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    nach Maßnahmen Vorhabensarten

    Lokal Global

    Themenbereich
    Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden

    Untergliederung
    Wertschöpfung
    LEADER
    Interregionale / Transnationale Kooperationsprojekte

    Projektregion
    Steiermark

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG Holzwelt Murau
    LAG InnovationsRegion Murtal

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    01.01.2018-31.12.2019 (geplantes Projektende)

    Projektkosten gesamt
    148.950,00€

    Fördersumme aus LE 14-20
    119.160,00€

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.3 Vorbereitung und Durchführung von Kooperationsmaßnahmen der lokalen Aktionsgruppe

    Vorhabensart
    19.3.1. Umsetzung von nationalen oder transnationalen Kooperationsprojekten

    Projektträger
    Holzwelt Murau

    Kurzbeschreibung

    Ziel ist es, zu einer positiven demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Bezirke Murau und Murtal beizutragen. Die Beziehung zu den ehemaligen GemeindebewohnerInnen soll aktiviert werden, um sie wieder für die Gemeinde als Besucher zur Belebung des Ortes, als Kunden lokaler Betriebe, als Investoren in die lokale Wirtschaft und als Rückkehrer nach Ausbildung oder Berufsleben zu gewinnen. Die Umsetzung erfolgt in den Gemeinden Murau, Unzmarkt-Frauenburg, St. Peter ob Judenburg und St. Georgen ob Judenburg.
    In jeder Gemeinde wird ein Projektteam mit VertreterInnen relevanter Organisationen und freiwilligen Mitarbeitern installiert, um gemeinsam Weggezogene zu kontaktieren und ein Netzwerk ALLER GemeindebürgerInnen aufzubauen. Das erfolgt mit allen verfügbaren Mitteln der Kommunikation, um den Kontakt mit allen Weggezogenen systematisch, konsequent und kontinuierlich zu pflegen. Die dabei gewonnenen Ergebnisse werden dann den Gemeinden der Region kostenlos zur Verfügung stehen.

    Ausgangssituation

    Die Wanderungsdynamik in der Steiermark hat dazu geführt, dass ländliche Regionen und Orte in den letzten Jahrzehnten viele Einwohner und damit Arbeitskräfte, Konsumenten und Akteure verloren haben. Mehr als die Hälfte der Menschen im Bezirk Murau und Murtal wohnt nicht mehr in der Gemeinde, in der sie aufgewachsen ist. Viele sind mittlerweile auf der ganzen Welt verstreut, haben neue Netzwerke geknüpft und vielfach Karriere gemacht. Die meisten von Ihnen bleiben aber dem Ort, an dem sie ihre Kindheit verbracht haben, lebenslang verbunden. Viele von denen, die auswärts erfolgreich sind, möchten ihrer Heimatgemeinde, der sie entstammen, auch wieder etwas „zurückgeben".
    Die Steiermark hat davon schon erheblich profitiert. Große Investoren wie Mateschitz, Stronach oder Wolf genießen entsprechende Beachtung in ihrer Heimat und engagieren sich in der Folge auch sehr stark in der Region, in der sie aufgewachsen sind. Das enorme Potential aller übrigen Menschen, das in Summe wesentlich größer ist, wird aber wenig beachtet und deshalb meist auch nicht aktiviert.

    Ziele und Zielgruppen

    Ziel des Projektes ist es, alle Menschen, die von der jeweiligen Gemeinde weggezogen sind und in einer anderen Gemeinde, einem anderen Bezirk, einem anderen Bundesland, einem anderen Land oder einem anderen Kontinent wohnen, wieder für die lokale Entwicklung auf unterschiedliche Art und Weise zu gewinnen.
    Das Projekt Lokal Global verfolgt insbesondere die folgenden Zielsetzungen:
    a) Erhöhung der lokalen und regionalen Wertschöpfung, indem Weggezogene wieder als Kunden für lokale und regionale Unternehmen in den Bereichen Tourismus, Gastronomie, landwirtschaftliche Produktion, Handwerk, Handel und Dienstleistung gewonnen werden
    b) Erhöhung der lokalen und regionalen Wertschöpfung, indem Weggezogene und die Unternehmen und Organisationen, in denen Weggezogene tätig sind, als Auftraggeber, Kooperationspartner, Investor oder Gründer für die heimischen Wirtschaft und den lokalen Standort gewonnen werden
    c) Erhöhung der lokalen und regionalen Wertschöpfung, indem Weggezogene als Botschafter und Multiplikatoren für regionale Tourismusangebote, Landwirte, Handwerksbetriebe und Dienstleistungen gewonnen werden
    d) Belebung des lokalen Geschehens, indem Weggezogene als Vortragende, Darsteller, Diskussionspartner und Gast auf Zeit gewonnen werden
    e) Stärkung der lokalen Entwicklung, indem Weggezogene als Ideengeber, Berater, Lobbyisten, Freiwillige und Spender für neue lokale Projekt gewonnen werden
    f) Impulse für die demografischen Entwicklung, indem Weggezogene nach ihrem Studium oder nach ihrer Berufstätigkeit als Rückkehrer in ihre Heimat gewonnen werden

