Das war das Open Innovation Forum 17 - Rückblick

Themenbereich
Land & Forst
Umwelt & Klima

06.12.2017

Am 29. November fand im 15. Stock des Linzer Wissensturms das Open Innovation Forum 2017 statt. Etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Landwirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Kommunikation und Beratung sowie Vertreterinnen und Vertreter von Ämtern und Behörden waren dem Aufruf des Netzwerks Zukunftsraum Land zur zweiten Veranstaltung dieser Art gefolgt (das erste Open Innovation Forum fand 2016 statt),um gemeinsam an innovativen Ideen für einen besseren Wissenstransfer zwischen Klimaforschung und landwirtschaftlicher Praxis zu arbeiten.

Warm-Up

Johanna Rohrhofer und Gerald Pfiffinger (beide Netzwerk Zukunftsraum Land) eröffneten die Veranstaltung und stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich mit Fakten und Zahlen zu Klimawandelauswirkungen und -ursachen sowie die Rolle der Landwirtschaft auf die Probe. Dadurch wurde rasch deutlich, dass extrem viel Wissen in der angewandten Klimaforschung vorhanden ist, es aber an Übersetzerinnen und Übersetzern fehlt.

Zur Verdeutlichung der Problemstellung folgten zwei kurze Impulsvorträge. Im ersten Vortrag berichtete Josef Eitzinger (Leiter des Instituts für Meteorologie, BOKU Wien) über die Herausforderungen der Landwirtschaft durch den Klimawandel und wie aktuelle Forschungsergebnisse eine Hilfestellung für Landwirtinnen und Landwirte darstellen könnten. Der zweite Vortrag von Andrea Prutsch (Abteilung Umweltfolgenabschätzung und Klimawandel, Umweltbundesamt) stellte klar, welche Rolle die Wissenschaftskommunikation in Zukunft übernehmen muss, um  theoretische Erkenntnisse der Klimaforschung in die landwirtschaftliche Praxis überführen zu können.

Bearbeitung der Problemstellung in Kleingruppen

Den restlichen Tag über arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in fünf, sehr heterogen zusammengesetzten Kleingruppen (jeweils vertreten waren Personen aus Landwirtschaft, Forschung, Beratung/Kommunikation, Amt/Behörde) unter Anleitung von einer Moderatorin / einem Moderator zusammen. Zuerst wurde die die Problemstellung verfeinert und die Zielgruppe für die Kommunikation definiert. Dazu wurde mit dem Personakonzept gearbeitet: Personas repräsentieren dabei typische Anwenderinnen und Anwender einer bestimmten Zielgruppe. Tagesziel war die Erstellung eines Konzepts, wie Ergebnisse aus der aktuellen Klimaforschung gezielt dieser Persona nähergebracht und welche Transfer- und Übersetzungsmöglichkeiten dabei gewählt werden können.

Lösungsansätze kreiieren

Nach der Mittagspause wurde die Fragestellung mithilfe der Brainstorming-Methode „Morphologischer Kasten“ in mehrere Unterfragen aufgegliedert. Diese Methode erleichterte die strukturierte Vorgehensweise beim Brainstorming, gibt Raum und Zeit für Inspiration und eine Ableitung von konkreten Lösungen für den Wissenstransfer zur jeweiligen Persona wurde dadurch sichergestellt. Am Ende wurden die Kurzpräsentationen vorbereitet, welche in weiterer Folge dem Plenum präsentiert wurde.

Die drei ausgezeichneten Gruppen sind:

  • Gruppe Blau: Generationenübergreifendes Klima-Mentoring & Trainee Programm
  • Gruppe Rot: Etablierung von wissenschaftlichen „Klima-Buddys“ für Landwirtschaftskammer-Beraterinnen und -Berater
  • Gruppe Gelb: Klima-Kabarett „Tatort Wald“

Die Ideen aller Gruppen sowie die detaillierte Beschreibung der ausgezeichneten Ideen finden Sie im PDF hier.

Das Foto-Protokoll mit detaillierten Ergebnissen zur Veranstaltung folgt in Kürze.