Pro Musica Mallnitz

Themenbereich
Innovation
Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden

Untergliederung
Tourismus
Bildung & Lebenslanges Lernen
Gemeindeentwicklung
LEADER
Kultur
Klimaschutz
Klimawandelanpassung
Naturschutz
Umweltschutz
Wissenstransfer

Projektregion
Kärnten

Lokale Aktionsgruppe
LAG Großglockner Mölltal - Oberdrautal

LE-Periode
LE 14–20

Projektlaufzeit
05/18-04/20

Projektkosten gesamt
17.000,00€

Fördersumme aus LE 14-20
13.600,00€

Massnahme
Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

Teilmassnahme
19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

Vorhabensart
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

Projektträger
Pro Musica Mallnitz

Kurzbeschreibung

Pro Musica Mallnitz möchte mit einem hochkarätigen Angebot an klassischen Konzerten Mallnitz weiter- zu einem Zentrum der Musik- entwickeln. Dadurch soll den Gästen und den Menschen der Region ein zusätzliches hochwertiges Produkt angeboten werden. Die hohe Qualität sollte durch ausgewählte Künstlerinnen und Künstler garantiert werden. So konzertieren hauptsächlich Musikerinnen und Musiker der namhaftesten Österreichischen Orchester, darunter Mitglieder der Wiener Philharmoniker und des Radio Symphonieorchesters Wien. Aber auch lokale Künstlerinnen und Künstler sind durch Mitglieder des Kärntner Sinfonieorchesters repräsentiert.

Kunstvermittlung an Kinder und Jugendliche, Förderung junger Musikerinnen und Musiker
Ein weiterer Aspekt des Projektes umfasst die Kinder- und Jugendarbeit. Klassische Musik soll auch an ein junges Publikum vermittelt werden. Dies erfolgt über den „Mallnitzer Geigenkurs für Kinder“, der für interessierte junge Musiker einen einwöchigen intensiven Geigenkurs in Mallnitz anbieten.

Ausgangssituation

Die Gemeinde Mallnitz ist eine traditionelle Tourismusgemeinde mit zwei Saisonen.

Der Sommertourismus stützt sich vor allem auf das unvergleichliche Angebot an Wandermöglichkeiten in der einzigartigen Natur des Nationalparks Hohe Tauern. Mallnitz als klassisches Bergsteigerdorf blickt auf eine mehr als 140-jährige Tradition zurück, woraus dem Ort eine große alpine Kompetenz erwachsen ist. Ausgezeichnete Beziehungen zu zahlreichen deutschen Alpenvereinssektionen runden das Bild ab.

Die Wintersaison wird vor allem durch den alpinen Schisport geprägt. Mit dem Ankogel und dem Mölltaler Gletscher liegen die höchsten Schigebiete Kärntens in unmittelbarer Erreichbarkeit. Neben dem alpinen Schilauf wird zusätzlich das winterliche Angebot durch Langlauf, Freeriden, Schneeschuh- und Winterwandern und Tourenschilauf, etc. erweitert.

In Anbetracht der immer schwieriger werdenden Situation auf einem heißumkämpften Angebotsmarkt, fehlender Qualitätsbetten und angesichts stagnierender, bzw. sinkender Nächtigungszahlen soll versucht werden, über die klassischen touristischen Produkte hinaus durch zusätzliche interessante Angebote an Kunst und Kultur, das touristische Profil zu schärfen. Mallnitz hat sich in diesem Bereich bereits einen guten Ruf erarbeitet. Um eine weiterführende Strategie zu entwickeln und das Potential und die Chancen im Kulturtourismus auszuloten, wurden vom Verein Pro Arte Mallnitz und dem Tourismusverband Mallnitz im Dezember 2015 und Jänner 2016, die „1. Mallnitzer Kunstwintertage“, ein dreiteiliges Symposium zu den Fragestellungen „Kärntner KUNST - ein Imagevorsprung“ und „Wie kann Kunst den Tourismus fördern?“, organisiert. Zahlreiche hochkarätige Referentinnen und Referenten konnten dafür gewonnen werden.

Als Fazit werden sich in Mallnitz die beiden Vereine Pro Musica Mallnitz (klassische Musik) und Pro Arte Mallnitz (int. moderne bildende Kunst) künftig noch stärker engagieren. Mit diesem Projekt wird auch an die Tradition der „klassischen Sommerfrische“ angeknüpft, die sich neben Erholung und Entspannung auch stets durch gehobene und kultivierte „Unterhaltung“ und kulturellen Diskurs ausgezeichnet hat. 



