AKIS Diversifizierungs-Mapping
Hier wird das AKIS im Sektor Diversifizierung in der Landwirtschaft sichtbar gemacht.
Die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe gewinnt in Österreich stark an Bedeutung. Neue Standbeine stärken die wirtschaftliche Stabilität, erhöhen die Krisenfestigkeit und sichern die kleinstrukturierte, multifunktionale Land- und Forstwirtschaft. Damit Diversifizierung erfolgreich gelingt, braucht es ein gut vernetztes Wissens- und Innovationssystem, in dem Forschung, Bildung, Beratung und Praxis eng zusammenarbeiten.
Das Diversifizierungs-Mapping zeigt jene Akteurinnen und Akteure des AKIS, die besondere Kompetenzen oder Aktivitäten im Bereich der Diversifizierung haben. Erfasst werden inner- und außeragrarische Organisationen, die Inspiration, Bildung, Beratung oder Vernetzung unterstützen und neue Formen der Betriebsentwicklung voranbringen.
Über definierte Kategorien gelangt man direkt zu den Akteursprofilen sowie zu weiterführenden Links und Angeboten. Das Mapping wird laufend erweitert und aktualisiert und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – neue relevante Akteurinnen und Akteure werden kontinuierlich ergänzt.
Agrarpädagogische Projekte (Schule am Bauernhof, Seminarbäuerinnen und Seminarbauern)
„Schule am Bauernhof“ und „Seminarbäuerinnen und Seminarbauern“ sind agrarpädagogische Projekte zur Bewusstseinsbildung von Konsumentinnen und Konsumenten über die heimische Landwirtschaft – mit besonderem Fokus auf Kinder und Jugendliche. Die Angebote werden von Bäuerinnen und Bauern umgesetzt und können zur Einkommensdiversifizierung beitragen. Beide Initiativen werden von den Landwirtschaftskammern und den Ländlichen Fortbildungsinstituten der Bundesländer durchgeführt, vom BMLUK im Rahmen der LE-Projektförderung finanziell unterstützt und fördern Wissenstransfer und gesellschaftlichen Dialog.
Rolle im AKIS
„Schule am Bauernhof“ und „Seminarbäuerinnen und Seminarbauern“ leisten wertvolle Beiträge zur agrarpädagogischen Bildung von Kindern, Jugendlichen, Konsumentinnen und Konsumenten. Sie vermitteln landwirtschaftliche Inhalte praxisnah, authentisch und zielgruppengerecht und stärken das Verständnis für Landwirtschaft, regionale Lebensmittelproduktion, Ernährung, Natur und bäuerliche Arbeit. Durch Workshops und Kurse sowie Betriebs- und Schulbesuche wird Wissen aktiv weitergegeben. Digitale Medien wie Websites und soziale Netzwerke erhöhen die Sichtbarkeit der Angebote. Die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen, Landwirtschaftskammern und Ministerien sowie die Teilnahme an Veranstaltungen fördern Austausch und Vernetzung. Beide Projekte können zur Diversifizierung durch neue Einkommensmöglichkeiten beitragen, stärken die Rolle von Frauen am Hof und schaffen gesellschaftliche Wertschätzung für die Landwirtschaft.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Die agrarpädagogischen Projekte „Schule am Bauernhof“ und „Seminarbäuerinnen und Seminarbauern“ bündeln fachliche, didaktische und soziale Kompetenzen und gelten als erfolgreiche Beispiele innovativer Diversifizierungsangebote in der österreichischen Landwirtschaft. Speziell ausgebildete Bäuerinnen und Bauern setzen ihr Wissen über Landwirtschaft, Natur und Ernährung gezielt zur Bildungsarbeit ein. Sie führen zielgruppengerechte Angebote durch und vermitteln Inhalte praxisnah, authentisch und verständlich. Die Projekte stärken unternehmerisches Denken, nutzen betriebliche Ressourcen innovativ, bieten pädagogisch-didaktische Weiterbildungsmöglichkeiten und fördern Schlüsselkompetenzen wie Dialogfähigkeit, Selbstorganisation und Verantwortungsbewusstsein. Sie ermöglichen umfangreiche Austauschmöglichkeiten zwischen Bäuerinnen und Bauern sowie Kindern, Jugendlichen, Konsumentinnen und Konsumenten. Somit entsteht ein nachhaltiger Wissenstransfer zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft.
ARGE Österreichische Bäuerinnen
Die Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen wurde 1972 gegründet und vertritt rund 130.000 Bäuerinnen in allen Bundesländern. Die Koordinierung erfolgt durch die Landwirtschaftskammer Österreich. Seit 2006 ist die ARGE Bäuerinnen als Verein organisiert – als Stimme der Frauen in der Landwirtschaft. Ziel ist es, Bäuerinnen zu stärken, partnerschaftliches Miteinander zu fördern und die agrarische Zukunft aktiv mitzugestalten.
Rolle im AKIS
Die ARGE Österreichische Bäuerinnen ist die größte überparteiliche Frauenorganisation im ländlichen Raum. Sie stärkt Frauen aus der Land- und Forstwirtschaft sowie bäuerliche Familienbetriebe durch vielfältige Bildungs-, Beratungs- und Vernetzungsangebote. Im Fokus stehen praxisnahe Themen wie Chancengleichheit, ein Frauenanteil von mindestens 30% in agrarischen und regionalen Gremien, gesellschaftlicher Dialog, partnerschaftliche Lebens- und Betriebsführung, Diversifizierung und Innovation, Ernährungskompetenz, nachhaltige Betriebsführung, unternehmerisches Denken sowie finanzielle und rechtliche Absicherung von Frauen. Die Organisation hat ein offenes Ohr für die Anliegen der bäuerlichen Gemeinschaft, fördert den Austausch und baut Brücken zur Gesellschaft. Von der lokalen bis zur EU-Ebene vernetzt die ARGE landwirtschaftliche Akteurinnen mit Bildung, Politik und regionalen Initiativen. Ziel ist es, die Rolle der Frau als bäuerliche Unternehmerin gezielt zu stärken, neue Einkommensquellen zu erschließen und die Wertschöpfung am Hof zu steigern. Öffentlichkeitsarbeit und Social Media erhöhen die Sichtbarkeit und gesellschaftliche Anerkennung der Bäuerinnen.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Die ARGE Bäuerinnen treibt Innovation und Diversifizierung in der Landwirtschaft gezielt voran. Mit einem breiten Bildungs- und Beratungsangebot in den Landwirtschaftskammern, von Workshops bis zu digitalen Formaten, fördert sie unternehmerisches Denken und eröffnet neue Einkommensquellen. Schwerpunkte sind unter anderen Direktvermarktung, Urlaub am Bauernhof, Schule am Bauernhof, Seminarbäuer:innen, Green Care, und Lebensqualität am Bauernhof. Durch starke Netzwerke, Öffentlichkeitsarbeit und gesellschaftlichen Dialog stärkt sie die Position von Frauen in der Landwirtschaft und leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum.
