Neues Modell zur Bewertung des "regionalen Mehrwerts" regionaler Produkte

Themenbereich
Land & Forst
Umwelt & Klima
Leader & Regionen

06.02.2019

Das FiBL „Regionaler Mehrwert“-Modell bewertet den sozio-ökonomischen Mehrwert, der durch regionale Produkte aus Sicht der Nachhaltigkeit in einer Region entsteht. Es bezieht Produktion, Verarbeitung und Vermarktung eines Lebensmittels entlang der Wertschöpfungskette (WSK) mit ein und umfasst folgende Themen:
  • Produkteigenschaften; z.B. Herkunft der landwirtschaftlichen Rohstoffe und Produktzutaten, Rückverfolgbarkeit der Zutaten, regionaltypisches Produkt,…
  • Regionale Resilienz; z.B. Vernetzung zwischen den Akteurinnen und Akteuren der WSK und regionalen Akteurinnen und Akteuren, Kooperation unter den Landwirtinnen und Landwirten, Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,…
  • Betriebliche Resilienz; z.B. Stabilität der Liefer- und Absatzbeziehungen, ökonomische Stabilität der Unternehmen,…
  • Regionale Wertschöpfung; z.B. Arbeitskräfte aus der Region, regionale Beschaffung, regionaler Absatz, nachhaltige Investitionen, …

Das Modell arbeitet mit insgesamt 28 sozio-ökonomischen Indikatoren, die durch Expertinnen und Experten erarbeitet und gewichtet wurden. Es basiert auf wissenschaftlicher Literatur und greift auf statistische Hintergrunddaten (z.B. Leistungs- und Strukturstatistik, Registerzählung u.a. der Statistik Austria, Grüner Bericht) zurück.

Bisher wurde der „regionale Mehrwert“ in Österreich für ca. 400 regional ausgelobte Bio-Produkte ergänzend zu Produkt-Ökobilanzierungen angewendet.

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