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    Gasthaus 2020

    Strukturwandel in der Gastronomie und Gasthaus 2020

    Themenbereich
    Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden
    Kulinarik

    Untergliederung
    Tourismus
    Betriebswirtschaft
    KMUs, Gewerbe & Wirtschaft
    Nahversorgung
    LEADER
    Kulinarik
    Gastronomie

    Projektregion
    Vorarlberg

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG Vorderland - Walgau - Bludenz

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    12.6.2017-31.3.2018

    Projektkosten gesamt
    16.338,00

    Fördersumme aus LE 14-20
    9.802,80

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    Verein Dörfliche Lebensqualität und Nahversorgung

    Kurzbeschreibung

    Dieses Projekt beleuchtete das Gasthaussterben in Vorarlberg und die Auswirkungen des Strukturwandels in der Gastronomie. Das "Gasthaussterben" wurde nicht nur vor dem Hintergrund bürokratischer Hürden betrachtet, sondern auch vor dem Hintergrund veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedigungen und veränderter Wirtschafts- und Standortstrukturen im Gastronomiebereich.

    Auf Basis einer Analyse der Entwicklungen im gastronomischen Sektor, sowie damit in Zusammenhang stehender Wirtschaftsbereiche, wurden fünf (zum Teil leerstehende oder mindergenutzte) Gasthäuser in fünf Gemeinden der LAG VWB auf ihre bauliche Substanz, ihre Geschichte und auf ihre Funktionen in den jeweiligen Gemeinden hin untersucht. Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKV war Partner des Projekts.

    Ausgangssituation

    Aufgrund des veränderten Konsumverhaltens, veränderter Strukturen im Gastronomiebereich und allgemein gesellschaftlicher und bürokratischer Veränderungen verlieren traditionelle Einrichtungen wie das Gasthaus, das Pub, die Taverne in allen Teilen Europas erheblich an Bedeutung. Die Gebäude selbst sind in Stein gemeißelte Monumente der Ortsgeschichte, mit dem viele Geschichten und Funktionen verbunden sind.

    Für viele ländliche Gemeinden bedeutet die Schließung eines Gasthauses gleichzeitig den Verlust einer Gemeinschaftseinrichtung und eines Teils der lokalen Identität. Eine Gemeinde ohne Gasthaus wird oft sogar als sterbende Gemeinde oder Schlafgemeinde wahrgenommen. Ein funktionierendes Gasthaus kann daher die Entwicklung einer ganzen Gemeinde beeinflussen, ebenso wie eine Gemeinde die Entwicklung eines Gasthauses beeinflussen kann.

    Daher diente dieses Forschungsprojekt und die anschließenden Bürgerstammtische und Workshops als Basis, um aus landesweit unterschiedlichen Rahmenbedinungen und Problemfeldern einen Maßnahmenkatalog für die unterschiedlichen politischen Ebenen sowie die Bevölkerung vor Ort zu entwickeln.

    Ziele und Zielgruppen

    Haupt-Output des Projekts ist die Studie zum Strukturwandel in der Gastronomie in Vorarlberg, die die Ergebnisse aller Arbeitspakete umfasst. Aus den Ergebnissen wurde ein Maßnahmenkatalog inkl. zeitlicher Priorisierung und der zu beteiligenden Akteure zusammengefasst. Ebenfalls wurde ein Entscheidungsbaum erstellt, anhand dessen Gemeinden anhand ihrer jeweiligen Fragestellung (erste) Maßnahmen entscheiden und setzen können. Dieser dient als erste Entscheidungshilfe. Durch die Gespräche, Workshops / Veranstaltungen und Termine konnten in vier von fünf beteiligten Gemeinden Anknüpfungspunkte gesetzt werden, anhand derer die Gemeinden auf Basis ihrer individuellen Situation weiter arbeiten können. So wird in Schnifis im Rahmen des Projekts Dreiklang IV eine Arbeitsgruppe installiert, die sich mit dem Thema weiter auseinander setzt. In Übersaxen wird ein Dorfentwicklungsprozess gestartet mit besonderem Fokus auf das Zentrum und das Gasthaus Krone gelegt. In Rankweil soll das Projekt Kulinarium Rankweil umgesetzt werden und in Laterns wird ein Zukunftsprozess zum Gasthaus Löwen gestartet.
    Im Rahmen der Podiumsdiskussion am 14.3. in Dafins konnten mehr als 60
    Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen begrüßt werden. Neben der Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung die durch die fünf Redner_innen stattfand und der Weitergabe der Ideen und Initiativen, die von ihnen gesetzt wurden, konnte auch ein neues Netzwerk zwischen Wirtschaftskammer und Gemeinden geknüpft werden, um als Sprachrohr für die Anliegen der Kleingastronomie aufzutreten. Diesbezüglich fanden schon weitere Gespräche zwischen LAG-Obmann Walter Rauch und Spartenobmann Elmar Herburger statt.