BOKU, Institut für Marketing & Innovation
Das Institut für Marketing und Innovation an der BOKU ist universitärer Ansprechpartner für Marketing, Konsumforschung und Innovationsmanagement im Bereich Nachhaltigkeit und Bioökonomie. Im Fokus stehen zentrale Zukunftsfragen einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung aus Sicht von Konsumentinnen, Konsumenten und Betrieben. Besonderes Augenmerk liegt auf biogenen und innovativen Wertschöpfungsketten in Land-, Forst-, Holz- und Ernährungswirtschaft, die intensiv erforscht und gelehrt werden.
Rolle im AKIS
Das Institut für Marketing und Innovation kooperiert mit regionalen und internationalen Unternehmen und Organisationen. Die Zusammenarbeit umfasst Projektpartnerschaften, Gastvorträge, Masterarbeiten sowie praxisorientierte Projekte in der Lehre. Zu den Partnern zählen unter anderem AgrarMarkt Austria, Gutes vom Bauernhof, die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und die Landwirtschaftskammer Österreich. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf nachhaltigem Innovationsmanagement und Entrepreneurship – zentrale Kompetenzen für Diversifizierung und Wertschöpfung in der Landwirtschaft. Das Institut lädt regelmäßig Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zu Vorträgen, Diskussionen und Reflexionen ein. So erhalten Studierende und Projektbeteiligte praxisnahe Einblicke in Strategien, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren im Agrarmarketing und Innovationsmanagement – insbesondere im Hinblick auf eine zukunftsorientierte, vielfältige Landwirtschaft.
Kompetenz und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Die BOKU erforscht nachhaltigen Konsum, Innovationsmanagement und Entrepreneurship auf individueller und betrieblicher Ebene. Im Fokus stehen Entscheidungen und Verhaltensmuster entlang land- und forstwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten sowie deren Rahmenbedingungen. Die BOKU verfügt über besondere Expertise zu Produkten und Dienstleistungen aus Land-, Forst-, Holz- und Ernährungswirtschaft. Ein Schwerpunkt liegt in der Entwicklung und Analyse diversifizierter Strategien zur Förderung nachhaltiger Entwicklung. Dazu zählen Vermarktungsansätze für agrarische und bio-basierte Produkte, die ökonomische Betrachtung biogener Wertschöpfungsketten sowie das Management von Innovation und Disruption. Die interdisziplinäre, praxisnahe Forschung liefert wissenschaftliche Grundlagen für Bildungs-, Politik- und Unternehmensentscheidungen im Bereich Diversifizierung.
Behörden, Ministerien und Landesregierungen mit Relevanz für die Diversifizierung in der Landwirtschaft
Vielfältige Partner auf Bundes- und Landesebene fördern aktiv die Diversifizierung in der Landwirtschaft:
- Das BMLUK stärkt Nachhaltigkeit und ländliche Entwicklung.
- Der Europäischer Sozialfonds (ESF) und die Arbeitssektion des BMASGPK fördern Gleichstellungsprojekte, Inklusion, Soziale Innovation und unterstützen Betriebe im demografischen und digitalen Wandel.
- Das Bildungsministerium unterstützt lebenslanges Lernen.
- Das Wirtschaftsministerium belebt Regionen und Tourismus.
- Landesregierungen setzen gezielt regionale Impulse.
Gemeinsam schaffen sie Perspektiven für die Zukunft.
Rolle im AKIS
Ministerien und Landesregierungen schaffen die notwendigen Rahmenbedingungen, um Innovation und Wissensaustausch in der (Land-)Wirtschaft zu fördern. Sie unterstützen eine nachhaltige Betriebsentwicklung und fördern die Vernetzung aller Akteurinnen und Akteure. Durch politische Steuerung, Förderprogramme und strategische Zusammenarbeit gewährleisten sie, dass Wissen effizient weitergegeben und neue Geschäftsfelder erschlossen werden können. So stärken sie die Anpassungsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe und fördern gezielt die Diversifizierung als wichtigen Beitrag zur Entwicklung des ländlichen Raums.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Ministerien und Landesregierungen verfügen über wesentliche Kompetenzen zur Förderung von Innovation und Wissensaustausch in der (Land-)Wirtschaft. Sie gestalten die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, um nachhaltige Betriebsentwicklung und Diversifizierungsprozesse zu ermöglichen. Dazu zählen die Planung und Umsetzung von Förderprogrammen, die Initiierung strategischer Kooperationen sowie die Steuerung regionaler und nationaler Entwicklungsmaßnahmen. Durch ihr Vernetzungs-Know-how verbinden sie verschiedene Akteurinnen und Akteure, schaffen Synergien und sichern den Zugang zu relevantem Wissen. Ihre Kompetenz im Ressourcenmanagement und in der Gestaltung von Innovationsprozessen stärkt die Anpassungsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe, unterstützt die Erschließung neuer Einkommensquellen und somit die Diversifizierung. So leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Stärkung des ländlichen Raums.
Green Care Entwicklungs- und Beratungs-GmbH
Die Green Care Entwicklungs- und Beratungs-GmbH mit Sitz in Wien unterstützt Bäuerinnen und Bauern in ganz Österreich dabei, soziale, pädagogische und gesundheitsfördernde Angebote auf ihren Höfen umzusetzen. In enger Zusammenarbeit mit Gemeinden und Sozialträgern verbindet Green Care Landwirtschaft mit sozialen Dienstleistungen und nutzt die heilsame Wirkung von Natur und Tieren – ganz nach dem Motto: „Green Care – Wo Menschen aufblühen“.
