Grundbereitstellung für ökologische Anlagen - Zusammenlegung Ludweis

Themenbereich
Umwelt, Biodiversität, Naturschutz
Land- und Forstwirtschaft inkl. Wertschöpfungskette

Untergliederung
Landwirtschaft
Boden
Umweltschutz
Naturschutz
Biodiversität
Wasser

Projektregion
Niederösterreich

LE-Periode
LE 14–20

Projektlaufzeit
2015-2018

Projektkosten gesamt
89.531,00€

Fördersumme aus LE 14-20
80.046,00€

Massnahme
Investitionen in materielle Vermögenswerte

Teilmassnahme
4.4 Förderung für nichtproduktive Investitionen im Zusammenhang mit der Verwirklichung von Agrarumwelt- und Klimazielen

Vorhabensart
4.4.3. Nichtproduktive Investitionen – Ökologische Agrarinfrastruktur zur Flurentwicklung

Projektträger
Zusammenlegungsgemeinschaft Ludweis

Kurzbeschreibung

Bereitstellung von insgesamt 4,6 Hektar (ha) Grundflächen für 25 Anlagen im Rahmen eines 340 ha großen Zusammenlegungsverfahrens für die planmäßige Schaffung von grüner Infrastruktur im öffentlichen Interesse. Diese Flächen werden damit aus der Produktion genommen und zu naturnahen Vernetzungs- und Rückzugsstrukturen gestaltet. 

Mit dem Projekt werden zahlreiche landschaftsprägende Elemente (Böschungen, Hecken, Feldgehölze, Feucht- und Trockenwiesen) erhalten und langfristig gesichert. Neben dem Erhalt von bestehenden Strukturen werden auch neue Elemente (Hecken, Raine, Feucht- und Trockenwiesen, Obstbaumreihen) geschaffen, die für eine ausreichende Ausstattung mit naturnahen Strukturen sorgen. 

Durch die Erhaltung von Böschungen und die Anlage zusätzlicher Strukturen wird der Wassererosion entgegengewirkt. Die neuen Heckenzüge verbessern das Kleinklima. Wiesenflächen in Muldenlage dienen dem Wasserrückhalt und reduzieren Nährstoffeinträge in Oberflächen- und Grundwasser.

Ausgangssituation

Im Rahmen eines Zusammenlegungsverfahrens werden Grundstücke zu größeren und besser geformten Bewirtschaftungseinheiten zusammengfasst. Im Zuge dieser Maßnahme kommt es auch zu Entfernungen von Landschaftselementen (Grenzraine, Böschungen), die im Verfahren durch neue Anlagen ausgeglichen werden. Die begleitende Landschaftsplanung ist dabei bestrebt alle hochwertigen und landschaftsprägenden Strukturen zu erhalten und mit Ergänzungen zu einem funktionsfähigen Biotopverbund in die neu geformte Feldflur zu integrieren. Die Grundeigentümerinnen und -eigentümer in einem solchen Verfahren stellen dafür die erforderlichen Flächen zur Verfügung.

Ziele und Zielgruppen

Ziel ist ein funktionierender Biotopverbund, sowie eine ausreichende Ausstattung an naturnahmen Lebensräumen.

Projektumsetzung und Maßnahmen

Bereitstellung von Grundflächen um bestehende hochwertige Landschaftsstrukturen zu erhalten und mit Neuanlagen zu verbinden.

Ergebnisse und Wirkungen

Entfernte Landschaftselemente (vor allem Böschungen, Grenzraine) sind durch die neu angelegten Grünanlagen ersetzt worden. Der Landschaftscharakter konnte weitgehend erhalten und die Biotopausstattung insgesamt verbessert werden.

Erfahrung

Die Einbindung der Jägerschaft in den Planungs- und Umsetzungsprozess hat sich auf das Projekt positiv ausgewirkt.