    Projektumsetzung und Maßnahmen

    Im Projekt Gasthaus 2020 wurde eine Studie anhand einer qualitativen und quantitativen Analyse von Rahmenbedingungen zum Gasthaussterben erstellt. Neben einer Literatur und Datenrecherche, die die vielfältigten Gründe und Probleme des Gasthaussterbens darstellen, wurden anhand von fünf Beispielgemeinden in der LEADER-Region Vorderland-Walgau-Bludenz (Nüziders, Schnifis, Übersaxen, Laterns, Rankweil) je spezifische Fälle für das Gasthaussterben untersucht und versucht Anknüpfungspunkte für Folgemaßnahmen zu setzen, was in vier von fünf Fällen gelungen ist.
    Folgende Aktivitäten wurden in den Gemeinden gesetzt:
    Interviews mit dem Bürgermeister oder sonstigen lokalen Experten und einem/einer Wirt_in bzw. einem Wirtepaar in jeder Gemeinde.
    Workshops, Bürgerstammtische oder klärende Gespräche zwischen Wirt_in und Gemeinde. Die jeweilige Veranstaltung / Termin wurde an die Bedarfe und Ausgangslagen in der jeweiligen Gemeinde angepasst. Ebenfalls fanden zu jeder Veranstaltung 1-2 Vorgespräche statt.
    Sonstiges:
    Interviews mit sechs Experten zu unterschiedlichen Themen.
    Podiumsdiskussion am 14.3. in der Krone Dafins mit fünf Redner_innen zum Thema.
    Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausarbeitung der Studie.

    Ergebnisse und Wirkungen

    Durch die Gespräche, Workshops/Veranstaltungen und Termine konnten in vier von fünf beteiligten Gemeinden Anknüpfungspunkte gesetzt werden, anhand derer die Gemeinden auf Basis ihrer individuellen Situation weiter arbeiten können. So wird in Schnifis im Rahmen des Projekts Dreiklang IV eine Arbeitsgruppe installiert, die sich mit dem Thema weiter auseinander setzt. In Übersaxen soll ein Dorfentwicklungsprozess gestartet werden mit besonderem Fokus auf das Zentrum und das Gasthaus Krone gelegt. In Rankweil soll das Projekt Kulinarium Rankweil umgesetzt werden und in Laterns wird ein Zukunftsprozess zum Gasthaus Löwen gestartet.
    Im Rahmen der Podiumsdiskussion am 14.3. in Dafins konnten mehr als 60
    Teilnehmer_innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen begrüßt werden. Neben der Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung die durch die fünf Redner_innen stattfand und der Weitergabe der Ideen und Initiativen, die von ihnen gesetzt wurden, konnte auch ein neues Netzwerk zwischen Wirtschaftskammer und Gemeinden geknüpft werden, um als Sprachrohr für die Anliegen der Kleingastronomie aufzutreten. Diesbezüglich fanden schon weitere Gespräche zwischen LAG-Obmann Walter Rauch und Spartenobmann Elmar Herburger statt.