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    Haselfichte

    Bewusstseinsbildung zur Nutzung der Haselfichte als Klangholz

    Themenbereich
    Land- und Forstwirtschaft inkl. Wertschöpfungskette
    Umwelt, Biodiversität, Naturschutz

    Untergliederung
    Forstwirtschaft
    Kultur

    Projektregion
    Vorarlberg

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG REGIO-V Regionalentwicklung Vorarlberg

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    15.06.2016-31.05.2017

    Projektkosten gesamt
    30 000,00 €

    Fördersumme aus LE 14-20
    18 000,00 €

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    Museumsverein Klostertal

    Kurzbeschreibung

    Das Wissen um die Haselfichte als Klangholz gehört zum Unesco-Kulturerbe. Seit mehreren Jahren sucht und nutzt der in Tirol beheimatete Verein Forum Haselfichte auch die im Klostertal in Vorarlberg vorkommenden Bestände dieser besonderen Wuchsform der Gemeinen Fichte. Diese werden für die künstlerische Verwendung als Klangkörper verwendet. In der Region ist das Bewusstsein um diese Nutzung als Wertholz unter anderem für den Instrumentenbau noch wenig verankert. Das Projekt will mittels eines Symposiums mit Fachvorträgen und künstlerischem Rahmen sowie einem begleitenden Vermittlungsprogramm das Wissen um die „Klostertaler Haselfichte“ für WaldbesitzerInnen, Handwerker und die interessierte Bevölkerung weitergeben. Dabei soll besonders auf die Einbindung von Kindern und Jugendlichen Wert gelegt werden. Die Dokumentation des Projekts erfolgt mittels einer Broschüre im Rahmen der Kleinen Schriftenreihe des Museumsvereins Klostertal, eines Dokumentarfilms und einer Wanderausstellung.

    Ausgangssituation

    Seit rund 20 Jahren beschäftigt sich eine Gruppe von interessierten Personen mit dem Phänomen „Haselfichte“. Das Holz wird dabei bewusst ausgesucht, gesammelt und verarbeitet. ForstbeamtInnen, WissenschaftlerInnen, InstrumentenbauerInnen, BildhauerInnen, ArchitektInnen etc. haben sich zusammengeschlossen, um alle Interessierten zu vernetzen, das alte Wissen zu sammeln, schriftlich zu dokumentieren, wissenschaftlich aufzuarbeiten und in die Försterausbildung einzubringen. Seit etwa acht Jahren beschäftigen sich – gefördert durch den Verein – auch österreichische KünstlerInnen speziell mit diesem Holz und schaffen neuartige Klangskulpturen und Instrumente, welche von BerufsmusikerInnen in öffentlichen Aufführungen schon mehrfach bespielt wurden. Dazu gesellten sich im Laufe der Zeit Instrumentenbauer, die das gewonnene Holz für den Geigen- und Gitarrenbau nutzen. Das Wissen um die Haselfichte als Klangholz wurde mittlerweile auch in die Liste des immateriellen Kulturerbes in Österreich eingetragen. Durch Dr. Helene Keller, die aktiv in das Vereinsgeschehen eingebunden ist, fanden einige Mitglieder den Weg ins Klostertal und den Kontakt zum Museumsverein Klostertal. Nachdem in der Region ein Bestand an sehr gut nutzbaren Haselfichten festgestellt werden konnte, soll nunmehr in diesem Projekt das Bewusstsein um das alte Wissen um die Haselfichte als Klangholz gefördert werden und WaldbesitzerInnen im Klostertal verstärkt ermutigt werden dieses Wertholz bei Submissionen zu handeln.

    Ziele und Zielgruppen

    Ziel des Projekts ist es, durch die Organisation und Durchführung eines fachlichen und künstlerischen Symposiums mit entsprechenden begleitenden Veranstaltungen/Exkursionen sowie einer Wanderausstellung mit entsprechender Dokumentation das Bewusstsein für das Vorkommen der Haselfichte im Klostertal zu steigern. Besonders Waldbesitzer und –nutzer sollen dadurch auf dieses Wertholz aufmerksam gemacht werden, das bisher oft weit unter Wert verkauft wurde. Gleichzeitig soll die Vernetzung zum Thema „Haselfichte“ in der Leader Region Vorderland-Walgau-Bludenz begonnen werden. Durch die Mitarbeit des „Waldverband Vorarlberg“ wird das Bewusstsein für die Nutzung von Werthölzern weit über das Klostertal hinaus gestärkt.

    Projektumsetzung und Maßnahmen

    Die Inhalte des Projekts sind in fünf Arbeitspakete gegliedert, wobei neben dem Projektmanagement und einer begleitenden Öffentlichkeitsarbeit der zentrale Teil aus der Gestaltung und Präsentation einer Wanderausstellung sowie der Organisation und Durchführung eines Haselfichten-Symposiums im Klostertal Museum besteht, das im Sommer 2016 über die Bühne gehen wird. In einem möglichen Kleinprojekt in der LEADER Region Vorderland-Walgau-Bludenz soll es möglich werden die Wanderausstellung an zwei bis drei Standorten zu präsentieren sowie ein entsprechendes Rahmenprogramm mit Fachvorträgen und Exkursionen sowie die Bewerbung des Symposiums im Klostertal Museum durchzuführen. Das Projekt – und dabei insbesondere das Symposium – werden schließlich mittels eines Films und einer Publikation in der Kleinen Schriftenreihe des Museumsvereins Klostertal im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit dokumentiert.