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    Generationen in Trebesing - Kindergarten

    Themenbereich
    Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden

    Untergliederung
    Jugend
    Nahversorgung
    LEADER
    Gemeindeentwicklung

    Projektregion
    Kärnten

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG Nockregion Oberkärnten

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    02.09.2015-31.03.2018

    Projektkosten gesamt
    308.129,62€

    Fördersumme aus LE 14-20
    180.000,00€

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    Gemeinde Trebesing

    Kurzbeschreibung

    Trebesing ist eine vom demografischen Wandel betroffene Gemeinde. Ein wesentlicher Schlüssel, um Jungfamilien zum Bleiben zu motivieren, ist die Verbesserung des Kinderbetreuungsangebotes durch Ausdehnung und Flexibilisierung der Kindergarten-Öffnungszeiten.

    Mit der Einrichtung des Kindergartens werden Betreuungsmöglichkeiten für unter-3-jährige Kinder, in altersübergreifenden Gruppen, geschaffen. Weiters werden die Tagesöffnungszeiten ausgedehnt.

    Bei der Volksschule Trebesing wird der Turnsaal um eine Etage aufgestockt, auf dieser neugewonnenen Fläche finden zwei Kindergartengruppen Platz. Der Dachboden des Schulgebäudes wird als Rückzugs-/Ruheraum adaptiert. Die Eingänge Schule/Kindergarten sind getrennt, das Gebäude jedoch im Inneren soweit verbunden, dass Anlagen (Turnsaal, Sportplatz etc...) gemeinsam genutzt werden können.

    Ausgangssituation

    Wie in vielen ländlichen Gemeinden zeichnen sich auch in Trebesing die Abwanderung Junger und die Überalterung innerhalb der Bevölkerungsstruktur ab und werden zu einer immer größeren Herausforderung.
    Das Arbeitsplatzangebot innerhalb der Gemeinde ist überschaubar, das Auspendeln für viele Erwerbstätige unerlässlich. Um der Negativentwicklung entgegenzusteuern, engagiert sich Trebesing in vielen Bereichen:

    • sei es bei der örtlichen Baulandbevorratung (Baulandmodelle)
    • in Bottom-up-Prozessen auf lokaler und regionaler Ebene im Liesertal bzw. in der Nockregion Oberkärnten (Demografie-Check etc.).

    Ein wesentlicher Schlüssel, um Jungfamilien zum Bleiben zu motivieren, ist die Verbesserung des Kinderbetreuungsangebotes durch Ausdehnung und Flexibilisierung der Kindergarten-Öffnungszeiten. So wird den Familien die Möglichkeit gegeben, Beruf und Familienleben besser aufeinander abstimmen zu können und hier ihren Lebensmittelpunkt zu behalten, oder nach Trebesing zuzuziehen.

    Ziele und Zielgruppen

    Das flexiblere Kinderbetreuungsangebot ist eine Maßnahme gegen die Abwanderung Junger. Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben leistet einen Beitrag, um Familien in Trebesing eine Perspektive zu geben. Sie zum Hierbleiben oder zum Zuzug zu motivieren. Das erhält und stärkt auch den Zusammenhalt der Generationen in der örtlichen Gemeinschaft und wirkt sich positiv auf das Vereins- und Kulturleben aus.

    Durch die Fokussierung der örtlichen Bildungseinrichtungen (Volksschule und Kindergarten) an einem Standort verringern sich nicht nur die anteiligen Gebäudebetriebskosten, sondern es wird die gewünschte, stärkere Verzahnung der vorschulischen Kinderbetreuung und der Volksschule ermöglicht.
    Die gemeinsame Nutzung bestehender Räume und Freizeitmöglichkeiten (Turnsaal, Sportplatz) ist effizient und sinnvoll.

    Der Schulbus wird künftig zum Kindergarten- und Schulbus.