Rolle im AKIS
Persönliche Kompetenzen aus Bildungs-, Gesundheits- und Sozialberufen können gezielt in den eigenen landwirtschaftlichen Betrieb eingebracht werden. So entstehen neue, gesundheitsfördernde und soziale Dienstleistungen, die ein wirtschaftlich tragfähiges Zusatzstandbein schaffen, Arbeitsplätze sichern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Green Care bringt neue Zielgruppen auf den Hof und erhöht die Sichtbarkeit landwirtschaftlicher Betriebe. Die Green Care Entwicklungs- und Beratungs-GmbH unterstützt Höfe bei der Entwicklung, Umsetzung und Zertifizierung solcher Angebote und fördert aktiv den Wissenstransfer. Sie trägt damit wesentlich zur Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe, zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums und zur Stärkung der Innovationskraft in der Landwirtschaft bei.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Die Green Care Entwicklungs- und Beratungs-GmbH unterstützt landwirtschaftliche Betriebe bei der Entwicklung innovativer sozialer, pädagogischer und gesundheitsfördernder Dienstleistungen am Hof. Sie begleitet die Angebotsentwicklung, fördert die interdisziplinäre Vernetzung mit Fachkräften aus Bildung, Sozial- und Gesundheitswesen, bietet gezielte Weiterbildung und Beratung an und sichert Qualität durch ein externes Zertifizierungssystem. Zudem stärkt sie die Sichtbarkeit dieser Angebote durch professionelle Öffentlichkeitsarbeit. So trägt Green Care zur unternehmerischen Diversifizierung, zur Schaffung neuer Einkommensquellen und zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums bei.
Gutes vom Bauernhof
„Gutes vom Bauernhof“ ist eine Gewährleistungsmarke der Landwirtschaftskammer Österreich. Der Marke liegt ein Qualitätsprogramm für bäuerliche Direktvermarktung in Österreich zugrunde, welches von Fachleuten aus den Kammern, aus der Praxis, sowie der Konsumentinnen. Und Konsumentenvertretung entwickelt wurde. Das Qualitätsprogramm und die Marke werden von den Bundesländern, den Landesverbänden und den Landwirtschaftskammern getragen und laufend weiterentwickelt. Rund 1.500 Betriebe nehmen teil und garantieren damit geprüfte Qualität direkt vom Bauernhof.
Rolle im AKIS
„Gutes vom Bauernhof“ stärkt mit der gemeinsamen Gewährleistungsmarke die Sichtbarmachung der garantiert bäuerlichen Direktvermarktungsbetriebe. Die Direktvermarktung steigert die Wertschöpfung der Urproduktion und schafft zusätzliche Einkommensquellen für die Landwirtschaft. Durch kurze Vermarktungswege und Transparenz bei der Lebensmittelherstellung entsteht eine hohe Wertschätzung für bäuerliche Produkte und das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in die heimische Landwirtschaft wird gestärkt. Die Betriebe können ihre individuellen Stärken in den direkten Kundenkontakten sehr gut hervorheben. Regionale Wirtschaftskreisläufe, kurze Transportwege und nachhaltige Strukturen fördern die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe und deren verbesserte wirtschaftliche Stabilität wirkt sich positiv auf die Versorgungssicherheit aus.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
„Gutes vom Bauernhof“ unterstützt Landwirtinnen und Landwirte österreichweit bei der Diversifizierung ihrer Vermarktungswege durch umfassende Beratung, Weiterbildung und Interessenvertretung. Der Ab-Hof-Verkauf bleibt zentral, doch alternative Absatzkanäle wie Gastronomie, Einzelhandel und Online-Vermarktung gewinnen zunehmend an Bedeutung. „Gutes vom Bauernhof“ begleitet Betriebe bei der Einführung von Qualitätsmanagementsystemen und fördert digitale Lösungen wie die App „Schmankerl-Navi“, die Angebot und Nachfrage vernetzt. Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit stärkt „Gutes vom Bauernhof“ die Sichtbarkeit regionaler Produkte und unterstützt Betriebe dabei, neue Märkte zu erschließen. So trägt die Initiative zur wirtschaftlichen Stabilität und nachhaltigen Entwicklung der österreichischen Landwirtschaft bei.
Hochschule für Agrar und Umweltpädagogik
Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik ist eine innovative Bildungsinstitution und Dienststelle des BMLUK. Sie bildet Lehr- und Beratungskräfte in land- und forstwirtschaftlichen sowie umweltpädagogischen Berufsfeldern in Bachelor- und Masterstudiengängen aus. Zudem spielt sie eine zentrale Rolle in der bundesweiten Fortbildung und fördert den Wissenstransfer zwischen Forschung, Beratung und Bildung.
Rolle im AKIS
Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik bietet wissenschaftlich fundierte, berufsfeldbezogene Studiengänge im Bereich Agrar- und Umweltpädagogik an. Sie vermittelt pädagogische, fachliche und persönliche Schlüsselkompetenzen mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit. Als tertiäre Bildungsinstitution trägt sie zur Weiterentwicklung und Verbreitung agrar- und umweltpädagogischer Forschung bei und fördert den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Beratung und Bildung. Das Angebot umfasst Seminare, Präsenz- und Onlineveranstaltungen sowie Hochschullehrgänge für Pädagoginnen und Pädagogen sowie Beraterinnen und Berater im Agrar- und Umweltbereich. So unterstützt die Hochschule Innovation und nachhaltige Entwicklung – auch im Bereich Diversifizierung.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Mit dem halbjährlichen Fortbildungsplan bietet die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik den Bundesländern und Partnern die Möglichkeit, Bildungsbedarfe zu melden. Darauf aufbauend werden Fortbildungen für Beraterinnen, Berater sowie Erwachsenenbildnerinnen und -bildner in den Bereichen „Unternehmensführung & Innovation“, „Green Care“ und „Diversifizierung“ angeboten. Ziel ist es, Fachkräfte zu befähigen, land- und forstwirtschaftliche Betriebe und weitere Akteurinnen und Akteure im ländlichen Raum bei der Entwicklung neuer Einkommensquellen, innovativer Dienstleistungen und nachhaltiger Geschäftsmodelle zu unterstützen. So stärkt die Hochschule den Wissenstransfer und fördert die Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen für eine nachhaltige, vielfältige Entwicklung des ländlichen Raums.
Höhere Bundeslehranstalten für Land- und Forstwirtschaft sowie Landwirtschaftliche Fachschulen mit Relevanz für die Diversifizierung in der Landwirtschaft
Höhere land- und forstwirtschaftliche Schulen (HLFS)
Die HBLAs und HBLFAs in Österreich bieten Ausbildungen in Landwirtschaft, Ernährung, Landtechnik, Lebensmittel- und Biotechnologie, Garten- und Landschaftsgestaltung, Gartenbau, Wein- und Obstbau, Forstwirtschaft, Umwelt- und Ressourcenmanagement sowie Informationstechnologie in der Landwirtschaft an. Es gibt eine fünfjährige Ausbildung sowie einen dreijährigen Aufbaulehrgang.
