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    nach Maßnahmen Vorhabensarten

    Das Inntal summt

    Themenbereich
    Umwelt, Biodiversität, Naturschutz
    Klimaschutz und Klimawandel

    Untergliederung
    Tierwohl
    Umweltschutz
    Naturschutz
    Biodiversität
    Klimawandelanpassung
    Klimaschutz
    LEADER
    Bildung & Lebenslanges Lernen

    Projektregion
    Tirol

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG Regionalmangement Bezirk Imst

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    09.07.2018-30.11.2019 (geplantes Projektende)

    Projektkosten gesamt
    60.362,00€

    Fördersumme aus LE 14-20
    45.271,50€

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    Regionalmanagement Bezirk Imst

    Kurzbeschreibung

    7 Gemeinden des Bezirks Imst verwandeln Teile ihrer Grünflächen in naturnahe gestaltete Blühflächen. Nicht nur optisch eine Aufwertung sondern auch für die Insektenvielfalt in der Region ein wichtiger Schritt im Hinblick auf den Erhalt der Artenvielfalt.
    Ziel des Projekts ist es in den teilnehmenden Gemeinden neben bewusstseinsbildenden Maßnahmen (Informationsfolder, Artikel in Gemeindezeitungen, etc.) auch konkrete Grünflächen in mehrjährige blühende Flächen zu verwandeln, um somit eine erhöhte Diversität innerhalb der Gemeindeflächen sicherzustellen. Zur Erreichung dieser Ziele sind mehrere Maßnahmen angedacht:
    1. Bewusstseinsbildung (Inserate, Veranstaltungen, etc.)
    2. Planung und Anlage von öffentlichen Blühflächen
    3. Ansprache von regionalen Gärtnereien


    Ausgangssituation

    Vielleicht ist es vielen ohnehin selbst schon aufgefallen, eine Autofahrt von Imst nach Innsbruck im Frühling und Sommer war früher noch eine richtige Herausforderung für die Scheibenwischanlagen unserer motorisierten Gefährte. Da ein Schmetterling, hier eine Fliege, dort ein Falter, ab und an eine Biene und von den vielen Mücken brauchen wir erst gar nicht reden und der Tod des Maikäfers war nicht nur durch einen entsprechenden Klecks an der Windschutzscheibe gekennzeichnet, sondern vor allem auch durch ein unverkennbares „Dong“ begleitet.

    Schon vor Jahren kündigten Wissenschaftler ein größeres Insektensterben an, damals oft belächelt und nicht wahrgenommen, zumal der kleine Friedhof auf der Windschutzscheibe das Gegenteil bewies, doch seit ein paar Jahren fällt es auch zunehmend den Autofahrerinnen und Autofahrern auf, dass der Scheibenwischer im Frühling, Sommer und Herbst vermehrt unbenützt bleibt.

    Das Insektensterben schreitet unaufhörlich voran, seit 1989 ist die Masse an Insekten um knapp drei Viertel gesunken (Süddeutsche Zeitung 2017). Alarmierend, vor allem in Hinblick darauf, dass die Insekten die Bestäuber unserer Nutzpflanzen sind und somit nicht zuletzt auch maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass wir unser tägliches Brot genießen können.

    Allmählich zeigen sich jedoch vermehrt Initiativen, die sich dieser Entwicklung entgegenstellen. So haben in Tirol etwa die Tiroler Landesumweltanwaltschaft aber auch das Tiroler Bildungsforum Projekte in die Wege geleitet, die das Insektensterben behandeln und zu vermehrter Achtsamkeit in Bezug auf den Umgang mit unseren kleinen Sechsfüßlern aufrufen.

    In der Gemeinde Silz keimte im Herbst 2017 eine ähnliche Idee auf. Gemeinsam mit der Managerin der Klima- und Energiemodellregion und einem Vertreter des Regionalmanagements Bezirk Imst fasste man den Entschluss zu einem größeren Projekt, dass auch mehrere Gemeinden umfassen sollte. Im Anschluss wurde in mehreren Sitzungen das Projekt entwickelt. Ganz konkret möchte man in der Region folgende Herausforderungen angehen:
    1. Einheitsgrün durch naturnahe öffentliche Grünflächen beleben
    2. Bewusstsein für naturnahe Grünflächengestaltung etablieren
    3. regionale Gärtnereien zur Mitarbeit einladen
    4. Insekten neuen Lebensraum bieten


    Ziele und Zielgruppen

    Das Projekt richtet sich in erster Linie an die sieben teilnehmenden Gemeinden im Bezirk und soll in erster Linie auch zu einem politischen Umdenken in Bezug auf die Gestaltung öffentlicher Grünflächen führen. Des Weiteren spricht das Projekt auch die lokalen regionalen Obst-  und Gartenbauvereine an, sowie die regionale Bevölkerung und die Gärtnereien.
    Ziel ist es Brachflächen von Gemeinden, die derzeit ohnehin nicht gärtnerisch betreut werden, in naturnahe öffentliche Grünflächen umzugestalten. Dadurch soll auch ein Umdenkprozess eingeleitet werden. Nicht zuletzt ist auch die Bewusstseinsbildung ein wichtiges Teilziel im Rahmen dieses Projekts.

    Projektumsetzung und Maßnahmen

    Folgende Maßnahmen werden im Rahmen des Projekts gesetzt:
    1. Eruierung und Einbindung von mind. 3 Vertretern pro Gemeinde (Vertreter aus der Politik, Vertreter aus Interessensgruppierungen und Vertreter der Grünflächenbetreung)
    2. Auswahl geeigneter Grünflächen
    3. Begehung und Planung der Grünflächen durch einen professionellen Landschaftsplaner
    4. Anlage und Betreuung der Grünflächen im Rahmen mehrerer Workshops
    5. Durchführung einer bezahlten Informationsreihe in den regionalen Medien
    6. Durchführung von Informationsveranstaltungen in den Gemeinden für die Bevölkerng
    7. Ansprache der regionalen Gärtnereien


    Ergebnisse und Wirkungen

    Zum jetzigen Zeitpunkt konnten bereits folgende Ergebnisse durch das Projekt erreicht werden:
    1. Aktive Einbindung der regionalen Gärtnereien und Unterstützung durch die Innung der Gärtnereien
    2. Begehung und erste Grobplanung der Flächen


    Erfahrung

    Das Projekt "Das Inntal summt" ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Regionalmanagement Bezirk Imst, der Klima- und Energiemodellregion Imst und den sieben teilnehmenden Gemeinden des Bezirks. Für den bisherigen Erfolg war es unumgänglich in den einzelnen Gemeinden konkrete Ansprechpartner für das Projekt zu gewinnen. Dabei war es wichtig, dass die Ansprechpartner das Projekt auch selbst für gut befanden und von der Idee überzeugt waren. Ein großer bisheriger Erfolg war auch die aktive Einbindung der Gärtnereien, durch eine frühe Ansprache dieser, konnte eine Kooperation geknüpft und dadurch auch eine bessere Verankerung des Projekts gewährleistet werden.