Köhlerwoche in St. Leonhard bei Freistadt - Wissensvermittlung Altes Handwerk

Themenbereich
Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden

Untergliederung
Wald
Boden
Kultur
LEADER
Bildung & Lebenslanges Lernen
Wissenstransfer
Innovation

Projektregion
Oberösterreich

Lokale Aktionsgruppe
LAG Mühlviertler Alm

LE-Periode
LE 14–20

Projektlaufzeit
Juni 2022-Dezember 2022

Massnahme
Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

Teilmassnahme
19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

Vorhabensart
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

Projektträger
Fritz Frühwirth und Gerhard Piber

Kurzbeschreibung

Die Köhlerei erlebte in Mitteleuropa zu Beginn der Eisenzeit die erste Blüte. Der Einfluss der Köhlerei und ihre Produkte (Holzkohle, Teer und Holzessig) haben die Menschheitsgeschichte sehr beeinflusst und positiv verändert. Die Köhlerei ist wahrscheinlich der älteste Waldberuf und somit auch als älteste chemisch-technologische Handlung der Menschheit zu betrachten. Das Projekt wurde initiiert, um die Fertigkeiten des Köhlerns den Menschen in Erinnerung zu rufen und diese für die Bewohnerinnen und Bewohner der Region zu dokumentieren.

Ausgangssituation

Geköhlert wurde in St. Leonhard bei Freistadt für die Hammerschmiede in Hammerl und in Riedlhammer zur Erzeugung von Sägen und Sensen, die im 18. Jahrhundert bis Russland verkauft wurden. Wie funktioniert das Köhlern An einem von Wind geschützten Platzerl nahe Wald und Wasser wird ein Zündkanal gegraben, dann werden im Kreis Scheiter aufgelegt. Es werden Schwartlinge auf die Scheiter gelegt; zur Regulierung der Luft. Die Scheiter zum Verkohlen werden auf die vorbereitete Brücke pyramidenförmig geschlichtet. Es kommen Fichtenäste darauf, dann wird der schon erkennbare Meiler schwarz gemacht, das heißt, er wird mit Kohllösch (verbrannter Erde) zugedeckt. In den Zündkanal unter der Brücke wird eine brennende Lunte eingeführt, danach müssen die Züge reguliert werden. Beginnen die angestochenen Löcher im oberen Drittel blau zu rauchen, ist das Holz in Kohle umgewandelt. Und so wird bis unten zur Brücke weitergearbeitet. Einen Tag ruhen lassen, dann beginnt die Ernte der Kohle.

Ziele und Zielgruppen

Ziele: Bewahrung von regionalem kulturellem Erbe Kulturvermittlung an Schülerinnen und Schüler und interessierte Gruppen Dokumentation vom Nachstellen des Köhlerns in Form von einem Film und einem Fotobuch Erstellung Film und Fotobuch für Bibliotheken und Schulen der Region

Projektumsetzung und Maßnahmen

Es geht darum die Fertigkeiten des Köhlerns den Menschen in Erinnerung zu rufen und diese für die Bewohnerinnen und Bewohner der Region zu dokumentieren. Im Oktober 2022 fand das Schauköhlern bei der Kameradschaftshalle der Freiwilligen Feuerwehr Langfirling statt.
Das Programm gliederte sichj wie folgt:
1. Oktober Zusammenbau des Meilers um 14.00 Uhr Entzünden des Meilers mit der Köhlerliesl
2.-6. Oktober: Wache beim Meiler und Information übers Köhlern
7. Oktober: Herunterfahren des Meilers, Wache und Information übers Köhlern
8. Oktober Kohlenernte: anhand von Schautafeln beziehungsweise Fotos wurden der Zusammenbau, das Innenleben, der Ablauf und die Umwandlung von Holz zur Holzkohle erklärt.

Maßnahmen:
  • Kameradschaftshalle der Freiwilligen Feuerwehr Langfirling für Bewusstseinsbildung in dieser Woche adaptieren (Köhlerhütte, Schautafeln,…)
  • Filmaufnahmen Mühlviertel TV und Erstellung Kurzfilm 
  • Fotografieren Andreas Walch und 
  • Druck Fotobuch