    Die Hauptzielgruppen des Projektes sind insbesondere:
    1. Die teilnehmenden Gemeinden
    2. Gewerbliche und landwirtschaftliche Betriebe der Gemeinden
    3. Vereine und Organisationen
    4. Die Bevölkerung
    5. Regionale Wirtschafts- und Entwicklungsorganisationen
    6. Die Gemeinden der Region

    Projektumsetzung und Maßnahmen

    Das Projekt besteht aus 2 Phasen, der Projektentwicklung und der Projektumsetzung. Die Projektentwicklung besteht aus 4 Arbeitspaketen und umfasst im wesentlichen die Entwicklung eines Konzeptes in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gemeinden, den Aufbau einer Gruppe von freiwilligen Mitarbeitern und die Einrichtung der erforderlichen technischen Infrastruktur zur Sammlung der Daten, zur Darstellung der Daten und zur Kommunikation zwischen Zielgruppen.

    Im Zuge der Projektumsetzung wird dann das gemeinsam entwickelte Konzept in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Gemeinde und allen Freiwilligen umgesetzt. Diese Phase 2 besteht aus 5 weiteren Arbeitspaketen. Dazu gehört die Recherche und Erhebung der Kontaktdaten aller Weggezogenen, die Kontaktaufnahme mit den Weggezogenen, die Reintegration der Weggezogenen in das lokale Netzwerk mit Hilfe unterschiedlicher Kommunikationskanäle (persönlich, Telefon, Brief, Veranstaltung und soziale Medien) und die Steigerung der lokalen Wertschöpfung durch Nutzung der wirtschaftlichen Potentiale der Weggezogenen. Eine wesentliche Aufgabe der zweiten Projektphase ist die Sicherung der Nachhaltigkeit des Projektes.
    Wichtigstes Element zur Sicherung der Nachhaltigkeit ist eine aktive Verankerung des Projektes im gesamten Gemeindegeschehen. Vor Beginn der Umsetzung werden alle relevanten Akteure (Politik, Schulen, Vereine, Unternehmen, etrc.) kontaktiert und bei der Gestaltung des Projektes eingebunden. Zu diesem Zweck wird in jeder Gemeinde eine Steuergruppe aufgebaut, die das gesamte Projekt begleitet. Damit wird sichergestellt, dass Lokal Global von Anfang an eine Initiative der gesamten Gemeinde ist, die einen hohen Stellenwert hat.

    Ergebnisse und Wirkungen

    Gespräche mit allen relevanten Akteuren in den 4 Gemeinden (Politik, Amt, Schulen, Vereine, Unternehmen und Bevölkerung), um sie über das Projekt zu informieren und ihre Anliegen wurden erhoben.
    Idee und Zielsetzung des Projektes wird auf einer breiten Ebenen unterstützt.
    Festlegung einer konkreten Vorgangsweise, die allen Beteiligten als Orientierung dient und eine erfolgreiche Umsetzung sicherstellt.




    Erfahrung

    Im Zuge der Umsetzungsvorbereitungen war im ursprünglichen Arbeitspaket geplant, dass die Erhebung einer Namensliste pro mitwirkender Gemeinde durch die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Vereinen, Schulen und Bevölkerung als Basis für die Recherche erstellt wird. 
    Dies ist rechtlich durch die DSGVO nicht möglich. Daher gestaltet sich die Erhebung wesentlich langwieriger als erwartet und erfordert eine große Beteiligung. Wichtig ist es daher, die Bevölkerung zur Beteiligung zu motivieren.