Pädagogische Wassererlebniswelt im Ökopark Hochreiter

Themenbereich
Umwelt, Biodiversität, Naturschutz
Klimaschutz und Klimawandel
Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden

Untergliederung
Umweltschutz
Naturschutz
Biodiversität
Wasser
Soziale Dienstleistungen
LEADER
Bildung & Lebenslanges Lernen

Projektregion
Steiermark

Lokale Aktionsgruppe
LAG Almenland & Energieregion Weiz - Gleisdorf

LE-Periode
LE 14–20

Projektlaufzeit
18.05.2016-31.03.2017

Projektkosten gesamt
68.080,00 €

Fördersumme aus LE 14-20
27.232,00 €

Massnahme
Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

Teilmassnahme
19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

Vorhabensart
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

Projektträger
DI (FH) Erhard Pretterhofer - Ökopark Hochreiter

Kurzbeschreibung

Mit dem Projekt „pädagogische Wassererlebniswelt“ will man im Ökopark Hochreiter das Motto „Natur erleben mit allen Sinnen“ konsequent fortsetzen. Das Element Wasser steht bei dieser Umsetzung im Mittelpunkt. Das Spiel ist die kindgemäße Art, sich die Umwelt zu erobern. Eine Annäherung über die Sinne ist ein Mittel dabei Erfolg zu haben. Wasser wird vor allem über die Sinne erfahrbar. Es gibt wenig vergleichbare Spielsituationen, in denen Kinder derart vertieft spielen, kommunizieren, kooperieren wie beim Spiel mit Wasser. Und selten sieht man so zufriedene, ja glückliche Kinder. Es sollen aber auch die Erwachsenen zum Nachdenken über den nachhaltigen Umgang mit dem Element Wasser angeregt werden.

Ausgangssituation

Der Ökopark Hochreiter wurde 1989 mit dem Ziel das Ökosystem Wald mit all seiner Vielfalt (Flora und Fauna) den Menschen in der Region und darüber hinaus näher zu bringen gegründet. Der Ökopark Hochreiter wurde und wird unter dem Motto „Die Natur mit allen Sinnen kennenlernen und erleben“ (weiter-)entwickelt. Die Möglichkeit die heimische Tierwelt hautnah kennenzulernen wird ergänzt mit einer Vielzahl an Lehrpfaden, die den Besucherinnen bzw. Besuchern das Ökosystem Wald näher bringen: Wald- und Pflanzenlehrpfad, Schwammerllehrpfad, Duftlehrpfad, Spürnasenpfad, Baumhoroskoppfad, Bienenlehrpfad, etc.

Seit Beginn an spielt auch die Waldpädagogik eine zentral Rolle in der Entwicklung des Ökoparks. Kindergartenkindern, Schülerinnen bzw. Schülern aller Altersgruppen und auch Erwachsenen wird in geführten waldpädagogischen Spaziergängen, mit einem altersgerechten Programm, die Natur mit allen Sinnen erlebbar gemacht.

Das Element Wasser spielt für Menschen, Tiere und Pflanzen eine zentrale Rolle. Die Wichtigkeit und die Bedeutung dieses Elements sollen mit der Umsetzung dieser pädagogischen Wassererlebniswelt in den Mittelpunkt rücken. Der nachhaltige Umgang mit dieser lebensnotwendigen Ressource sollen insbesondere den Kindern vermittelt werden.

Das Wasser und sein Schicksal geht uns, die wir also selber zum größten Teil aus Wasser bestehen, etwas an. „Wir selber sind Wasser, Wasser ist ein Teil unseres Lebens“. Diese eindringlichen Worte von Frederic Vester machen deutlich, wie eng der Mensch mit dem Element Wasser verbunden ist. Berücksichtigen wir dazu die Tatsache, dass unser Lebensraum, der Planet „Erde“, zu dreiviertel von Wasser bedeckt ist und er eigentlich deshalb eher „Wasser“ heißen müsste, so ist es wenig verwunderlich, dass Kinder von Wasser angezogen werden.

Kinder haben noch unbewusst die Verbindung mit den menschlichen Wurzeln und sind mehr als alle anderen Altersgruppen noch in die Ganzheit des SEINS integriert. Mit geöffneten Sinnen begegnen sie ihrer Umwelt und besonders die vier Elemente üben große Faszination auf sie aus. Diese wollen sie erfahren, erfühlen und erforschen. Das ist eine natürliche Schwingung im Kind, die sich durch gesellschaftliche Prozesse nach und nach verändert oder verloren geht. Solch ein Verlust geht oft einher mit einem Abstumpfungsprozess der Sinne. Im schlechtesten Fall führt das zu einem Erwachsenen, der mit wenig innerer Anteilnahme seine Umwelt wahrnimmt und meist auch wenig sensibel auf alles Lebende reagiert.

Es ist demnach eine gesellschaftliche Aufgabe, Kindern im Laufe ihrer Entwicklung im Sinne der Ganzheitlichkeit, Zugang und Umgang mit den Elementen zu ermöglichen. Wasser steht mit seinen Erscheinungsformen und Auswirkungen an erster Stelle.

Ein wesentlicher Aspekt dabei ist auch die Berücksichtigung der Entwicklungsstufen – die einen bestimmten Bedarf zur Entfaltung bestimmter Fähigkeiten benötigen.

