Almenland Kräuter Logistikaufbau

Themenbereich
Klimaschutz und Klimawandel
Innovation
Land- und Forstwirtschaft inkl. Wertschöpfungskette
Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden
Umwelt, Biodiversität, Naturschutz

Untergliederung
Landwirtschaft
Nahversorgung
Biodiversität
Naturschutz
KMUs, Gewerbe & Wirtschaft
Landwirtschaftliche Dienstleistungen
Direktvermarktung
Kurze Versorgungsketten
Wertschöpfung
Alm- & Berglandwirtschaft
LEADER

Projektregion
Steiermark

Lokale Aktionsgruppe
LAG Almenland & Energieregion Weiz - Gleisdorf

LE-Periode
LE 14–20

Projektlaufzeit
01.01.2016-31.12.2016

Projektkosten gesamt
5.640,00 €

Fördersumme aus LE 14-20
4.512,00 €

Massnahme
Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

Teilmassnahme
19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

Vorhabensart
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

Projektträger
Gabriele Reiterer - Almenland Kräuter

Kurzbeschreibung

Der Verein Almenland Kräuter mit seinen 20 Landwirtinnen und Landwirten baut eine eigene Vermarktungsschiene auf. Durch die gemeinsame Vermarktug von rund 35 Produkten soll die Wertschöpfung jedes einzelnen gesteigert werde. Der Handel wird übersichtlich anhand eines Produktkataloges 2-wöchentlich seine Bestellungen abgeben können und die Waren aus einer Hand geliefert bekommen. Als mögliche Folgeprojekte könnte eine Kooperation mit dem Verein Almenland-Bauernspezialitäten entstehen und Nudeln, Eier, Honig etc. mitgeliefert werden. Die Idee diese Lieferungen mit einem Elektrofahrzeug zu machen gibt es bereits. Vielleicht entsteht daraus ein neues Projekt.
Im Moment liegt das Hauptaugenmerk auf der Schaffung eines winterfesten Lagerraumes, um mit der gemeinsamen Vermarktung starten zu können. Auf rund 15 m² soll die fertige Ware von den Kräuterbauern des Naturparks Almenland gelagert und von dort ausgeliefert werden.

Ausgangssituation

Der Verein Almenland-Kräuter wurde 2014 im Rahmen des LEADER-Projektes Slow-Region Almenland gegründet. Im Verein sind derzeit rund 20 Kräuterbäuerinnen bzw. Kräuterbauern vertreten. Die Bäuerinnen und Bauern aus dem Almenland beliefern derzeit auf Eigeninitiative die regionalen Geschäfte bis Gleisdorf. Teilweise fahren sogar zwei Landwirte zum selben Geschäft mit unterschiedlichen Produkten. Damit das Projekt in Zukunft bestehen kann, sind weitere Ausbauschritte nötig. Der Handel braucht eine Produktvielfalt die am besten zu jederzeit geliefert werden kann. Da der Verein Almenland-Kräuter aus kleinstrukturierten Betrieben, welche alles in Handarbeit erledigen, besteht, kann eine sollte Vielfalt nur in der Gemeinschaft hergestellt werden. Derzeit sind 16 Betriebe aus dem Naturpark Almenland und einige weitere Betriebe aus der Energieregion, die nach den Kriterien der Almenland-Kräuter produzieren und laut Präambel zuliefern dürfen. In Zukunft wollen sie als gemeinsame Marke, die Almenland-Kräuter, nach außen zum Kunden auftreten. Die Marke wird bereits jetzt durch ein gemeinsames Logo präsentiert und gelebt, jedoch nicht in Bezug auf Bestellungen und Lieferungen. Es soll ein Produktkatalog mit Tees, Salzen, Gewürzmischungen, Fruchtaufstrichen, Blütenzuckern, Sirupen, Schokolade etc. entstehen, aus diesem kann der Handel anhand eines Bestellformulars seine Bestellung per E-Mail abgeben.

Die erste nötige Anschaffung ist eine Lagerstätte für die Produkte der einzelnen Bäuerinnen und Bauern, um diese bei Bestellung sofort griffbereit zu haben.

Ziele und Zielgruppen

Kräuterprodukte genießen beim Verbraucher eine zunehmende Wertschätzung. Durch die Jahreszeitlichen Witterungseinflüsse, die Bodenbeschaffenheit und Pflege der Kulturlandschaft bietet der Naturpark Almenland nicht nur einzigartige Rahmenbedingungen für Kräuter im Wildwuchs. Auch Tee- und Gewürzkräuter im Bereich der Direktvermarktung erzielen im Almenland höchste Qualität. Die Kräuterbauern stärken das Landschaftsbild und tragen Positives zur Flora und Fauna bei.