Landwirtschaftliche Fachschulen (LFS)
Die LFS sind berufsbildende mittlere Schulen mit rund 70 Standorten in Österreich. Sie dauern meist drei Jahre und bereiten auf die Führung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs vor. Der Abschluss erfolgt als Facharbeiterin, Facharbeiter bzw. mit mittlerer Reife.
Rolle im AKIS
Höhere land- und forstwirtschaftliche Schulen (HLFS)
An fünf HBLFAs sowie an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik sind Lehre und Forschung zu Kompetenzzentren zusammengefasst. An einigen anderen Schulen bestehen Kooperationen mit Forschungseinrichtungen. Schülerinnen und Schüler profitieren frühzeitig von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und praxisnaher Forschung. Im Rahmen ihrer Diplomarbeiten arbeiten sie mit Forschungsanstalten oder innovativen Partnerunternehmen zusammen. Dies stärkt ihre wissenschaftliche Kompetenz, fördert unternehmerisches Denken und die Entwicklung innovativer Lösungsansätze – auch im Bereich Diversifizierung.
Landwirtschaftliche Fachschulen (LFS)
Die LFS leisten einen wichtigen Beitrag zum Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis. Viele Standorte verfügen über Lehrbetriebe und Versuchsflächen als praxisnahe Lernorte. Darüber hinaus bieten sie Weiterbildungs- und Beratungsangebote für Absolventinnen, Absolventen und die ländliche Bevölkerung. Im Fokus stehen Themen wie Digitalisierung, Betriebsmanagement, Direktvermarktung und Verarbeitung bäuerlicher Produkte.
Kompetenz und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Höhere land- und forstwirtschaftliche Schulen (HLFS)
Die HBLFAs bieten neben fundierten Ausbildungen in klassischen Fachbereichen verstärkt zukunftsorientierte Inhalte, um für die aktuellen agrarischen Herausforderungen bestens gerüstet zu sein. Diese Fächer fördern unternehmerisches Denken und stärken die Innovationskraft junger Landwirtinnen und Landwirte. So legen sie den Grundstein für eine erfolgreiche Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe durch neue Geschäftsfelder, regionale Wertschöpfung und nachhaltige Vermarktungsstrategien.
Landwirtschaftliche Fachschulen (LFS)
Die LFS legen je nach Ausrichtung unterschiedliche Schwerpunkte, etwa in Direktvermarktung, Unternehmensführung oder sozialen Berufen. Sie vermitteln praxisnahes Wissen und fördern Unternehmertum sowie Innovation. Das vielfältige Bildungsangebot unterstützt die Diversifizierung ländlicher Erwerbsquellen und eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven – in Landwirtschaft, sozialen Bereichen und regionalen Dienstleistungen.
- https://www.elmberg.at/
- https://www.pitzelstaetten.at/
- https://www.hbla-sitzenberg.at/
- https://www.hlbla-florian.at/
- https://www.ursprung.at/
- https://raumberg-gumpenstein.at/
- https://www.hblfa-tirol.at/
- http://www.josephinum.at/
- http://www.gartenbau.at/
- http://www.weinobstklosterneuburg.at/
- https://www.forstschule.at/
- https://www.burgenland.at/themen/agrar/landwirtschftliches-schulwesen/
- http://www.lfs.ksn.at/
- https://lako.at/
- https://www.ooe-landwirtschaftsschulen.at/
- http://www.salzburg.gv.at/themen/bildung/schulen/lw-schulen
- http://www.fachschulen.steiermark.at/
- https://www.tirol.gv.at/landwirtschaft-forstwirtschaft/agrar/bildung-und-schule/landwirtschaftliches-schulwesen/
- http://www.bsbz.at/
Junge Landwirtschaft Österreich
Die Junge Landwirtschaft Österreich ist Plattform, Netzwerk und Think-Tank. Sie verbindet junge Landwirtinnen und Landwirte, Forschende, Behörden und Wirtschaft. Die Organisation bietet ein wissenschaftlich fundiertes und praxisorientiertes Umfeld, das sich den Herausforderungen der nächsten Generation Landwirtinnen und Landwirte widmet. Aus heutigen Herausforderungen entstehen Chancen von morgen. Die Junge Landwirtschaft ist aktuell in acht Bundesländern mit Zweigvereinen vertreten.
Rolle im AKIS
Die Junge Landwirtschaft Österreich nutzt Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse, um praxisnahe und zukunftsorientierte Informationen bereitzustellen. So schafft sie eine fundierte Grundlage, um die Branche besser zu verstehen. Mehrmals jährlich organisiert sie Veranstaltungen für Austausch, Weiterbildung und Netzwerkaufbau. Das breite Netzwerk unterstützt Mitglieder dabei, für Herausforderungen passende Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu finden. Zudem koordiniert die Junge Landwirtschaft den Austausch zwischen jungen Landwirtinnen und Landwirten, Diversifizierungs-Expertinnen und -Experten sowie spezialisierten Institutionen, um neue Einkommensquellen und innovative Betriebsmodelle zu fördern. Das EDUCA-Programm stärkt Jugendliche mit ländlichem Bezug durch vielseitige Ausbildung und fördert ihr Engagement für die Landwirtschaft.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Die Junge Landwirtschaft Österreich fördert die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe durch praxisnahe Bildungsangebote, Innovationsprojekte und internationale Vernetzung. Mit dem EDUCA-Weiterbildungsprogramm, dem Innovationspreis und Studienreisen stärkt sie unternehmerisches Denken, Zukunftskompetenz und kreative Lösungsansätze junger Landwirtinnen und Landwirte. Das Projekt Launchpad begleitet Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und innovativer Betriebszweige. Der Innovationspreis zeichnet jährlich mutige Projekte aus, die bestehende Strukturen modernisieren oder neue Geschäftsfelder erschließen. Ziel ist es, durch innovative Produkte und Erwerbskombinationen neue Einkommensquellen zu schaffen und die Attraktivität des Bauernhofs als Arbeitsplatz langfristig zu sichern.
Land schafft Leben
„Land schafft Leben“ ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Wien und Schladming, gegründet 2014. Ziel ist es, transparent und multimedial zu zeigen, wie österreichische Lebensmittel vom Feld und Stall bis hin zum Teller produziert werden. Konsumentinnen und Konsumenten sollen durch fundierte, verständliche Informationen ein neues Verständnis für die Zusammenhänge der Lebensmittelproduktion und ein Bewusstsein für österreichische Lebensmittel entwickeln.
