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    Studie zur Optimierung der Mountainbike Route

    Schirmprojekt

    Themenbereich
    Land- und Forstwirtschaft inkl. Wertschöpfungskette

    Untergliederung
    Alm- & Berglandwirtschaft

    Projektregion
    Tirol

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG Regionalmanagement Wipptal

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    16.09.2016-30.05.2017 (geplantes Projektende)

    Projektkosten gesamt
    7.560,00 €

    Fördersumme aus LE 14-20
    6.048,00 €

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    Regionalmanagement Wipptal

    Kurzbeschreibung

    Studie zur naturschonenden und almwirtschaftlichen Optimierung der Mountainbike Route vom Obernberger See zum Sandjoch.

    Ausgangssituation

    Für die künftige Entwicklung der Gemeinde Obernberg ist u. a. die Verfolgung der folgenden 3 Ziele wichtig:

    - Aufrechterhaltung der traditionellen Landwirtschaft und insbesondere der Almwirtschaft
    -Förderung des sanften Tourismus, dazu gehören Bergwandern, Schitourengehen, Radfahren, Verbesserung der dafür notwendigen Infrastruktur wie Wanderwege und Radwege
    - Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden insbesondere auch mit der Nachbargemeinde Gossensaß/Brenner in Südtirol

    In der letzten Interreg Periode hat sich die Zusammenarbeit zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wipptal intensiviert. Dabei wurde unter anderem als Entwicklungspotential der Bereich Tourismus definiert. Dabei ist ein nachhaltiger Tourismus gemeint, Darunter fallen Bereich wir Radtourismus. Was sich besonders in der „Grenzregion“ anbietet, sind Mountainbike Trassen. Genau diesen Zielen dient in umfassender Weise unser Projekt Sandjochweg. Das Sandjoch ist ein seit vielen Jahrhunderten genutzter Übergang zwischen Obernberg und unserer Nachbargemeinde Gossensaß. Der Übergang wird bereits jetzt von Wanderern und Mountainbikern häufig genutzt, wobei die Mountainbiker teilweise auf dem sehr steilen Wanderweg fahren bzw. „wild durchs Gelände“.
    Wir haben mit der Nachbargemeinde Gossensaß im Rahmen der Zusammenarbeit in der Region Wipptal auf beiden Seiten des Brenners vereinbart, dass der Übergang Sandjoch für den sanften Tourismus (Wandern, Radfahren) verbessert werden soll und dass dadurch der alte Übergang zwischen Obernberg und Gossensaß wieder hergestellt werden soll.
    Vor der Planung des Projektes Sandjochweg werden Alternativen überprüft:

    - Weg über das Portjoch: der Weg zum Portjoch führt durch einen steileren Hang als zum Sandjoch. Unterhalb des Portjochs sind große Feuchtgebietsflächen. Auf Südtiroler Seite gibt es keinen sicheren Anschluss an das Militärstraßennetz. Der Weg hinunter nach Pflersch ist sehr steil und gefährlich und für Mountainbiker nicht zumutbar. Aus diesem Grund scheidet das Portjoch für einen Ausbau auf Obernberger Seite für Mountainbiker aus.
    - Sandjoch: der bestehende Weg führt im unteren Teil durch steile Bergmahder mit vielen Feuchtgebieten, wo ein flacherer Weg sehr schwierig anzulegen wäre.
    - Wegverbindung Portissen – Trackmoosalm: wäre technisch machbar, viel länger, steilere Hänge, vom Obernberger See sichtbar.
    - Wegbau über die Padrinsalm und Trackmoosalm mit Einbindung in den oberen Teil des Sandjochweges: hier führt bereits ein Traktor-befahrbarer Weg bis in 1860 m Seehöhe. Für den Hochleger der Padrinsalm (Trackmoosalm) ist eine Wegerschließung notwendig, die mit der Mountainbikenutzung gemeinsam verwirklicht werden kann. Es wurde daher diese Variante als einzig vernünftige machbare ausgewählt. Um die Möglichkeiten der Trassierung im Bereich Obernberger See zum Sandjoch zu prüfen, soll eine Studie dazu in Auftrag gegeben werden.

    Ziele und Zielgruppen

    Die Zielsetzung der Studie ist, eine geeignete Trassierung für den Mountainbike Radweg zum Sandjoch unter ganzheitlicher Betrachtung zu finden. Damit ist gemeint, dass sowohl auf die almwirtschaftliche Nutzung, den besonderen Naturraum mit Flora und Fauna, als auch das Freizeitverhalten der Menschen in die Betrachtung einfließen sollen.
    Die Studie beinhaltet die Planung der Trasse, mit den oben beschriebenen Aspekten zur weiteren Verwendung der Gemeinde Obernberg. Dies bietet die Grundlage, um eine Entscheidung in der Gemeinde und im Tourismusverband zu erwirken, wie und ob eine Weiterführung des Interreg- Projektes umgesetzt werden soll.

    Projektumsetzung und Maßnahmen

    Es fand eine Ausschreibung zur Studie statt und nach dem Bestbieterprinzip wird die Vergabe entschieden. Die Ausschreibung beinhaltet die Aspekte:

    • Planung und Ausstecken einer Wegtrasse in der Natur von Feichtern (Wegende des bestehenden Weges ca. 1860 m Seehöhe) bis in den Bereich des Hochlegers in der Nähe des Trackmooses (ca. 1990 m Seehöhe)
     

    • Planung des Weges als Almweg, der für landwirtschaftliche Fahrzeuge befahrbar ist und für den Viehtrieb geeignet ist mit einer Fahrbahnbreite von ca. 2,5 m Ø Naturkundefachlich wertvolle Biotope insbesondere die Feuchtgebieten im Bereich „Feichter“ und „Trackmoos“ und deren Schutzmaßnahmen werden dargestellt.

    Die Studie ist in Abstimmung mit dem naturkundefachlichen Sachverständigen des Umweltreferates der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck und mit den Grundbesitzern und der Gemeinde Obernberg durchzuführen.