Höchste Qualitätsanforderungen können nur erfüllt werden, wenn die gesamte Produktionskette von Anbau über Ernte, Aufarbeitung, Marketing, bis zur Verkaufsstätte auf die Erzielung höchster Sorgfalt in jedem einzelnen Arbeitsabschnitt ausgerichtet ist. Nur so kann ein neues Qualitätsprodukt für den Naturpark Almenland entstehen. Vorrangiges Ziel in diesem Kleinprojekt ist es einen trockenen, winterfesten Raum als Lager zu schaffen. Dieser Raum muss direkt bei den handelten Akteuren, in diesem Fall der Familie Hirschbauer, liegen. Da kein Raum vor Ort zur Verfügung steht, wurde die derzeit billigste Variante, der Ankauf eines Containers, bei der Kräuterbauern-Klausur im Oktober 2015 geboren. Durch diese gemeinsame Vermarktung nach außen treten die Almenland-Kräuter als eine Produktgemeinschaft auf. Es wird CO2 und Zeit eingespart, da nur noch auf Bestellung von einer Person der Handel angefahren wird. Durch den gemeinsamen Marktauftritt sollten noch mehr Kräuterprodukte in den Handel kommen und alle Betriebe von der steigenden Nachfrage profitieren.

Projektumsetzung und Maßnahmen

Das Projekt „Almenland Kräuter" ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Naturparks. Von diesem Projekt profitieren in erster Linie „Einheimische". In einem alt ehrwürdigen Bauerngarten, wie sie seinerzeit Fixbestandteil heimischer Bauernhöfe waren, gedeihen Arche-Pflanzen, gentechnikfreie Obstsorten, Früchte und Wildkräuter. Ein Bauerngarten/Kräutergarten kann aber nicht nur am Bauernhof, sondern auch inmitten von Wirtschaftsbetrieben, von Tourismusbetrieben, auf einem Balkon einer Wohnung sein. Jeder kann einen „Almenland-Kräutergarten" errichten.

Aktivitäten und Ziele der Almenland-Kräuter:

  • Errichtung oder Adaptierung von Schaugärten im Almenland, um die wertvolle Kulturlandschaftspflegearbeit für Konsumentinnen und Konsumenten bzw. Touristinnen und Touristen sichtbar zu machen.
  • Weiterentwicklung in allen Bereichen (Produktion, Veredelung, Vermarktung)
  • Aufbau von überbetrieblichen langfristigen Kooperationen zwischen den Kräuterbetrieben sowie den Vermarktern (Tourismus, Handel, Dienstleister)
  • Sicherung der ökologisch wichtigen Streuobstwiesen in Kooperation mit dem Naturpark Almenland, welcher gemäß Landschaftspflegeplan für Streuobstwiesen-Projekte die Verantwortung trägt.
  • Schaffen von organisatorischen Voraussetzungen für eine innovative und wertschöpfungsstiftende Verarbeitung und Vermarktung der Früchte aus den Gärten der Region zu regionalen Markenprodukten.
  • Gemeinsame Vermarktung unter der Marke Almenland-Kräuter.


Der Verein Almenland Kräuter mit seinen 16 Landwirtinnen und Landwirten baut eine eigene Vermarktungsschiene auf. Durch die gemeinsame Vermarktung von rund 35 Produkten soll die Wertschöpfung jedes einzelnen gesteigert werden. Besonders hervorzuheben ist, dass so auch Kleinmengen abgesetzt werden können, die dann zur Vielfalt einer Angebotspalette beitragen. Vorhandene Lebensmittelstandards müssen natürlich auch dabei berücksichtigt und eingehalten werden. Die Produktverarbeitung geschieht über den jeweiligen Anbieter. Spezifische Produktschienen könnten durchaus zu einem neuen Standbein für Betriebe werden. In Frage kommen hier Beerenobst, (Trocken-)Früchte, Kräuter, Marmeladen, Edelbrände, Schokolade, Setzlinge, Pflanzen und Säfte.

Der Handel wird übersichtlich anhand eines Produktkataloges 2-wöchentlich seine Bestellungen abgeben können und die Waren aus einer Hand geliefert bekommen. Als mögliche Folgeprojekte könnte eine Kooperation mit dem Verein Almenland-Bauernspezialitäten entstehen und Nudeln, Eier, Honig etc. mitgeliefert werden. Diese Idee diese Lieferungen mit einem Elektrofahrzeug zu machen, gibt es bereits. Vielleicht entsteht daraus ein neues Projekt.

Im Moment liegt das Hauptaugenmerk auf der Schaffung eines winterfesten Lagerraumes, um mit der gemeinsamen Vermarktung starten zu können. Auf rund 15 m² soll die fertige Ware von den Kräuterbauern des Naturparks Almenland gelagert und von dort ausgeliefert werden.

Ergebnisse und Wirkungen

Erwartete Wirkung: 30 % Verkaufssteigerung für jeden Betrieb

Erfahrung

http://www.almenland-kraeuter.at/