Rolle im AKIS
Der Verein „Land schafft Leben“ recherchiert umfassend zur Lebensmittelproduktion in Österreich und verbreitet die Informationen multimedial. Neben methodisch-didaktisch aufbereitetem Lehrmaterial werden interaktive Inhalte, Podcasts, Videos, Infografiken und Social-Media-Kanäle genutzt, um verschiedene Zielgruppen zu erreichen. Digitale Medien fördern den Dialog und binden eine breite Öffentlichkeit ein. Die Plattform vernetzt Konsumentinnen und Konsumenten, Produzentinnen und Produzenten, Bildungseinrichtungen sowie politische und wirtschaftliche Akteurinnen und Akteure und schafft so ein vielfältiges Netzwerk. Der Verein trägt aktiv zur Entwicklung nachhaltiger und regional diversifizierter Wertschöpfungsketten bei und unterstützt die Entstehung zukunftsfähiger Strukturen, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigen.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Der Verein „Land schafft Leben“ fördert Diversifizierung im ländlichen Raum, indem Landwirtschaft mit Bildung, Tourismus, Medien und Gastronomie vernetzt wird. So entstehen vielfältige Lebens- und Arbeitsmodelle durch sektorübergreifende Zusammenarbeit. Bildungsinitiativen wie der Lebensmittelschwerpunkt an Schulen stärken Ernährungsbildung, Konsumkompetenz und das Bewusstsein für regionale Vielfalt und nachhaltige Entwicklung. In Kooperation mit Gastronomie und Handel setzt „Land schafft Leben“ neue Maßstäbe bei Herkunftskennzeichnung und nachhaltiger Verpflegung – ein wichtiger Beitrag zur Diversifizierung der Wertschöpfungsketten. Die realitätsnahe Darstellung landwirtschaftlicher Prozesse in Medien fördert Konsumkompetenz und eröffnet Perspektiven für Tourismus und Umweltbildung. So entsteht ein dynamisches Zusammenspiel aus Landwirtschaft, regionaler Wirtschaft und gesellschaftlicher Bildung, das die Entwicklung eines vielfältigen, resilienten und zukunftsfähigen ländlichen Raums unterstützt.
Landjugend Österreich
Die Landjugend Österreich ist ein überparteilicher und gemeinnütziger Verein, der Jugendliche im ländlichen Raum fördert und ihnen eine Plattform für Engagement und persönliche Entwicklung bietet. Ziel ist es, junge Menschen zu stärken und zur Mitgestaltung ihrer Region zu motivieren. Die Dachorganisation besteht aus neun Landesverbänden und über 100.000 Mitgliedern in mehr als eigenständige 1.200 Orts- und Bezirksgruppen und ist der größte Jugendverein am Land. In 6 von 10 Gemeinden gibt es eine Landjugend.
Rolle im AKIS
Durch gezielte außerschulische Bildungsangebote befähigt die Landjugend Österreich Jugendliche, Verantwortung im ländlichen Raum und am eigenen Betrieb zu übernehmen. Ein Schwerpunkt liegt auf Landwirtschaft und Umwelt: Konsumentinnen und Konsumenten erhalten ein besseres Verständnis der Lebensmittelproduktion, während Produzentinnen und Produzenten in wirtschaftlicher Betriebsführung gestärkt werden. Im Arbeitsschwerpunkt Young & International werden junge Menschen motiviert, sich mit globalen Themen, anderen Kulturen und vielfältigen Produktionsweisen auseinanderzusetzen. Auslandspraktika bieten wertvolle Einblicke, fördern die persönliche Entwicklung und erweitern die Fachkompetenz. Durch zielgruppenspezifische Bildungsangebote eröffnet die Landjugend neue Perspektiven für die Landwirtschaft – etwa durch Informationen zu innovativen Betriebszweigen, alternativen Bewirtschaftungsmethoden und zusätzlichen Wertschöpfungspotenzialen. So trägt sie wesentlich zur Diversifizierung und Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe bei und stärkt ländliche Regionen nachhaltig.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Die Landjugend Österreich fördert die Diversifizierung im ländlichen Raum durch praxisnahe Bildungsangebote, innovative Projekte und gezielte Innovationsförderung. Mitglieder erwerben Kompetenzen in Betriebsentwicklung, Direktvermarktung, Tourismus, erneuerbaren Energien und nachhaltigen Betriebsmodellen. Durch Informationsveranstaltungen, Workshops, Vernetzung und Erfahrungsaustausch unterstützt die Landjugend junge Landwirtinnen und Landwirte dabei, neue Einkommensquellen zu erschließen und vielfältige Betriebszweige zu entwickeln. Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe zu stärken, nachhaltige Wertschöpfung zu fördern und den ländlichen Raum wirtschaftlich sowie sozial zu beleben. So leistet die Landjugend einen wichtigen Beitrag zu Innovation und nachhaltiger Entwicklung im Agrarsektor.
Landwirtschaftskammern Österreich
Die Landwirtschaftskammern sind die gesetzliche Interessenvertretung der Bäuerinnen und Bauern in Österreich. Sie bestehen aus neun Landes-Landwirtschaftskammern mit über 70 Bezirksstellen und erfüllen als größte Bildungs- und Beratungsanbieter im ländlichen Raum einen gesetzlichen Auftrag. Die Landwirtschaftskammer Österreich koordiniert als Dachorganisation die Bildung und Beratung. Unter ihrem Dach sind neben zahlreichen Verbänden auch die Lehrlings- und Fachausbildungsstellen sowie das Ländliche Fortbildungsinstitut Österreich als größte Bildungseinrichtung im ländlichen Raum angesiedelt.
