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    nach Maßnahmen Vorhabensarten

    Esperanza - Umsetzung eines neuen Nutzungs- und Raumkonzeptes

    Themenbereich
    Land- und Forstwirtschaft inkl. Wertschöpfungskette
    Innovation

    Untergliederung
    Tierwohl
    Bildung & Lebenslanges Lernen
    LEADER
    Soziale Dienstleistungen
    Integration & Soziale Inklusion
    Jugend
    Chancengleichheit
    Landwirtschaftliche Dienstleistungen
    Wertschöpfung
    Innovation

    Projektregion
    Niederösterreich

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG Mostviertel Mitte

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    2016-2017

    Projektkosten gesamt
    461.000,00€

    Fördersumme aus LE 14-20
    138.300,00€

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    Mag.a Martina Kotzina

    Kurzbeschreibung

    Neuerrichtung der Tierstallungen mit einem Therapieraum, der ganzjährig die tierunterstützte pädagogische Arbeit und die Arbeit mit Tieren im Ausbildungskontext (Seminarbetrieb) ermöglicht.

    Neugestaltung der Außenanlagen mit einem 2.500 m² großen Mensch-Tier-Begegnungsraum und einem 800 m langen Tiertrail rund um das gesamte Areal welche beide innovative neue Lernfelder für die tägliche tierunterstützte pädagogische Arbeit und den Seminarbetrieb erschließen.

    Neubau eines 76 m² großen Seminarraums im Hofverbund und in unmittelbarer Umgebung zu den Tierstallungen und zum neuen Mensch-Tier-Begegnungsraum, um dem notwendigen Ausbildungssetting von Theorie und Praxis in der tierunterstützten Therapie gerecht zu werden.

    Ausgangssituation

    Esperanza wurde vor 17 Jahren als privater österreichischer Pionierbetrieb in der tierunterstützten Pädagogik der Kinder- und Jugendhilfe gegründet. Diese langjährige Praxiserfahrung erlaubt uns nun gezielte Optimierungsmaßnahmen in der räumlichen Verbesserung der Mensch-Tier-Beziehung zu formulieren und umzusetzen. Mit dem geplanten Ausbau und der räumlichen Neustrukturierung von Esperanza soll das Angebot für die tägliche Betreuungsarbeit mit Kinder und Jugendlichen sowie das facheinschlägige Ausbildungsangebot im Bereich der tierunterstützten Pädagogik ausgebaut werden.

    Ziele und Zielgruppen

    Es erfolgt ein Ausbau der landwirtschaftlichen Tätigkeit im Kontext der Angebotserweiterung für ambulante Arbeitstrainings und Lehrausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche von derzeit 3 auf 5 Ausbildungsplätze im Bereich Tierpflege und landwirtschaftliche Facharbeit. Der innovative Ansatz unseres neuen Mensch-Tier-Begegnungsraums, welcher zufällig sich ergebende Interaktionen zwischen Mensch und Tier erlaubt schafft ein attraktives neues Lernfeld für Jugendliche, die sich für diese Berufsbilder interessieren.

    Durch die Neuinvestitionen wird die Pionierstellung als mittlerweile 17 Jahre bestehende private Einrichtung der tierunterstützten Pädagogik in der Kinder- und Jugendhilfe beibehalten. Die Ausweitung unseres Leistungsangebotes wird zur Absicherung der bestehenden Arbeitsplätze (insgesamt 16 Arbeitskräfte im Angestelltenverhältnis) einen zusätzlichen Beschäftigungseffekt von zumindest einer Teilzeitkraft erzielen. Durch die im Mittelpunkt stehenden landwirtschaftlichen Aktivitäten in Form der Tierhaltung im sozial-therapeutischen Kontext wird zugleich ein landwirtschaftlicher Betrieb abgesichert, ohne von zukünftigen globalen Entwicklungen in der landwirtschaftlichen Urproduktion abhängig zu sein.

    Alle unsere streng biologisch landwirtschaftlichen Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Tierhaltung, Beweidung sowie Futteranbau für den Eigenbedarf sowie unsere generelle Haltung eine harmonische Natur-Tier-Mensch Beziehung zu leben bieten unseren betreuten Kindern und Jugendlichen einen täglich verfügbaren Erfahrungsraum.

    Projektumsetzung und Maßnahmen

    Die Neuerrichtung des Stallgebäudes mit Therapieraum sowie die Neugestaltung der Außenanlagen verstehen sich als funktional zusammengehörige Einheit für eine neue Qualität in der tierunterstützten Pädagogik, die neue Möglichkeiten in der Mensch-Tier-Interaktion eröffnet. Ein ganzjährig nutzbarer Therapieraum sowie der Mensch-Tier-Begegnungsraum im Außen schaffen die räumlichen Rahmenbedingungen einer im Therapiesetting kontrollierten und gleichzeitig zufällig machbaren Mensch-Tier-Auseinandersetzung. Dies schafft sowohl in der täglichen pädagogischen Arbeit als auch im Ausbildungskontext ein völlig neues Lernfeld.  

    Die Art und Weise wie wir tierunterstützte Pädagogik umsetzen, probieren und vorentwickeln ist immer in ihrer Umsetzung als innovativ zu sehen (vgl. Stellung als Pionier- und Vorzeigebetrieb, auch in Form von Auszeichnungen wie etwa die von „Green Care“ 2012, Aspergerpreis 2002, Löwenherz Preis 2012).

    Ergebnisse und Wirkungen

    Es gibt verbesserte Betreuungsangebote für Kinder, Jugendliche und psychisch oder physisch beeinträchtigte Personen v.a. in Form neuer Betreuungsplätze mit Tagesstruktur (teilstationäre Betreuung von Kinder- und Jugendlichen)

    Es gibt neue attraktivierte Freizeitangebote für Einheimische und TouristInnen: Die Eselwanderung im Juli 2018 wurde für externe TeilnehmerInnen angeboten.

    Die Erhöhung der TeilnehmerInnenkapazität für den Seminarbetrieb erfolgte von 10 auf 20 Personen. 




    Erfahrung

    Die Erstellung der Förderunterlagen und das Controlling für das LEADER-Projekt erfordert einen erheblichen administrativen Zeitaufwand, welcher als (Neben-)Kostenfaktor für das Projekt bereits vor Durchführung einkalkuliert werden sollte.