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    Mach mehr aus deinem Wohnhaus!

    Themenbereich
    Basisdienstleistungen, Leader, Gemeinden

    Untergliederung
    LEADER
    Gemeindeentwicklung
    Standortentwicklung
    Leerstand

    Projektregion
    Vorarlberg

    Lokale Aktionsgruppe
    LAG Vorderland - Walgau - Bludenz

    LE-Periode
    LE 14–20

    Projektlaufzeit
    02.04.2019-31.12.2019 (geplantes Projektende)

    Projektkosten gesamt
    21.424,73

    Fördersumme aus LE 14-20
    12.854,84

    Massnahme
    Förderung zur lokalen Entwicklung (CLLD)

    Teilmassnahme
    19.2. Förderung für die Durchführung der Vorhaben im Rahmen der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung

    Vorhabensart
    19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie

    Projektträger
    Gemeinde Göfis

    Kurzbeschreibung

    In Göfis gibt es eine große Zahl an mindergenutzten Gebäuden, die großes Potential für eine Nachverdichtung haben. Ein Um- oder Zubau bietet im Vergleich zum Neubau viele Vorteile. Die bauliche Dichte wird erhöht und gleichzeitig der dörfliche Charakter des Ortes erhalten. Auch ist eine Nachverdichtung bzw. Sanierung oft kostengünstiger als ein Neubau.

    In Göfis wurden bereits sehr viele Gebäude nachverdichtet und enthalten nun zwei oder mehr Wohneinheiten. In der geplanten Ausstellung „Mach mehr aus deinem Wohnhaus!“ sollen einige dieser umgebauten Gebäude vorgestellt werden. Über die Ausstellung sollen Personen, die an eine Nachverdichtung denken, mit Personen, die bereits umgebaut haben, vernetzt werden. Es soll die Hemmschwelle sinken, sich selbst an ein Bauprojekt zu wagen und natürlich auch Personen erst auf die Idee bringen, ein bestehendes Gebäude umzubauen, anstatt ein neues zu errichten.

    Ausgangssituation

    Begleitend zur Ausstellung werden Informationen zu Beratungsangeboten und Fördermöglichkeiten im Rahmen eines Veranstaltungsprogrammes zur Verfügung gestellt. Vor allem das aktuell laufende LEADER-Projekt „Sanieren? Beraten! Handeln!“ kann hier einen wichtigen Input geben und bei evtl. künftigen Sanierungen beraten.

    Die Ausstellungselemente sollen in weiterer Folge durch das Dorf „wandern“. Das heißt, einzelne Elemente werden an öffentlich zugängliche Stellen (z.B. bugo, Konsum) aufgestellt und wechseln immer wieder den Ausstellungsort.

    In Göfis – wie in der gesamten Region – wird Wohnen immer teurer. Mieten und Immobilienpreise steigen deutlich schneller als die Einkommen. Für viele junge Menschen ist der Besitz einer eigenen Wohnung oder gar eines eigenen Hauses nicht mehr in Reichweite. Daher hat sich im Frühjahr 2016 eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Gemeindepolitikern verschiedener Fraktionen, formiert, die sich mit der Frage beschäftigt, wie mehr leistbarer Wohnraum in Göfis geschaffen werden kann. Es wurden sehr viele Daten erhoben - unter anderem wurde auch die Zahl der leerstehenden und mindergenutzten Gebäude erhoben. Aus den erhobenen Daten wurde dann abgeleitet, für welche Personengruppen es besonders wichtig ist, leistbaren Wohnraum zu schaffen. Im nächsten Schritt wurden konkrete Maßnahmen überlegt, wie leistbares Wohnen möglich gemacht werden kann.

    Der Arbeitsgruppe war es sehr wichtig, die Meinung der Bevölkerung zum Thema leistbares Wohnen in Göfis einzuholen und mit den eigenen Ergebnissen abzugleichen. Es wurde daher im Februar 2018 ein Bürgerrat veranstaltet, in dem sich knapp 20 Göfnerinnen und Göfner zum Thema Gedanken machten. Ein wesentliches Ergebnis des Bürgerrates war es, dass bestehende Grünflächen erhalten bleiben sollen und in Gebieten, in denen bereits gebaut wurde, mehr Dichte geschaffen wird. Gleichzeitig ist es wichtig, den dörflichen Charakter von Göfis zu erhalten.

    Einige der Bürgerräte wollten ihre Ideen auch nach dem Bürgerrat aktiv weiter einbringen und nehmen seither an den Treffen der Arbeitsgruppe teil. Nach dem Bürgerrat beschäftigte sich die Arbeitsgruppe intensiver mit dem Thema Nachverdichtung. Es wurde festgestellt, dass es in Göfis bereits sehr viele Gebäude gibt, die vom Einfamilienhaus zum Zwei- oder Mehrfamilienhaus umgebaut wurden. Die Idee entstand, einige diese Gebäude in einer Ausstellung vor den Vorhang zu holen.

    Ziele und Zielgruppen

    • Die Ausstellung soll „Lust machen“ ein altes Gebäude umzubauen und mehr oder besser genutzten Wohnraum darin zu schaffen.
    • Bauherren und Personen, die sich einen Umbau überlegen, sollen miteinander vernetzt werden. Wissen und Erfahrungen sollen ausgetauscht werden.
    • Die Hemmschwelle, ein eigenes Bauprojekt umzusetzen soll sinken, da die Ausstellungsbesucher sehen, dass auch andere Leute so einen Umbau gut geschafft haben und sich darüber auch freuen.
    • Nachverdichtung soll zum Gesprächsthema werden und im Bewusstsein der Bevölkerung als sinnvolle Alternative zum Neubau verankert werden.
    • Leerstand und Mindernutzung sollen zum Thema und in weiterer Folge reduziert werden.
    • Sanierungslotsen und andere Beratungsangebote sollen bekannter gemacht werden.


    Projektumsetzung und Maßnahmen

    An das Thema Bauen und Wohnen wird normalerweise immer in Form einer Aufforderung herangegangen. „Du solltest dein Haus sanieren.“ „Du solltest deine leerstehende Wohnung vermieten.“ …

    Mit der Ausstellung möchten wir durch gute Beispiele „Lust darauf machen“ etwas zu tun, Unterstützung anbieten, das Bewusstsein für nachhaltiges Bauen stärken und gemeinsam etwas bewegen.

    Nachdem die Ausstellungselemente (z.B. Roll-Ups) durch das Dorf „gewandert“ sind, können sie bei weiteren Veranstaltungen aufgestellt werden oder auch an andere Gemeinden oder Initiativen verliehen werden.

    Die Broschüren werden im Gemeindeamt und bei weiteren Veranstaltungen aufgelegt. Im Idealfall werden neue Sanierungen/Nachverdichtungen im Dorf umgesetzt.




    Ergebnisse und Wirkungen

    • eine Bevölkerung, die für die Nachverdichtung von bestehenden Gebäuden sensibilisiert ist
    • gut vernetzte „vergangene“ und „zukünftige“ Bauherren
    • im besten Fall konkrete Umbauprojekte
    • ansprechende Ausstellungselemente (z.B. Roll-Ups) mit wichtigen Informationen
    • Eine Broschüre über die vorgestellten Gebäude, mit wichtigen Informationen zu Sanierungsberatungen und Fördermöglichkeiten sowie mit weiterführenden Kontakten.