Rolle im AKIS
Die LK-Beratung bietet ein flächendeckendes, umfassendes Beratungsangebot und ist daher One-Stop-Shop für alle Fragen rund um die land- und forstwirtschaftliche Betriebsführung und Produktion, so auch für die Diversifizierung. Rund 700 fachlich und methodisch bestens geschulte Beratungskräfte in über 70 Standorten sind österreichweit im Einsatz. Durch die verstärkte Teilnahme an nationalen und internationalen Innovationsprojekten stellt die LK Beratung sicher, dass auf den Betrieben benötigtes neues Wissen für die im internationalen Vergleich kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft gewonnen wird und über Bildungs- und Beratungsangebote möglichst rasch verbreitet wird. Die Landwirtschaftskammer nimmt ihre Rolle als „Brücke zwischen Forschung und Praxis“ wahr und setzt gezielt Aktivitäten im Bereich der AKIS Koordination um den Austausch zwischen Akteurinnen und Akteuren der Forschung, Bildung und Beratung anzuregen und Innovation voranzutreiben. Die LK erhebt Wissensbedarfe und Ideen aus der Praxis als Impulse für neue Bildungs- und Beratungsangebote sowie für zukünftige Forschungs- und Innovationsprojekte.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Innovative Ansätze, unternehmerisches Denken und die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe stehen im Mittelpunkt zahlreicher Projekte und Aktivitäten, die darauf abzielen, die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft zu stärken. Das umfassende Bildungs- und Beratungsangebot deckt alle relevanten Themenbereiche ab und richtet sich gleichermaßen an konventionell wie auch alternativ wirtschaftende Betriebe. Zusätzlich bieten alle Bundesländer spezialisierte Programme, die gezielt auf die Förderung von Innovationskraft und unternehmerischer Entwicklung in der Landwirtschaft ausgerichtet sind. Die Expertinnen und Experten der Landwirtschaftskammern stehen den Betrieben mit Fachwissen und praxisnaher Beratung zur Seite, um neue Geschäftsfelder zu erschließen und nachhaltige Betriebsstrategien zu entwickeln.
Ländliche Fortbildungsinstitute Österreich
Das Ländliche Fortbildungsinstitut Österreich (LFI) ist die Bildungseinrichtung der Landwirtschaftskammern und eine der größten im ländlichen Raum. Das LFI bietet vielfältige Aus- und Weiterbildungen für Bäuerinnen, Bauern und Interessierte. 2024 nahmen 220.050 Personen an 8.809 Kursen teil. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf innovativen, bundesländerübergreifenden Bildungsprojekten, von denen jährlich etwa 30 bis 35 umgesetzt werden. Das LFI fördert so nachhaltig die Entwicklung und Qualifikation im ländlichen Raum.
Rolle im AKIS
Als wichtigste Plattform der agrarischen Erwachsenenbildung im ländlichen Raum spielt das Ländliche Fortbildungsinstitut (LFI) eine zentrale Rolle im agrarischen Wissens- und Innovationssystem. Gemeinsam mit Landesorganisationen und Partnerinnen und Partnern werden praxisorientierte Bildungsangebote in allen Bundesländern bereitgestellt. Neben agrarischen Fachthemen setzt das LFI Schwerpunkte auf „Klima und Umwelt“, „Kommunikation und Dialog mit der Gesellschaft“, „Innovation, Digitalisierung und digitales Lernen“ sowie „Diversifizierung“. Das LFI entwickelt laufend neue Bildungsangebote, die unternehmerisches Denken fördern und zur Erschließung neuer Einkommensquellen beitragen. Trainerinnen, Trainer sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden gezielt geschult, um die Inhalte praxisnah und wirkungsvoll zu vermitteln. Die Umsetzung erfolgt regional durch die LFI-Landesorganisationen.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Das vielfältige Bildungsangebot des LFI richtet sich an Landwirtinnen und Landwirte, die Innovation, unternehmerisches Denken und Diversifizierung vorantreiben wollen. Es umfasst Programme zur Förderung zukunftsorientierter Betriebsentwicklungen und neuer Geschäftsmodelle, die von der Ideengenerierung über die Produktentwicklung / Unternehmensgründung und Markteinführung bis hin zur laufenden Umsetzung in jeder Phase des Diversifizerungsvorhabens unterstützen. In zahlreichen bundesländerübergreifenden Kooperationsprojekten werden Themen behandelt, die für die Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Betriebe von zentraler Bedeutung sind, etwa neue Technologien, alternative Einkommensquellen und unternehmerische Strategien. Ziel dieser ist es, praxisnahe Bildungsformate zu entwickeln, die den direkten Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und landwirtschaftlicher Praxis fördern.
LEADER Forum Österreich
Das LEADER Forum Österreich ist ein freiwilliger Zusammenschluss der österreichischen LEADER-Regionen. Es bietet eine Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit, um den partizipativen Regionalentwicklungsansatz zu stärken. Durch Vernetzung, Wissensaustausch und Interessenvertretung fördert es die Eigeninitiative der Regionen. Rund 5.000 Projekte werden pro Förderperiode von Gemeinden, Unternehmen und privaten Initiativen umgesetzt. Etwa 3.000 Ehrenamtliche engagieren sich in Gremien.
Rolle im AKIS
Der Verein „LEADER Forum Österreich“ unterstützt regionale Akteurinnen und Akteure bei der Entwicklung nachhaltiger Projekte durch Förderberatung, Projektbegleitung und Umsetzungshilfe im Einklang mit der lokalen Entwicklungsstrategie. Die Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) entscheiden eigenständig über Vorhaben in ihren Regionen. Professionelle LAG-Managerinnen und Manager begleiten diese Prozesse und sorgen für gezielte Unterstützung. Neben methodischer Beratung und Vermittlung von Fördermitteln kann die LAG auch selbst Projekte umsetzen, vor allem dort, wo keine geeigneten Träger vorhanden sind. So übernimmt die LAG Verantwortung und gestaltet Beteiligungs- und Innovationsprozesse aktiv mit. Damit leistet das LEADER Forum einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung im ländlichen Raum und unterstützt die Regionen dabei, ihre wirtschaftliche, soziale und ökologische Zukunft eigenverantwortlich zu gestalten.
Kometenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Das „LEADER Forum Österreich“ ist die zentrale Plattform aller LEADER-Regionen und bündelt deren Kompetenzen in der partizipativen Regionalentwicklung. Es fördert den überregionalen Austausch, unterstützt Kooperationen und stärkt die Zusammenarbeit mit relevanten Organisationen, Netzwerken und politischen Entscheidungsträgern auf nationaler und internationaler Ebene. Als Interessenvertretung bringt das Forum die Anliegen der Regionen gezielt in Gremien und Prozesse ein, um praxisnahe Rahmenbedingungen zu schaffen. Gleichzeitig begleitet es die Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) mit fachlicher Unterstützung bei der Umsetzung von Projekten und der Anwendung des LEADER-Ansatzes. Das „LEADER Forum Österreich“ organisiert Wissenstransfer, dokumentiert Erfahrungen und ermöglicht Weiterbildung, um Kompetenzen der regionalen Akteurinnen und Akteure laufend zu stärken. Durch die Entwicklung von Lösungsansätzen bei Umsetzungsproblemen und die Förderung innovativer Prozesse trägt das Forum maßgeblich zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Regionalentwicklung und der Diversifizierung in Österreich bei.