Ziele und Zielgruppen

Bei dem Projekt „Pro Musica Mallnitz“ wird einerseits die heimische Bevölkerung angesprochen, das attraktive Kulturangebot zu nutzen, andererseits stellt die Initiative eine wesentliche Angebotserweiterung für den Tourismus dar.

Nicht nur Gäste der Region, sondern auch Tagesgäste werden animiert, das kulturelle Angebot wahrzunehmen und den Urlaub mit einem musikalischen Highlight aufzuwerten. Insofern fungiert das Kulturangebot als wichtiger touristischer Anziehungspunkt für den Tauernort Mallnitz.

Kindern und Jugendlichen wird durch das Konzertangebot der Zugang zu gehobener Musik ermöglicht. Weiters stellt die Chance zur Teilnahme an den Geigenkursen eine sinnvolle Alternative zur Feriengestaltung dar und schafft die Voraussetzung, ein Musikinstrument auf ambitionierter Basis zu erlernen und durch erste Auftritte sich vor Publikum zu beweisen.

  • Die heimische Bevölkerung
  • Kinder, Jugendliche
  • Touristinnen und Touristen, Gäste der Region und auch Tagesgäste
  • Kulturliebhaberinnen und -liebhaber


Projektumsetzung und Maßnahmen

Konzertreihe Pro Musica Mallnitz
Im Rahmen der Konzertreihe Pro Musica Mallnitz sind jährlich rund 12 bis 14 Konzerte geplant. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Sommermonaten von Mitte Juli bis Anfang September, mit wöchentlich einem Konzert. Zusätzlich gibt es um die Jahreswende noch zwei und in der Karwoche ein weiteres Konzert. Die Konzerte finden in der akustisch hervorragenden Mallnitzer Pfarrkirche, beziehungsweise im Tauernsaal, statt. 

Sonderkonzert
Pro Musica Mallnitz ist es wichtig, Musik auch an unkonventionellen Orten zu spielen, um damit Aufmerksamkeit zu erzielen und neue Publikumsschichten zu gewinnen. Geplant ist ein Konzert in der 2.565 m hohen Alpenvereinsschutzhütte „Hannoverhaus“. Zum einen wird damit ein Bezug hergestellt zu Mallnitz als Bergsteigerdorf und den guten Beziehungen zu den Alpenvereinssektionen, zum anderen wird dem Motto „Festspiele im Nationalpark Hohe Tauern“ in besonderer Weise entsprochen und dem Zusammenspiel von Kultur und Natur in Mallnitz Ausdruck verliehen. 



Ergebnisse und Wirkungen

Pro Musica Mallnitz ist ein Verein, der sich seit 1988 erfolgreich um die Pflege der Klassischen Musik bemüht. Mit einem hochkarätigen Angebot an klassischen Konzerten will sich Mallnitz weiter zu einem Zentrum der Musik entwickeln und allen Menschen der Region aber auch allen Touristen ein attraktives Zusatzangebot anbieten. 

Die hohe Qualität des Dargebotenen soll durch ausgewählte Künstlerinnen und Künstler garantiert werden. So konzertierten im angegebenen Zeitraum hauptsächlich Musiker der namhaftesten österreichischen Orchester, darunter Mitglieder der Wiener Philharmoniker (mehrfache Konzerte mit Rainer Küchel, ehemaliger erster Konzertmeister der Wiener Philharmoniker) und des Radio Symphonieorchesters Wien. Aber auch lokale Künstlerinnen und Künstler sind durch Mitglieder des Kärntner Symphonieorchesters repräsentiert.

Wir sind besonders stolz, dass mit dem Minetti Quartett eines der besten jungen österreichischen Streichquartette und mit dem jungen österreichischen Star-Geiger Emmanuel Tjeknavorian, der gerade auf dem Sprung zur absoluten Weltkariere ist, großartige junge Künstlerinnen und Künstler in Mallnitz mehrfach gastierten.

Im Rahmen der Konzertreihe Pro Musica Mallnitz fanden in den Sommermonaten jeweils neun bis zehn Konzerte statt. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Monaten von Mitte Juli bis Anfang September, mit wöchentlich einem Konzert. Zusätzlich gab es um die Jahreswende noch zwei weitere Konzerte. Die Konzerte finden in der akustisch hervorragenden Mallnitzer Pfarrkirche, beziehungsweise im Tauernsaal statt.