Wanderausstellung „Wert der Lebensmittel“

Lebens.Mittel.Wert

Themenbereich
Land- und Forstwirtschaft inkl. Wertschöpfungskette
Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden
Umwelt, Biodiversität, Naturschutz
Klimaschutz und Klimawandel
Innovation
Kulinarik

Untergliederung
Landwirtschaft
Bildung & Lebenslanges Lernen
LEADER
Nahversorgung
Gesundheit
Jugend
Klimaschutz
Biodiversität
Umweltschutz
Direktvermarktung
Kurze Versorgungsketten
Wertschöpfung
Nachhaltige Landschaftspflege
Lebensmittelverarbeitung
Kulinarik
Tierwohl
Boden
Wissenstransfer

Projektregion
Oberösterreich

Lokale Aktionsgruppe
LAG Eferdinger Land

LE-Periode
LE 14–20

Projektlaufzeit
01.07.2020-26.07.2023

Projektkosten gesamt
150.704,16€

Fördersumme aus LE 14-20
120.000,00€

Massnahme
Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

Teilmassnahme
19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

Vorhabensart
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

Projektträger
ARGE Wanderausstellung

Kurzbeschreibung

Gesundheit und Ernährung spielen im Leben jeder und jedes Einzelnen eine große Rolle, Prävention wird der Schlüssel für eine gesund alternde Bevölkerung sein. Der Wert der Lebensmittel soll daher wieder mehr in das Bewusstsein gerückt werden, immerhin sind Lebensmittel unverzichtbare „Mittel zum Leben“.

Die Vision lautet: Eferdig, das fruchtbarste Becken Österreichs, ist DAS Zentrum für Gesundheit und Ernährung in Oberösterreich (OÖ)/ Österreich. Es soll ein „Mini-Alpbach der Ernährung“ im Eferdinger Land etabliert werden. Projekte zur Wissensvermittlung werden umgesetzt. Eines davon ist eine Wanderausstellung zum Thema „Wert der Lebensmittel“ für die Zielgruppe 10 bis 15-jährige Jugendliche (Schülerinnen und Schüler). Die Ausstellung soll in Kooperation mit den Bezirksbauernkammern und Bezirksbäuerinnen ausgehend von Eferding in die Bezirke „wandern“. Außerhalb des Schuljahres soll die Ausstellung einen fixen Platz (Schloss Starhemberg) oder bei Bedarf auch an anderen Orten finden.

Ausgangssituation

Seit 800 Jahren wird in der Region Eferding Gemüse kultiviert, mehr als 70 Gemüsearten mit über 1.000 Sorten werden über das Jahr geerntet. Seit fast 10 Jahren gibt es in der Region Eferding die Idee eines „Gemüse-Kompetenzzentrums“. Aus dem rein landwirtschaftlichen Thema „Gemüse“ ist in den letzten Jahren ein sektor-übergreifendes Thema geworden.

Landwirschaft, Wirtschaft, Tourismus, Bildungseinrichtungen, die Gemeinden bis hin zu Sportvereinen haben die Themen Lebensmittel, Ernährung, Gemüse und natürlich auch Obst aufgegriffen und in den verschiedensten Institutionen und Initiativen spielen regional produzierte Lebensmittel eine Rolle. Wie ein roter Faden ziehen sich Kulinarik, Gemüse, Obst und regionale Lebensmittel durch alle Segmente des Lebens- und Wirtschaftsraums Eferding: Landwirtschaft (Produktion und Vermarktung), Konsumentinnen und Konsumenten (Ernährung, Wissensvermittlung, regionaler Einkauf), Betriebe (Verarbeitung, Vermarktung, Dienstleistungskette, Arbeitsplätze), Gastronomie und Tourismusbetriebe (Kulinarik, Ernährung, Bewegung), Bildungseinrichtungen (Bildungs- und Vermittlungsauftrag) Ärzteinnen und Ärzte und Thearpeut:innen (Prävention), Sportvereine (gesunde Ernährung als Ergänzung zu Sport und Fitness), Öffentliche Hand (regionale Identität, Regionsmarketing) Gesundheit und Ernährung spielen im Leben jeder und jedes Einzelnen eine große Rolle. 

Ziele und Zielgruppen

Mit einer Wanderausstellung zum Thema „Wert der Lebenmittel“ sollen 10 bis 15-jährige Jugendliche sensibilisiert und informiert werden.
Informationskapitel werden definiert - mit Hilfe von Bildern, Texten, digitalen und interaktiven Elementen wird das Wissen vermittelt. Ein entsprechendes Ausstellungskonzept mit Definition der zu verwendenden Materialen und der Form der Präsentation der Inhalte wurde vom Autragnehmer in Kooperation mit der ARGE entwickelt. Die Möglichkeit einer thematischen Erweiterung wurde bei der Erarbeitung des Ausstellungskonzeptes bereits zu Beginn mitgedacht. 

Die Ausstellung ist transportabel, und soll während der Schuljahre in den Schulen des Bezirkes und darüber hinaus unterwegs sein. In den Ferienzeiten soll die Ausstellung im Eferdinger Land (zum Beispiel im Schloss Starhemberg) aufgebaut und gezeigt werden. Ausgehend vom Eferdinger Land wird die Ausstellung durch OÖ (eventuell auch darüber hinaus) „wandern“. In Kooperation mit regional ansässigen Vertreterinnen und Vertretern der Bezirksbauernkammern und den Bezirks- und Ortsbäuerinnen soll die Ausstellung in Schulen und an anderen geeigneten Orten und bei Bedarf im Rahmen von Veranstaltungen gezeigt werden.

Projektumsetzung und Maßnahmen

Es wurden acht Ausstellungstürme und ein Medienturm, realisiert als Holzstecktürme mit je einem Schwerpunktthema, gebaut. Die Türme enthalten interaktive Module; zum einfachen Transport gibt es passgenaue Holzkisten.

Folgende Maßnahmen waren notwendig:
Erarbeitung eines passenden, mobilen Ausstellungskonzeptes; Partner:innensuche: Fachexpertinnen und -experten, Ausstellungskuratorinnen und -kuratore, Sponsor:innen; Recherche; Gliederung und Strukurierung der Ausstellung; Sammlung und Sichtung der Fotos für die Ausstellungstürme, Erarbeitung der Texte für die Ausstellungstürme; Erarbeitung der Texte für die Pädagoginnen und Pädagogen-Handreiche (Erläuterungen der Ausstellung, Turmbeschreibungen, Anleitungen für die interaktiven Elemente,...); Grafische Aufbereitung der Turmplatten inklusive Text- und Fotogestaltung; Text und Grafik für Flyer

Ergebnisse und Wirkungen

Der wichtige Standortfaktor Landwirtschaft im Eferdigner Land kooperiert mit den Bildungseinrichtungen in der Region. Es wurde ein Konzept zur gemeinsamen Qualifizierung diverser Personen(gruppen) entwickelt und umgesetzt. Neue Kooperationen sind entstanden und werden durch das Projekt noch entstehen (speziell Landwirtschaft und Bildungseinrichtungen).
Die Zielgruppen erhalten fundiertes Wissen über Sortenvielfalt und traditionelles bäuerliches Wissen. Bewusstseinsbildung zum Schutz und Pflege der Natur- und Kulturlandschaft passiert, regionales Kulturgut wird gezielt präsentiert, die Wertschätzung an regionalen Lebensmitteln wird gestärkt.