Lebensqualität Bauernhof
„Lebensqualität Bauernhof“ ist eine bundesweite Bildungs- und Informationsinitiative zur Unterstützung von Bäuerinnen und Bauern in besonderen Lebenssituationen. Sie besteht seit 2007 österreichweit, initiiert von der ARGE Österreichische Bäuerinnen und wird vom Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) in Kooperation mit den Landwirtschaftskammern umgesetzt.
Rolle im AKIS
„Lebensqualität Bauernhof“ setzt auf ein starkes Netzwerk. Angesichts der hohen körperlichen, wirtschaftlichen und emotionalen Belastungen in der Landwirtschaft setzt das Projekt gezielt auf Prävention und Unterstützung bei psychischen und familiären Herausforderungen. Ziel ist es, die Lebensqualität landwirtschaftlicher Familien nachhaltig zu verbessern. Durch frühzeitigen Zugang zu Beratungs- und Bildungsangeboten wird die psychosoziale Gesundheit gestärkt und psychischen Belastungen vorgebeugt. Gleichzeitig leistet das Projekt einen Beitrag zum langfristigen Erhalt kleinstrukturierter Betriebe, indem es Resilienz und Wohlbefinden innerhalb bäuerlicher Familien fördert. Ein zentraler Bestandteil ist die Kompetenzvermittlung: Landwirtinnen und Landwirte erwerben Fähigkeiten, um herausfordernde Situationen besser zu bewältigen und ihre eigenen Ressourcen gezielt zu stärken. So ergänzt „Lebensqualität Bauernhof“ die wirtschaftliche Diversifizierung um eine wichtige soziale Dimension und unterstützt die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
„Lebensqualität Bauernhof“ unterstützt Bäuerinnen und Bauern bei der betrieblichen Weiterentwicklung – etwa durch Vergrößerung, Spezialisierung, Umstellung oder Diversifizierung.** Angesichts des zunehmenden Veränderungsdrucks durch Marktvolatilität, technische Innovationen und politische Rahmenbedingungen begleitet das Projekt landwirtschaftliche Familien mit gezielter Unterstützung bei Reflexion und Entscheidungsfindung. Durch psychosoziale Beratung werden Belastungen frühzeitig aufgefangen; Seminare, Kurse und Vorträge stärken persönliche Kompetenzen und das Wohlbefinden. Ein niederschwelliges Sorgentelefon bietet zusätzlich Hilfe zur Selbsthilfe. So leistet „Lebensqualität Bauernhof“ einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität, zur Resilienz bäuerlicher Familien und zur nachhaltigen Diversifizierung im ländlichen Raum.
Maschinenringe Österreichs (MR)
Der Maschinenring wurde in den 1960er-Jahren als Verein zur bäuerlichen Selbsthilfe gegründet. Mit über 70.000 Mitgliedern und 30.000 Dienstleistern zählt er zu den größten Dienstleistern im ländlichen Raum. Auch kleine Betriebe können auf die Dienstleistungen und Digitalisierungsleistungen durch den Maschinenring zurückgreifen. Seit über 25 Jahren fördert der Maschinenring die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Wirtschaft und setzt auf nachhaltige, regionale Lösungen sowie innovative Projekte für eine zukunftsfähige Entwicklung.
AKIS in Österreich
Der Maschinenring Österreich unterstützt die Diversifizierung in der Landwirtschaft durch gezielte Bildungsangebote, Wissenstransfer und digitale Lösungen. Die Maschinenring Akademie bietet praxisnahe Schulungen, Onlineformate und spezialisierte Kurse zu neuen Betriebszweigen und unternehmerischer Weiterentwicklung. Farminare, Workshops und individuelle Beratungen fördern Kompetenzen in Agrarservice, erneuerbaren Energien und digitaler Betriebsführung. Über MR-Plattformen erhalten Landwirtinnen und Landwirte Zugang zu innovativen Tools für Planung, Dokumentation und Ressourcenmanagement. So steigert der Maschinenring betriebliche Effizienz und erleichtert den Einstieg in neue Einkommensfelder. Digitale Vernetzung und interaktive Bildungsformate stärken zudem die Zusammenarbeit zwischen Landwirtinnen und Landwirten, Gemeinden, Betrieben und Institutionen. Damit schafft der Maschinenring eine zukunftsorientierte Lernumgebung, die unternehmerisches Denken, Innovationskraft und nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum fördert.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Projekte wie die „Maschinenring-Zusammenarbeit“ eröffnen neue Einkommensquellen und stärken die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe. Der Maschinenring unterstützt Landwirtinnen und Landwirte bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle und stellt digitale Werkzeuge zur Optimierung der Betriebsführung bereit. Ein Fokus liegt auf Digitalisierung in Planung, Abrechnung und Management von Maschinengemeinschaften. So werden Technik effizienter genutzt, Prozesse optimiert und Kosten gesenkt. Die digitalen Plattformen des Maschinenrings bieten praxisnahe Lösungen: der MR OnlineManager zur Einsatzplanung und Abrechnung, das MR AgrarPortal als zentrale Plattform sowie Tools für Gemeinschaftsmanagement. Schulungen, Webinare und die Maschinenring-Akademie sichern den Wissenstransfer. Damit leistet der Maschinenring einen zentralen Beitrag zur Diversifizierung, Digitalisierung und Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft.
Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL)
Das Österreichische Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL) ist ein gemeinnütziger Verein, gegründet 1947. Es agiert als österreichweit tätige Bildungseinrichtung für Erwachsenenbildung im landwirtschaftlichen Bereich. Zudem dient das ÖKL als neutrale Plattform für Information, Diskussion und Koordination und als Bindeglied zwischen Forschung, Verwaltung und Praxis im ländlichen Raum.
