Jahresstiege ​

Themenbereich
Umwelt, Biodiversität, Naturschutz
Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden

Untergliederung
Nachhaltige Landschaftspflege
Bildung & Lebenslanges Lernen
Standortentwicklung
Gemeindeentwicklung
LEADER
Kultur
Biodiversität
Naturschutz
Umweltschutz
Tourismus
Wissenstransfer

Projektregion
Oberösterreich

Lokale Aktionsgruppe
LAG Region u.we (Urfahr West)

LE-Periode
LE 14–20

Projektlaufzeit
30.03.2017 -29.03.2020

Massnahme
Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

Teilmassnahme
19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

Vorhabensart
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

Projektträger
Gemeinde Gramastetten

Kurzbeschreibung

Vom Dornröschenschlaf erweckt ist die Jahresstiege zu einem beliebten Ziel geworden: für Sportlerinnen und Sportler, Naturliebhaberinnen und -liebhaber, Ruhesuchende, Botanikerinnen und Botaniker und Gärtnerinnen und Gärtner gleichermaßen. Auf Gramastettnerinnen und Gramatettner selbst und viele Wandernde aus Nah und Fern trifft man am „Machu Picchu des Mühlviertels“, wie die Jahresstiege von manch einem originellerweise genannt wird. Man findet hier die sportliche Herausforderung beim Erklimmen der 365 Stufen, Ruhe und Erholung und genießt den Ausblick. Die vielen Rastplätze laden dazu ein, Sonne zu tanken, einzutauchen in die Klänge von Wald und Rodl – idealerweise mit einem Picknick-Korb vom Gramaphon am Lieblingsplatzerl in der Kirleit’n.

Ausgangssituation

Um den Verfall der Jahresstiege, dem kulturellen Erbe und Naturjuwel Gramastettens, zu stoppen, vereinbarte die Marktgemeinde Gramastetten einen Bittleihvertrag mit der Pfarre Gramastetten. Im Frühjahr 2015 wurde das Areal um die Stiege im Auftrag der Gemeinde Gramastetten fachmännisch geschlägert und zur Revitalisierung als Kulturdenkmal auf Empfehlung der zuständigen Forstbehörde als Rodungsfläche beantragt. Die nötige Aufforstung wird auf Ersatzflächen im Gemeindegebiet erreicht.

Gleichzeitig rief die Gemeinde die Bevölkerung auf, Ideen für die Belebung dieses Areals zu sammeln. An die zwanzig Ideen wurden daraufhin eingereicht. Im Mai 2016 formierte sich eine Projektgruppe bestehend aus Mitgliedern des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Sport sowie Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde. Im ersten Schritt wurde mit allen Ideengeberinnen und Ideengebern in einem persönlichen Gespräch die weitere Vorgehensweise besprochen, die Ideen geschärft und die mögliche Gestaltung erstmals grob skizziert.

Im September 2016 wurden von der Gemeinde Angebote zur Projektbegleitung und -Planung eingeholt und der Auftrag im November 2016 an den Landschaftsplaner Christian Winkler vergeben. Die Kosten für die Planung und Projektbegleitung übernahm die Marktgemeinde Gramastetten. Eine erste Präsentation der Grundidee inklusive Diskussion fand im Dezember 2016 im Rahmen einer Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung statt. Als Resultat wurde eine klare Entwicklungs- und Nutzungsrichtung festgelegt, weitere engagierte Gramastettnerinnen und Gramastettner haben sich dem Projektteam angeschlossen. Im Rahmen des LEADER-Projektes soll die professionelle Sicherung und Herstellung der Terrassenmauern und die sanfte Erschließung dieses öffentlichen Naturraums gelingen.

Ziele und Zielgruppen

Die Marktgemeinde Gramastetten will die Jahresstiege als kulturelles Erbe, als Naturdenkmal und Wahrzeichen für die Region revitalisieren und in ihrer einzigartigen, identitätsstiftenden Form erhalten, als Naherholungsraum entwickeln und weiterhin gesichert zugängig machen. Die wertvollen Ideen und Anliegen der Bevölkerung in und um Gramastetten sollen in diesem Projekt realisiert und damit der Zusammenhalt und die Gemeinschaft im Ort und in der Region gestärkt werden. Das Alleinstellungsmerkmal dieses erhaltungswürdigen Natur- und Kulturdenkmals soll als Chance für die Region genutzt werden:

  • Ruhe und Erholungszone 

  • Begegnungsraum

  • Bewegungsraum 

  • Erlebnisraum – Naturbeobachtung 

  • Eines der wichtigsten Kulturgüter der Region als Teil unserer Geschichte für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Heimatkunde-Unterrichtes zugängig machen.


Projektumsetzung und Maßnahmen

Im Rahmen des LEADER-Projektes soll die professionelle Sicherung und Herstellung der Terrassenmauern und die sanfte Erschließung dieses öffentlichen Naturraums mit Verweilplätzen gelingen.

Sicherung und Herstellung der Steinmauern

Die Steinmauern wurden fachmännisch von der Firma Manfred Luger – Naturgartengestaltung gesichert und neu errichtet.

Wirksame Absturzsicherungen

Eine dezente Absturzsicherung soll die sichere Nutzung der frequentierten Terrassenbereiche ermöglichen. Je nach Themengestaltung wurden Geländer in Betonfundamenten mit Spannseiten und Spannseilen oder alternativ Wildrosenhecken als Abgrenzung zu abschüssigem Gelände angebracht. Über den Forstweg ist das Zentrum der Stiege ohne Stufen und daher für Familien mit kleineren Kindern, Schulklassen oder geh-eingeschränkte Menschen erreichbar. Der Forstweg spielt auch bei der Instandhaltung eine wesentliche Rolle. Eine durchgängige Absicherung auf Terrassen und Stufen mittels Geländer ist nicht vorgesehen, schwer zugängliche Bereiche werden gesperrt.

Zugangsbereich – Anschluss Wanderweg im oberen Bereich

Im Anschluss an den bestehenden Wanderweg vom Markt kommend werden Sitzgelegenheiten und Informationen zur Anlage den Weg zur Jahresstiege weisen. Im Einstiegsbereich wurde weit sichtbares und authentisches Landmark und eine Aussichtsplattform in Stahl-Holzkonstruktion errichtet, um einen Einblick in das gewaltige Naturdenkmal und ins Rodltal zu ermöglichen. Diese Plattform bietet zusätzlich die Möglichkeit des Innehaltens, Verweilens, Erholens, Sonnens, Jausnens und des Unterrichtens für Klassenausflüge im Rahmen des Heimatkunde-Unterrichts und darüber hinaus.