Ziele und Zielgruppen

Ziel:
Ziel ist die Umsetzung einer pädagogischen Wassererlebniswelt. Der spielerische Umgang mit dem feuchten Element hat für Kinder verschiedene bedeutsame Aspekte. Aus psychologischer Sicht kann ein Mensch umso selbstbewusster und sicherer werden, je stärker seine Beziehung zu seinen Wurzeln ist. Lernt er durch die lustvolle Begegnung die Schönheit des Wassers und seinen Wert für die menschliche Gesellschaft erkennen, geht er als Erwachsener vielleicht aus der sozialen Verantwortung heraus achtungsvoll mit dem Wasser um. Und kann er im Spiel unbewusst oder bewusst erfahren, dass Wasser Teil eines empfindlichen ökologischen Systems ist, wird er das Element Wasser später mit Respekt als Träger des Lebens betrachten und schützen können.

Das Spiel ist die kindgemäße Art, sich die Umwelt zu erobern. Eine Annäherung über die Sinne ist ein Mittel dabei Erfolg zu haben. Wasser wird vor allem über die Sinne erfahrbar. Es gibt wenig vergleichbare Spielsituationen, in denen Kinder derart vertieft spielen, kommunizieren und kooperieren wie beim Spielen mit Wasser. Und selten sieht man so zufriedene, ja glückliche Kinder.

Zielgruppen:
  • Haupt-Zielgruppe: Kinder & Jugendliche von 3 bis 18 Jahre
  • Es sollen aber auch die Erwachsenen zum Nachdenken über den nachhaltigen Umgang mit dem Element Wasser angeregt werden.


Projektumsetzung und Maßnahmen

Schritt 1: Vorbereitungsarbeiten und Planungsphase

Dieser Schritt beinhaltet drei wesentliche Aufgaben:
  1. Die pädagogische Wassererlebniswelt soll optimal in das Gesamtkonzept des Ökopark Hochreiter integriert werden und das bestehende Angebot erweitern. Die in der Ausgangslage beschriebene Wahrnehmung mit allen Sinnen hat einen besonderen Stellenwert bei der Planung. Bestehende Wasserparks, Wasserspielplätze, etc. werden angeschaut und diesbezüglich analysiert. Wenn möglich, wird auch mit den Betreibern über die Erfahrungen gesprochen.
  2. Die Auswahl des optimalen Platzes für die Umsetzung. Aufgrund der Topologie sowie der Notwendigkeit das Wasser (es gibt kein natürliches Gewässer durch den Park) in einem nachhaltigen Kreislaufsystem zu halten, ist eine durchdachte Lageplanung notwendig.
  3. Beiziehung von Expertinnen bzw. Experten und Fachleuten für die Detailplanung: Auswahl welche Wassererlebnisgeräte Sinn machen, insbesondere in Hinblick auf den pädagogischen Mehrwert. Effiziente und nachhaltige Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressource Wasser im Kreislaufsystem. Optimale Anordnung der Spiel- und Lerngeräte passend zum Gelände. Ein wesentlicher Punkt bei der Detailplanung ist auch die Berücksichtigung von Folgekosten (Instandhaltung und Wartung). Diese sollen so niedrig wie möglich gehalten werden.

Meilenstein: Detailliertes Umsetzungskonzept erstellt (30.04.2016)


Schritt 2: Umsetzungsphase

Folgende Arbeitsschritte werden bei der Umsetzungsphase durchgeführt:
  • Geländearbeiten: Aufgrund der natürlichen Topologie des Ökoparks sind Geländearbeiten notwendig. Mittels Erdbearbeitungsmaschinen (Bagger und Traktor) wird die benötigte grob Geländeform für den Wasserspielplatz hergestellt.
  • Grabungsarbeiten für Leitungsführung (Wasser und Strom) sowie für die Fundamente durchführen
  •  Ausstecken und Bau der Bachläufe. Um den Wasserverlust so gering wie möglich zu halten, wird entlang der Bachläufe auch eine Folie eingebaut.
  • Einbau von Wasserspeicherbehälter, Absatzbehälter für Sedimente und Herstellung der Fundamente für Spiel- und Lerngeräte.
  • Montage der Spiel- und Lerngeräte
  • Durchführung der Geländegestaltung und Bepflanzung


Schritt 3 Öffentlichkeitsarbeit

Nach erfolgreicher Umsetzung und erstem Probebetrieb soll die pädagogische Wassererlebniswelt offiziell im Rahmen einer Veranstaltung – mit regionalen Entscheidungsträgern und Meinungsbildnern - eröffnet werden.

Ergebnisse und Wirkungen

Erwartete Wirkungen

  • Arbeitspaket 1 - Vorbereitungsarbeiten und Planungsphase: Einhaltung des knappen Zeitplans, optimale Erfüllung der gestellten Anforderungen (siehe Ausgangslage), reibungslose Umsetzung
  • Arbeitspaket 2 - Umsetzungsphase: Optimal ausgeführte Wassererlebniswelt, die das Gesamtangebot des Ökoparks Hochreiter in Hinblick auf „Natur mit allen Sinnen erleben“ erweitert und das Element Wasser den Besucherinnen bzw. Besuchern näherbringt.
  • Arbeitspaket 3 - Öffentlichkeitsarbeit: Die Region Almenland – Energieregion Weiz-Gleisdorf hat eine neue pädagogisch wertwolle Attraktion für Bewohnerinnen bzw. Bewohner und Besucherinnen bzw. Besucher der Region.


Erfahrung

http://www.oekopark-almenland.at/