    Tourismus
    Gesundheit
    Soziale Dienstleistungen
    Integration & Soziale Inklusion
    Kultur
    Jugend
    Gender
    Frauen
    Chancengleichheit
    KMUs, Gewerbe & Wirtschaft
    Nahversorgung

    Projektregion
    Oberösterreich

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG Mühlviertler Kernland

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    17.01.2017-31.12.2017

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    OÖ Zivil-Invalidenverband

    Kurzbeschreibung

    Das Ziel der Themenschwerpunktreihe „Tag ohne Barrieren“ im Mühlviertler Kernland ist die Sensibilisierung der Bevölkerung und soll zudem die Zivilcourage stärken.

    Der Tag ohne Barrieren strebt die Sensibilisierung der Gesellschaft mit folgendem niederschwelligem Angebot an:
    1. Schwerpunkt-Schulveranstaltung in Kooperation mit dem Marianum Freistadt und Medienbegleitung durch HLK Freistadt.
    2. Inklusive Veranstaltung für alle im Salzhof mit der Möglichkeit, die Themen selbst zu erfahren, ergänzt mit Präsentationen der Ergebnisse aus den Schulprojekten.
    Durch diese Konstellation – Schulprojekt mit Ergebnisdokumentation als Vorspann zur Veranstaltung und nachfolgender öffentlich zugänglicher Veranstaltung für alle – stellt diese Veranstaltung ein einzigartiges Format im regionalen Kontext dar. Oft finden derartige Veranstaltungen eher im Zentralraum statt.

    Ausgangssituation

    Das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz (BGStG) ist mit 01.01.2006 in Kraft getreten und gilt für neu zu errichtende öffentliche Gebäuden und Anlagen. Für den Bestand an öffentlichen Gebäuden und Anlagen galt eine 10-jährige Übergangsfrist, um sie bis zum 31.12.2015 barrierefrei zu gestalten.
    Ab 01.01.2016 müssen alle Waren, Dienstleistungen und Informationen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind, barrierefrei angeboten werden. Barrierefreiheit bedeutet auch die uneingeschränkte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben – in der üblichen Weise und möglichst selbständig aus eigener Kraft – im Sinne der Inklusion.
    Neben den sichtbaren Barrieren, z. B. für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sowie mobilitätseingeschränkte Personen und den unsichtbaren Barrieren für Menschen mit Sinnesbehinderungen (Sehbehinderung, Hörbehinderung,...) sind häufig auch unsichtbare soziale Barrieren vorhanden bzw. das Fehlen an Informationen über Hilfestellungen. Themen, wie barrierefreie Öffentlichkeitsarbeit und barrierefreie Websites, sollen durch Schwerpunktthemen wie „Text in leichter Sprache" aufgegriffen werden. Unter dem Thema Vielfalt und Inklusion soll eine Annäherung aller Bevölkerungsgruppen erreicht werden.

    Ziele und Zielgruppen

    Der Tag ohne Barrieren im Mühlviertler Kernland hat die Sensibilisierung der gesamten Bevölkerung zum Hauptziel. Das Veranstaltungsformat „Tag ohne Barrieren" schafft es, das Thema Barrierefreiheit für die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen erreichbar zu machen. Ein durchgängiges Konzept ist bereits vorhanden. Das nahe Angebot in der Region fördert die Teilnahmemöglichkeit der Bevölkerung.
    Angesprochen werden alle Altersgruppen, denn Barrierefreiheit ist für 10 Prozent der Bevölkerung absolut zwingend, für 30 bis 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel!
    Die Menschen in der Region sollen durch die Veranstaltung einen besseren Einblick bekommen, was Barrierefreiheit und Inklusion auch für einen selbst bedeuten kann.
    Im Jahr 2017 werden die Sinnesbeeinträchtigungen _(nicht)sehen_(nicht)hören_ in den Mittelpunkt gestellt.
    Barrierefreiheit wird oft nur als bauliche Thematik verstanden. Die Arbeitsgruppe will auch die anderen Dimensionen in den Blick bringen.

    Projektumsetzung und Maßnahmen

    Im Vorfeld zum Tag ohne Barrieren, führte die youngCaritas OÖ ein Schulprojekt mit der NMS Marianum in Freistadt durch. Die Schülerinnen und Schüler behandelten in Workshops gemeinsam mit Betroffenen, die Themenbereiche Seh- und Hörbehinderung. Die Schülerinnen und Schüler erledigten beispielsweise blind Einkäufe in Freistadt oder lernten die Gebärdensprache.

    Die Hauptveranstaltung, der Tag ohne Barrieren 2017, stand unter dem Motto "g'hört g'seng". Es wurden vielfältige Informationen rund um das Thema Sinnesbeeinträchtigung vorgestellt. Beim Triathlon der Sinne konnten unterschiedliche Erfahrungen im Dunkeln, inklusive Spiele ausprobiert sowie ein Crashkurs in Gebärdensprache gemacht werden.

    Der Tag ohne Barrieren 2017 wurde mit Unterstützung folgender Organisationen durchgeführt: BEZIEHUNGLEBEN, Caritas für Menschen mit Behinderung, Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Freistadt, Lebenshilfe, Lebenswelt Schenkenfelden, Neue Mittelschule Marianum Freistadt, OÖ Zivilinvalidenverband Bezirksgruppe Freistadt, pro mente OÖ, RegionalCaritas, Stadtgemeinde Freistadt, sunnseitn und youngCaritas OÖ.

    Vor und nach der Veranstaltung wird auf breite Öffentlichkeitsarbeit gesetzt. Dabei wird mit den Regionalzeitungen im Mühlviertler Kernland zusammengearbeitet und Interviews und Berichte veröffentlicht. Einrichtungen für seh- und hörbeeinträchtigte Menschen werden vorgestellt. Auch die Gemeindezeitungen bringen Informationen zur Veranstaltung. Neue Informationen zum Thema werden laufend auf der Website www.barrierefrei-kernland.at veröffentlicht.