    Projektumsetzung und Maßnahmen

    Baulich:
    Bei der Volksschule Trebesing  wird der Turnsaal um eine Etage aufgestockt und auf dieser neugewonnen Fläche finden zwei Kindergartengruppen (bis zu je 25 Kinder) Platz. Der Dachboden des Schulgebäudes wird als Rückzugs-/Ruheraum adaptiert und so bestehende Bausubstanz mitgenutzt.
    Die Bauausführung nimmt natürlich auf die Anforderungen der Barrierefreiheit Rücksicht. Die Eingänge Schule/Kindergarten sind getrennt, das Gebäude jedoch im Inneren soweit verbunden, dass Anlagen (Turnsaal, Sportplatz etc.) gemeinsam genutzt werden können.
    Ebenso ist das Raumkonzept darauf ausgerichtet, im Kindergarten eine Nachmittagsbetreuung anbieten zu können.

    Organisatorisch:
    Mit der Errichtung des Kindergartens werden Betreuungsmöglichkeiten für unter-3-jährige Kinder, in altersübergreifenden Gruppen, geschaffen. Weiters werden die Tagesöffnungszeiten auf den Zeitraum von 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr ausgedehnt, somit kann eine Nachmittagsbetreuung angeboten werden. Bei entsprechendem Bedarf ist abends auch eine längere Öffnungszeit denkbar. Zumindest eine der beiden Kindergartengruppen wird eine verkürzte Sommerschließzeit anbieten und so eine Betreuung für 11 Monate im Jahr gewährleisten.

    Ergebnisse und Wirkungen

    Die Errichtung des Gemeindekindergartens schafft die Möglichkeit, das Betreuungsangebot zu verbessern (längere und flexiblere Öffnungszeiten, Betreuungsplätze für unter-4-Jährige).
    Das ist die Voraussetzung, um Familien die Möglichkeit zu gegeben, Beruf und Familienleben besser aufeinander abzustimmen und hier ihren Lebensmittelpunkt zu behalten, oder nach Trebesing zu ziehen.
    Durch die Fokussierung beider Bildungseinrichtungen (Volksschule und Kindergarten) an einem Standort verringert nicht nur die Gebäudebetriebskosten, sondern erzielt auch verbesserte Zusammenarbeit beider.
    Mit der alterserweiterten Kindergartengruppe konnte erstmals auch ein Angebot für die Nachmittagsbetreuung von Volksschülern geschaffen werden.

    Letztendlich zielen die Maßnahmen darauf ab, die Bevölkerung an die Region zu binden und gegen den demographischen Wandel anzukämpfen. Dadurch wird die regionale Wirtschaft und Infrastruktur aufrechterhalten und gestärkt. Wirtschaftliche stabile Regionen sind das Fundament eines „funktionierenden“ Bundeslandes.

    Erfahrung

    Kritische Momente waren beim Start insofern gegeben, als dass das Projekt wegen der Errichtungskosten und der laufenden Ausgaben im Betrieb (Kindergarten) politisch (im Gemeinderat) umstritten war.

    In der Planungsphase war es wichtig, die Funktionalität und das Raumkonzept im Detail mit den Betroffenen (Schule, Kinderbetreuung) abzustimmen und deren Vorschläge weitgehend zu berücksichtigen.

    Die Umsetzung des Projektes hat gut funktioniert, die gesteckten Ziele wurden erreicht und die Erwartungen an die positiven Auswirkungen sogar übertroffen.
    Das erweiterte Betreuungsangebot (Ausdehnung der Öffnungszeiten und Aufnahme von Kindern unter-4-Jahren) wird gut angenommen.
    Ebenso konnte erstmals auch für Volksschulkinder eine Nachmittagsbetreuung geschaffen werden, die ebenfalls gut angenommen wurde.
    Die Umsetzung des Projektes hat gut funktioniert, die gesteckten Ziele wurden erreicht und die Erwartungen an die positiven Auswirkungen sogar übertroffen. Die Resonanz aus der Bevölkerung für das Projekt ist positiv.