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    Erweiterung Produktionskapazität und Zubau Lager Süd

    Themenbereich
    Land- und Forstwirtschaft inkl. Wertschöpfungskette

    Untergliederung
    Landwirtschaft
    Wertschöpfung
    KMUs, Gewerbe & Wirtschaft

    Projektregion
    Steiermark

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    20.02.2015-15.01.2017

    Projektkosten gesamt
    6.675.926,29€

    Fördersumme aus LE 14-20
    1.000.000,00€

    Massnahme
    Investitionen in materielle Vermögenswerte

    Teilmassnahme
    4.2 Förderung für Investitionen in die Verarbeitung, Vermarktung und/oder Entwicklung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen

    Vorhabensart
    4.2.1. Verarbeitung, Vermarktung und Entwicklung landwirtschaftlicher Erzeugnisse

    Projektträger
    ALWERA AG

    Kurzbeschreibung

    • ALWERA ist eine Abkürzung aus Agrar Lebensmittel Weiz Radkersburg.
    • Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich von der Entwicklung, Produktion im Vertragsanbau und Verarbeitung bis zur internationalen Vermarktung von Saatmais, Ölkürbis und Käferbohnen (sowohl konventionell als auch biologisch).

    Inlandsbeteiligungen der ALWERA-Gruppe: 

    • Saatzucht Gleisdorf (entwickelt auch neue (Hybrid)Sorten, z.B. beim Ölkürbis, welche auf ertragreichere Ernten und eine geringere Krankheitsanfälligkeit gezüchtet werden)
    • Estyria (verarbeitet Kürbiskerne und Käferbohnen)
    • Semona (Produktion und Handel von Pilzen, Konserven und Backsaaten)
    • Milteco (Lebensmitteltechnik, Anlagenbau und Montage, z.B. Obst- und Ölpressen)
    • Kernland NP (Vertrieb einzelner Produktlinien)
    • Partners in Bio (überbetriebliche Vermarktung von Getreide, Nüsse, Ölsaaten und Trockenfrüchte aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft)


    Ausgangssituation

    • Während der Erntezeit besteht die Notwendigkeit, auf hohe Lagerkapazitäten zurückzugreifen. Nach der Ernte werden die Lagerbestände im Laufe des Jahres abgebaut. Bisher konnte auf dem Betriebsgelände dieser Lagerbedarf nicht gedeckt werden, sodass externe Lagerkapazitäten angemietet werden mussten. 
    • Durch den Bau eines gekühlten Roh- und Fertigwarenlagers sowie deren maschinelle Ausstattung zur Kapazitätsausweitung (Anlage für die Aufbereitung und Abpackung der Kürbiskerne sowie eine Ölpressanlage) können nun die Waren direkt am Betriebsgelände gelagert und verarbeitet werden. 
    • Dies führt zu einer deutlichen Verringerung der Wege zwischen den einzelnen Verarbeitungsschritten, sichert eine reibungslose Verarbeitung der Rohstoffe und die Qualität der fertigen Produkte und senkt Transportkosten.


    Ziele und Zielgruppen

    • ALWERA beliefert neben Industriekunden den Lebensmitteleinzel- und Lebensmittelgroßhandel sowie Discounter und auch den Gastronomiebereich mit Kürbiskernen, Kürbiskernöl, Trockenobst, und Hülsenfrüchte.
    • Saatmais und Ölkürbissaatgut wird großteils von ALWERA-Vertragsbauern produziert und über die Raiffeisen Ware Austria (RWA) vertrieben. Ein kleiner Teil des Kürbissaatgutes wird auch direkt vermarktet. 
    • Vor allem in Deutschland, aber auch der Schweiz, Dänemark, Frankreich und Polen soll die Marktentwicklung ausgebaut werden.
    • Zukünftig sollen auch Märkte in USA und Kanada erschlossen werden.
    • Die Investitionen dienen im hohen Maße der Absicherung und Schaffung von Vertrags-Anbauflächen und Arbeitsplätzen.


    Projektumsetzung und Maßnahmen

    • Großflächige Wetterextreme können zu einer Verknappung einzelner Rohstoffe führen. Um auch in schwächeren Erntejahren Engpässe ausgleichen zu können, soll rd. ein Drittel des benötigten Jahresbedarfs an Rohware gelagert werden.
    • Das Projekt trägt wesentlich zur Erreichung dieses Zieles bei und ermöglicht den Landwirten den Anbau von Produkten mit höherer Wertschöpfung.
    • ALWERA hat langjähriges Kow-How bei der Aufbereitung von Saatgut und Kürbiskernen sowie in der Kernölproduktion aufgebaut. Dieses Wissen floss auch in die Konzeption der technischen Anlagen für Reinigung, Trocknung und Sortierung ein. Dabei konnte auch auf die Kompetenz des Tochterunternehmens Milteco zurückgegriffen werden.


    Ergebnisse und Wirkungen

    • Die ALWERA AG und ihre Töchter beschäftigen mehr als 220 Mitarbeiter. Durch das Projekt konnten 9 Beschäftigte neu eingestellt werden.
    • Auch Biolandwirte sind unter den Vertragslandwirten von ALWERA. Mit einem Umsatz von gut 20% nehmen auch Bioprodukte einen wichtigen Anteil ein.
    • Die Exportquote konnte von 47% auf über 50% gesteigert werden.
    • Durch das neue Kühllager wird eine Verbesserung der Hygienebedingungen erzielt.
    • Durch die neue Ölpressanlage wird die Ölabfüllungskapazität annähernd verdoppelt.
    • Mit dem Projekt wird eine Verdoppelung der Lagerkapazität für Rohware und für verarbeitete Ware erzielt.
    • Sowohl die Produktionsmenge als auch die technische Verarbeitungskapazität wird bei Ölfrüchten um bis zu 50% erhöht.
    • Der Energieverbrauch wird durch die Zusammenlegung der Lagerräume verringert.


    Erfahrung

    • ALWERA betreibt eigene Marken wie Steirerkraft, Cooks Love oder Wertvoll.
    • ALWERA ist gemessen am Umsatzvolumen europäischer Marktführer bei steirischen Kürbiskernen - schalenlos gewachsen.