EIP-AGRI

Dritter Aufruf zur Einreichung von Projekten im Rahmen der EIP-AGRI gestartet


Am 26. April 2017 wurde der dritte Aufruf des BMLFUW zur Einreichung von Förderungsanträgen im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-AGRI) veröffentlicht. 

Die EIP strebt danach, Synergien zu schaffen, durch die der Austausch zwischen Partnern aus unterschiedlichen Bereichen, Sektoren, Initiativen und Projekten gefördert wird. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit zwischen Landwirtinnen und Landwirten, und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Durch diesen Brückenschlag zwischen Praxis und Forschung sollen Probleme aus dem land- und forstwirtschaftlichen Umfeld innovativ gelöst und rascher in neue Produkte, Dienstleistungen und Technologien umgesetzt werden.

Im Konkreten bezieht sich der Aufruf auf folgende zwei Vorhabensarten:
  • 16.1.1: Unterstützung für die Einrichtung und Tätigkeit Operationeller Gruppen der EIP-AGRI, wie beispielsweise Kosten für die Entwicklung von Projektplänen oder die Projektkoordination 
  • 16.2.1: Unterstützung für die Durchführung innovativer Projekte zur Entwicklung und Testung neuer Erzeugnisse, Verfahren und Technologien der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft („Innovationsmaßnahme“). 

Bis 10. August 2017 (12:00 Uhr) können für diese Vorhabensarten Projektvorschläge und Förderungsanträge zu folgenden Leitthemen eingereicht werden: 
  1. Schaffung neuer Methoden für ein ressourcenschonendes, emissionsminderndes und effizientes Nährstoff-, Pflanzenschutz-und Flächenmanagement: Durch die Entwicklung entsprechender wettbewerbsfähiger Ackerbau-, Grünland-, Gartenbau- und Dauerkulturbewirtschaftungssysteme soll die Ressourcen- und Nährstoffeffizienz auf den landwirtschaftlichen Betrieben gesteigert werden. Thematisch können beispielsweise innovative Ansätze in den Bereichen bedarfsgerechtes Düngemanagement (insbesondere emissionsmindernde Verfahren der Gülleausbringung), Nährstoff-Kreislaufwirtschaft, integrative Schädlings-, Krankheits- und Unkrautbekämpfung sowie Mechanismen und Instrumente, um den fortschreitenden Bodenverbrauch hintanzuhalten bzw. zu reduzieren, angesprochen werden.
  2. Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen im Kontext der Landwirtschaft: Die Entwicklung neuer Formen der Zusammenarbeit und der Organisation von landwirtschaftlichen Betrieben soll zu sozialen Innovationen führen. Dabei sollen primär Lösungen in den Bereichen soziale Vorsorge und Gesundheit, Armutsbekämpfung und nachhaltiger Konsum erarbeitet werden.
  3. Verbesserung der Absatzmöglichkeiten entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette: Die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Prozesse im Non-Food- und Food-Bereich soll zu einer Verbesserung der Lebensmittelqualität und Erhöhung der Lebensmittelsicherheit beitragen und zu Vermarktungsinnovationen führen. Themen für Operationelle Gruppen wären zum Beispiel die Nutzbarmachung neuer Technologien für kleine Erzeuger, gemeinsame Logistik und Distributionssysteme, Finanzierungsmodelle oder die Entwicklung von Nachweissystemen, jedoch nicht die Erstellung von Marketingkonzepten oder Maßnahmen zur Markenbildung.
  4. Stärkung der Kreislaufwirtschaft: Neue Verfahren zur Nutzung von Reststoffen und Vermeidung von Verlusten und Abfällen entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette sollen entwickelt werden, um verbesserte Ansätze hinsichtlich Nährstoffmanagement und Recycling, Reduktion von Abfällen in Produktion und Vermarktung sowie Nutzung von Nebenprodukten und Rückstandsmanagement zu erhalten.
  5. Verbesserung des Risikomanagements in landwirtschaftlichen Betrieben: Es wird die Entwicklung neuer Formen inner- und außerbetrieblicher Risikomanagementsysteme für die landwirtschaftliche Praxis unterstützt.

Mehr Informationen dazu auf der Website des BMLFUW.

Die Auswahl der Vorhaben erfolgt im Rahmen eines zweitstufigen Auswahlverfahrens. Beide Auswahlschritte müssen nacheinander durchlaufen werden. 

Der Zeitplan des Aufrufes im Überblick: 
  • Vorlage der Projektideen und Förderungsanträge für die 1. Stufe bis spätestens 10. August 2017, 12:00 Uhr
  • Benachrichtigung über Auswahl der Projektideen voraussichtlich bis Ende November 2017
  • Vorlage der Aktionspläne und Förderungsanträge für die 2. Stufe voraussichtlich bis Ende Februar 2018
  • Endgültige Entscheidung über die Auswahl der Projekte voraussichtlich im April 2018

Bewilligende Stelle bzw. Einreichstelle:
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW)
Referat Präs. 4b – Bewilligende Stelle für die EU-kofinanzierten Programme
Stubenring 1, 1010 Wien, Österreich
E-Mail: BST.Praes.4b@bmlfuw.gv.at
Fax: +43 1 71100-602375



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