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    nach Maßnahmen Vorhabensarten

    Weiterentwicklung Miteinand in Imst

    Themenbereich
    Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden

    Untergliederung
    Frauen
    Jugend
    Integration & Soziale Inklusion
    Soziale Dienstleistungen
    LEADER
    Bildung & Lebenslanges Lernen

    Projektregion
    Tirol

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG Regionalmangement Bezirk Imst

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    17.12.2015-31.03.2018

    Projektkosten gesamt
    49.400,00€

    Fördersumme aus LE 14-20
    34.600,00€

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    Stadtgemeinde Imst

    Kurzbeschreibung

    Miteinand in Imst ist ein Ehrenamtsprojekt, dass sich zum Ziel gesetzt hat das Gemeinwohl in der Stadtgemeinde Imst zu verbessern. Durch die Unterstützung von Ehrenamtlichen, die Entwicklung eigener Ehrenamts-Projekte und den Austausch mit wichtigen Playern in der Stadtgemeinde als auch in der Region wurden im Rahmen des Projekts zahlreiche Maßnahmen, die dem Gemeinwohl, dienen umgesetzt.

    Ausgangssituation

    MITEINAND in Imst war ein Pilotprojekt das von der Stadtgemeinde Imst in Kooperation mit dem Land Tirol, (JUFF) initiiert wurde. Vom August 2014 bis Dezember 2015 soll durch ehrenamtliche Initiativen das lebendige Miteinander von verschiedenen Generationen, Familien und Kulturen in der Stadtgemeinde gefördert und der regionale Zusammenhalt gestärkt werden.

    Unabhängig vom regen Vereinsleben wurden innovative Ideen, die integrative und generationsübergreifende Solidaritätssysteme fördern, den Kontakt und die Kommunikation zwischen Generationen und Kulturen anregen und ein lebendiges MITEINANDER ermöglichen, initiiert. Zudem wurde durch die Vernetzung zwischen Vereinen, Institutionen, Schulen, und Menschengruppen jeden Alters, sowie durch regelmäßige lokale Medienarbeit das Bewusstsein und die Wertschätzung für das Ehrenamt gestärkt. Durch das ehrenamtliche Engagement vieler ImsterInnen konnten in der Pilotprojektphase 25 MITEINAND-Initiativen erfolgreich initiiert werden. 

    Durch die professionelle Koordination, Betreuung und Unterstützung seitens der Stadtgemeinde bekam soziales Engagement eine gesellschaftpolitische Plattform, welche den Mehrwert und das Potential von Ehrenamt sichtbar machte. 

    Um dieses Potential nicht zu verlieren wurde in Kooperation mit dem Regionalmanagement Bezirk Imst die Stelle nach Ablauf der Pilotphase über eine LEADER-Förderung weiterfinanziert. 



    Ziele und Zielgruppen

    Für die Weiterentwicklung des Pilotprojekts „Miteinand in Imst“ wurden folgende Ziele vereinbart:

    1. Bereits entstandene Projekte und Initiativen unterstützen, ausbauen und im Weiterentwicklungsprozess professionell begleiten
    2. Förderung der demokratischen Kultur, durch Mitbestimmung und aktive Mitgestaltung von StadtbürgerInnen (Ideenwerkstatt, „Nägel mit Köpf-Treffen“, „Markt der Möglichkeiten“…)
    3. neue Projekte und Kooperationen initiieren
    4. Nachhaltige Vernetzung und Zusammenarbeit mit sozialen Institutionen, Schulen, Einrichtungen der Stadtgemeinde und der Freiwilligenpartnerschaft Tirol
    5. Netzwerkarbeit und Sichtbarmachen des „MITEINANDERS“ in den Vereinen (Miteinand-Bankerl)
    6. Aufbau einer Ehrenamtsbörse für die Stadtgemeinde in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenpartnerschaft im Bezirk Imst
    7. Entwicklung einer Anerkennungskultur auf Gemeindeebene (z.B. Ehrenamtspass,… )
    8. Ausbau der gesellschaftspolitischen Plattform durch regelmäßige mediale Berichterstattung (Lokalmedien, Internet, „Miteinand-Blog“)
    9. Anregung von zivilgesellschaftlichem Engagement und Prozessen in der Gemeinwesenarbeit

    Um die Nachhaltigkeit des Projektes sicherzustellen, wurde bereits zu Beginn mit den politischen Vertretern der Stadtgemeinde eine institutionelle Weiterführung von „Miteinand in Imst“ nach Ablauf der Projektdauer von zwei Jahren diskutiert.

    Projektumsetzung und Maßnahmen

    Die Arbeit von Miteinand in Imst ist geprägt von folgenden Tätigkeitsfeldern:
    • Moderation
    • Begleitung von Ehrenamtlichen
    • Projektentwicklung
    • Projektmanagement
    • Prozessbegleitung
    • Vernetzung
    • Koordination

    Durch diese Arbeit wurde versucht neue Projekte und Initiativen in der Stadtgemeinde Imst zu initiieren, die dem Projektziel entsprechen. Dabei war vor allem der intensive Austausch mit folgenden Partnern notwendig:
    • Gemeindeausschüsse
    • Ehrenamtlichen
    • befreundeten Organisationen und Institutionen (Integrationsbüro,  Stadtmarketing, etc.)
    • überregional eingebundenen Institutionen (Freiwilligenzentrum, Regionalmanagement, etc.)
    • Schulen
    • ...


    Ergebnisse und Wirkungen

    Das Projekt konnte folgende Wirkung erzielen:
    • Über 100 Personen konnten in der Stadtgemeinde Imst für Projekte im Bereich Ehrenamt gewonnen werden. Insgesamt steht Miteinand-in-Imst ein Pool von mind. 30 Ehrenamtlichen zur Verfügung die bei den diversen Gemeinwohl-Projekten unterstützen.
    • Das Projekt "Miteinand-in-Imst" konnte in der Stadt auf breitere Beine gestellt werden und ist seitdem fixer Bestandteil des städtischen Angebotes.
    • Die Veranstaltungslandschaft der Stadtgemeinde Imst wurde durch die unterstützten Projekte bunter und vielfältiger
    • Der Austausch mit wichtigen Partnern und Akteuren im Bereich Ehrenamt wurde intensiviert und gefestigt.
    • Das Thema Gemeinwohl wurde sowohl medial als auch im Rahmen von Veranstaltungen sehr weit verbreitet.


    Die Stadtgemeinde Imst hat nach Projektende das Projekt "Miteinand in Imst" für zwei weitere Jahre übernommen und bezahlt diese Projektfortführung aus eigener Kassa. Eine Institutionalisierung in den kommenden Jahren ist angedacht.

    Erfahrung

    Im Rahmen der Projektphase konnten folgende Erkenntnisse gewonnen werden:
    • Das Ehrenamt braucht eine engagierte Person, die sich darum kümmert
    • Das Ehrenamt nimmt neue Formen an - zeitlich flexibel einsetzbar aber keine dauerhafte Bindung steht im Vordergrund
    • Ständiger Austausch zwischen den eingebundenen Partnern ist wichtig (Informationsfluss)
    • Bürokratische Hürden von LEADER-Förderungen lassen Ehrenamtsprojekte kaum Spielraum zur Entwicklung.