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    Doren zeigt Ge(SICH)t

    Eine Momentaufnahme von neuen und eingesessenen Menschen in Doren zum Innehalten (do si), Reflektieren (zit nea) und sich darüber zu unterhalten (zemmat ku)

    Themenbereich
    Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden

    Untergliederung
    Integration & Soziale Inklusion
    Bildung & Lebenslanges Lernen

    Projektregion
    Vorarlberg

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG REGIO-V Regionalentwicklung Vorarlberg

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    09.05.2018-28.02.2019

    Projektkosten gesamt
    5502,00€

    Fördersumme aus LE 14-20
    4401,60€

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    Klopfer Marianne

    Kurzbeschreibung

    Im Projekt wurde die Dorener Bevölkerung in einer Fotoausstellung porträtiert. Es stiftete und stärkte Identität. Es machte keine Unterschiede zwischen Einheimischen und Zugezogenen, es brachte die Menschen des Dorfes zusammen.

    An regelmäßigen Treffen und mehreren Fototerminen wurden die DorenerInnen in einer extra für diesen Anlass eingerichteten FotoWIRkstatt portraitiert. Die Portraits wurden auf großen Tafeln mit eigens geschreinerten Altholz-Rahmen präsentiert.

    Am 14.9.2018 fand die Aktion ihren Höhepunkt in einer Vernissage im alten Bahnhofsgebäude. Zitate zum Thema Heimat boten den BetrachterInnen Gelegenheit, sich selbst diese Frage zu stellen. Das Ankommen in einer Gemeinde oder einer Gesellschaft, das Teilhaben und Mitgestalten am Dorfleben, waren genauso Themen dieses Projektes.

    Einzelne Tafeln sind nach dem Projekt an ausgewählten Plätzen in Doren zu sehen. Die  Portraits sind in Fotobüchern zusammengefasst, die im Gemeindeamt und der Bücherei zu bestaunen sind.

    Ausgangssituation

    Doren zählt mit seinen knapp 1.000 EinwohnerInnen zu den kleineren Dörfern des Bregenzerwaldes. Als zweitsonnigste Gemeinde des Landes Vorarlberg steigt seit ein paar Jahren auch die Zuzugsrate und es werden immer mehr junge Familien – auch aus Nachbargemeinden - im Dorf ansässig. Die Infrastruktur im Dorf bilden neben den Betreuungs- und Ausbildungsstätten (Spielgruppe, Kindergarten, Volks- und Mittelschule) ein gut sortierte, neue Nahversorgung, Sennerei Huban, ein paar Handwerksbetriebe und Arbeitgeber.

    Mit der Eröffnung des neuen SPAR-Ladens im Dorf, bald neuen Räumlichkeiten für Spielgruppe und Bücherei, der anstehenden Neugestaltung von „Doren  Mitte“ (Landesstrasse / Zentrumsgestaltung), und der – mit diesem Projekt – geplanten Wiederbelebung des historischen Wälderbähnle-Bahnhofsgebäudes in der Bozenau weht ein frischer (Auf)wind durch die Gemeinde. Genau diese  Aufbruchsstimmung und positive Energie soll für ein noch stärkeres WIR-Gefühl der Bevölkerung genützt werden. 

    Dieses Aufblühen wird im Jahr 2018 in mehreren kleineren Projekten spür- und sichtbar sein – im Dorf und über die Ortstafeln hinaus. Dabei werden verschiedene Schauplätze zu verschiedenen Themenbereichen mit unterschiedlichen Partnern bespielt – Schulen, Vereine, Senioren, Organisationen und Ehrenamtliche werden eingeladen, ihren Beitrag zu einem starken WIR-Gefühl zu leisten.

    Ziele und Zielgruppen

    Das Projekt soll den Austausch und die Begegnung bereits in der Umsetzung zur Ausstellung fördern. Die fertigen ausgestellten Portraits sollen im Anschluss immer wieder Anreize bieten, zum Innehalten (do si), zum reflektieren (zit nea), und um sich darüber zu unterhalten (zemmat ku).

    Das Ankommen in Doren wird in diesem Projekt thematisiert. Ein neues Verständnis von WIR soll entstehen und sichtbar werden.



    Ergebnisse und Wirkungen

    Für das Projekt ließen sich nicht weniger als 415 (!) Dorener und DorenerInnen – das ist fast jede/r Zweite im Dorf! – vor die Linse locken.

    Im Prozess war es sehr schön zu beobachten, wie jede/r durch sein Dabeisein einen wichtigen Teil zum „großen Ganzen“ beigetragen und sich dadurch zugehörig gefühlt hat. Viele angeregte Unterhaltungen und Begegnungen machten die einzelnen Fototermine zu etwas Besonderem und ließ die Menschen im Dorf etwas näher zusammenrücken. Einige Vereine haben die Chance gleich auch für tolle Gruppenfotos und spezielle Portraits in Uniform und Tracht genutzt. Viele sind sogar so begeistert von den Portraitbildern, dass sie diese gleich auch privat für ihre Verwendung geordert haben!

    Um die Ausstellung weiteren Interessierten zugänglich zu machen, öffnete der Bahnhof Bozenau am Sonntag, 23.9.2018, nochmals seine Pforten. Während den Aufführungen des Theatervereins Doren waren die Portraits nochmal im Gemeindesaal von Doren zu sehen. Nach der Vernissage und Ausstellung in der Bozenau wurden die Portraits an geeigneten Plätzen im Dorf aufgehängt und in Form von Fotobüchern aufgelegt. Sie bieten so immer wieder Anreize zum Innehalten (do si),  reflektieren (zit nea), sich darüber unterhalten (zemmat ku).