Mittelalterlicher Kräutergarten auf der Burgruine Prandegg

Themenbereich
Umwelt, Biodiversität, Naturschutz
Innovation

Untergliederung
Boden
Wissenstransfer
Bildung & Lebenslanges Lernen
Standortentwicklung
LEADER
Gesundheit
Kultur
Biodiversität
Naturschutz
Tourismus
Nachhaltige Landschaftspflege
Innovation

Projektregion
Oberösterreich

Lokale Aktionsgruppe
LAG Mühlviertler Alm

LE-Periode
LE 14–20

Projektlaufzeit
Juni 2021-31.12.2021

Massnahme
Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

Teilmassnahme
19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

Vorhabensart
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

Projektträger
Burgverein Prandegg

Kurzbeschreibung

Die Anlage von Kräutergärten an Burgen hat eine lange Tradition. Zur Selbstversorgung wurden verschiedene Arten von Nutzgärten angelegt: Obstgärten, Gemüsegärten und Kräutergärten.
Der Kräutergarten, in dem Pflanzen für die Verarbeitung in der Küche und der Herstellung von Heilmitteln gezogen wurden, war ebenso ein Ort der Stille und Ruhe.
Die Burgruine Prandegg zählt mit einer Länge von cirka 140 Metern und einer verbauten Fläche von 2.435 Quadratmetern zu den größten Burgen des Landes. Um die Burg zu pflegen und das Areal für Besucher noch attraktiver zu gestalten, werden jedes Jahr drei Wochen für Instandhaltungs- und Pflegearbeiten von freiwilligen Helferinnen und Helfer investiert.

Ausgangssituation

In den Fünfziger- und Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts fanden die ersten Erhaltungsarbeiten statt. Ab 1995 begannen freiwillige Helferinnen und Helfer, unter der Leitung des Bundesdenkmalamtes, den weiteren Verfall der Burg zu verhindern und den Istzustand zu stabilisieren. Hätten nicht diese unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfer tausende Arbeitsstunden in die Erhaltung der Burg Prandegg investiert, würde sie heute nicht mehr so gut erhalten sein.

Bisherige umgesetzte Projekte des Burgvereines im Umfeld der Burgruine Prandegg:

  • Der Burgrundweg mit Brücken und Aussichtsplattformen.
  • Museum und Führungen
  • Nachbau eines historischen Kalkbrennofens
  • Taverne und Kulturstube
  • Naturarena mit temporärer Bühnenüberdachung für Veranstaltungen und Theateraufführungen

Der Wunsch für dieses Projekt entstand für drei Schönauer im Zuge einer Ausbildung zur Wildkräuterpädagogin und zum Wildkräuterpädagogen am Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI). 



Ziele und Zielgruppen

Das Nebeneinander von Kräutern und Blumen in frühmittelalterlichen Gärten zeigt die enge Verbindung medizinisch, magischer und ästhetischer Vorstellungen.

Der Kräutergarten wird mit Kräutern, die in unserer Region heimisch sind bepflanzt. Hier dient als Anlehnung das Buch "Die 12 Kräuter am Johannesweg". Die in diesem Buch beschriebenen Kräuter findet man auch in den Pflanzenschriften des Mittelalters.
Der Standort des Kräutergartens am Areal der Burgruine wurde durch die Kräuterpädagoginnen und Kräuterpadagogen gewählt.
Die am Burgareal vorhandene Infrastruktur kann sowohl bei Schön- oder Schlechtwetter für weiterführende Workshops genutzt werden. 

Ziele

  • Ein Kräutergarten bietet Inspiration sowie Weiterbildung der Burgbesucherinnen und Burgbesucher
  • Wildkräutergärten und Wildobststräucher bieten einen schönen Anblick, beschenken mit schmackhaften und gesunden Früchten und erfreuen sich in den letzten Jahren wieder großer Beliebtheit.
  • Der Kräutergarten dient der Steigerung der Attraktivität des Burgareals als Ausflugsziel und bietet die Grundlage für künftige Workshops.


Projektumsetzung und Maßnahmen

  • Im Rahmen der Planung wurden verschiedene Kräutergärten besucht, um sich weitere Inspirationen für die Umsetzung zu holen wie zum Beispiel der Hirschbacher Kräutergärten, Hedwigsgartl, FNL-Kräutergarten der Gärtnerei Schützenhofer
  • Die in Hanglage angelegten Kräuterbeete sind mit Trockenmauern eingefasst und durch Schotterwege verbunden.
  • Das Areal der Kräuterbeete umfasst ca. 100 Quadratmeter. In weiterer Folge könnte ein weiterführender Schotterweg durch eine Reihe von Wildobststräuchern auf weiteren 100 Quadratmetern angelegt werden.
  • Ausgesuchte Wildkräuter und Wildobststräucher werden mit hochwertigen Beschriftungstafeln inklusive Abbildungen und Beschreibungen der Pflanzen versehen.