AKIS in Österreich
Das Österreichische Kuratorium für Landtechnik (ÖKL) ist ein zentraler Impulsgeber im agrarischen Wissens- und Innovationssystem und verlässlicher Partner für Landwirtinnen und Landwirte, die ihre Betriebe zukunftsorientiert weiterentwickeln wollen. Mit Kursen, Veranstaltungen und Publikationen unterstützt das ÖKL gezielt jene, die unternehmerisch denken und neue Wege gehen möchten. Die Bildungsangebote greifen aktuelle Herausforderungen auf – von Digitalisierung über nachhaltige Bewirtschaftung bis zu innovativen Geschäftsmodellen. Sie fördern unternehmerisches Denken und helfen Landwirtinnen und Landwirten, ihre Kompetenzen strategisch auszubauen, um neue Einkommensquellen zu erschließen. Neben praxisnahen Schulungen bietet das ÖKL vertiefende Fachinformationen wie Merkblätter und setzt Projekte um, die den Wissenstransfer zwischen Forschung, Praxis und Unternehmertum stärken.
Kompetenzen und Aktivitäten im Bezug auf Diversifizierung
Innovative Ansätze zur Diversifizierung sind entscheidend, um neue Einkommensquellen zu erschließen und die Resilienz landwirtschaftlicher Betriebe zu stärken. Das Projekt „AfterWork am Bauernhof“ zeigt beispielhaft neue Wege in Direktvermarktung und Kundinnen bzw. Kundenbindung. Auch Initiativen zur Förderung der Biodiversität, biologischer Landwirtschaft, nachhaltiger Produktion und regionaler Vermarktung sowie im Landwirtschaftlichen Bauwesen (Einbindung von Betrieben in neue Lösungsideen) bieten kreative Lösungen für aktuelle Herausforderungen. Sie verbinden ökologische Prinzipien mit wirtschaftlichem Erfolg und fördern unternehmerisches Denken. Praxisnahe Informationsmaterialien unterstützen Landwirtinnen und Landwirte bei der Umsetzung. Bereits abgeschlossene Projekte wie „Umweltpädagogik als Chance“, „Tiergestützte Intervention“, „Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude“ oder die „Wienerwald Heubörse“ zeigen, wie innovative Ideen neue Berufs- und Einkommensmöglichkeiten im ländlichen Raum schaffen – ein wichtiger Beitrag zum AKIS-Wissens- und Innovationssystem.
Perspektive Landwirtschaft
Perspektive Landwirtschaft ist ein gemeinnütziger Verein mit engagierten Mitgliedern, der sich für eine vielfältige, zukunftsfähige und ökologisch verträgliche Landwirtschaft einsetzt. Die Initiative entstand 2013 aus einem Netzwerk von BOKU-Studierenden und hat sich seitdem zu einer anerkannten Plattform für Bildung, Vernetzung und Information entwickelt. Sie fördert den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft und setzt sich für nachhaltige Agrarwenden ein.
Rolle im AKIS
Ein starkes Netzwerk ist die Grundlage für gegenseitige Unterstützung und den wertvollen Austausch unter Landwirtinnen und Landwirten. Perspektive Landwirtschaft arbeitet eng mit Partnerinnen und Partnern aus Landwirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft zusammen, um innovative und nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen der modernen Landwirtschaft zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Perspektiven-Suche: Bäuerinnen und Bauern können ihr Lebenswerk – auch außerfamiliär – übergeben. Diese Form der Hofübergabe stärkt Betriebe und eröffnet Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern Chancen für unternehmerisches Handeln. Vielfältige Veranstaltungen, praxisnahe Bildungsangebote und digitale Plattformen schaffen Raum für Innovation, in dem unternehmerisches Denken, soziale Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Perspektive Landwirtschaft fördert die Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe durch außerfamiliäre Hofnachfolge, vielfältige Kooperationen und praxisorientierte Bildungsangebote. Die Plattform vernetzt Hofübergebende mit Hofsuchenden und schafft Räume für wertvollen Austausch und Wissenstransfer. Innovative Betriebsmodelle wie Permakultur, Green Care oder sozial-ökologische Projekte werden unterstützt, um neue Perspektiven für die Landwirtschaft zu eröffnen. Dadurch wirkt Perspektive Landwirtschaft aktiv dem Strukturwandel entgegen, stärkt regionale Kreisläufe und verbindet traditionelles Wissen mit modernen, nachhaltigen Ansätzen. Mit vielfältigen Veranstaltungen, digitalen Plattformen und persönlichen Beratungen trägt sie maßgeblich zu einer zukunftsfähigen, resilienten und vielfältigen Landwirtschaft in Österreich bei. So leistet Perspektive Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume und fördert unternehmerisches Denken und soziale Verantwortung gleichermaßen.
Urlaub am Bauernhof Österreich
Der Verein „Urlaub am Bauernhof Österreich“ ist die bundesweite Marketing- und Qualitätsplattform für bäuerliche Vermieterinnen und Vermieter und steht für hohe Qualitätsstandards, authentische Naturerlebnisse und die Vermittlung bäuerlicher Lebensweisen. Durch die gezielte Vermarktung vielfältiger Angebote sowie die Förderung von Nachhaltigkeit und Regionalität trägt der Verein zur wirtschaftlichen Stärkung ländlicher Räume und zum Erfolg eines qualitätsorientierten, naturnahen Tourismus bei.
Rolle im AKIS
„Urlaub am Bauernhof“ ist eine bewährte Form der Diversifizierung, die bäuerliche Betriebe wirtschaftlich stärkt und den ländlichen Raum nachhaltig belebt. Die Initiative verbindet gelebte Gastfreundschaft, regionale Wertschöpfung und hochwertige Angebote in vier einzigartigen Urlaub am Bauernhof-Lebenswelten. Mitgliedsbetriebe profitieren von professionellem Marketing, digitaler Buchbarkeit sowie klaren Qualitätsstandards. Ein starkes Netzwerk, gezielte Interessenvertretung und hohe Markenbekanntheit schaffen neue Perspektiven – besonders für die junge Generation. Durch nachhaltige Tourismuskonzepte fördert „Urlaub am Bauernhof“ nicht nur die ökonomische Stabilität der Betriebe, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. So ist „Urlaub am Bauernhof“ ein wichtiger Bestandteil vieler landwirtschaftlicher Existenzen und ein Erfolgsmodell für nachhaltigen Tourismus.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
„Urlaub am Bauernhof“ erhöht die regionale Wertschöpfung, schafft neue Arbeitsplätze am Hof und in der Region, fördert den ländlichen Tourismus und unterstützt den Ausbau der Infrastruktur. Die enge Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben stärkt lokale Netzwerke, während der direkte Kontakt zwischen Landwirtschaft und Konsumentinnen und Konsumenten den Dialog, das Verständnis und die Wertschätzung für bäuerliche Arbeit fördert. Wissenstransfer, Innovation und gesellschaftliche Teilhabe spielen eine zentrale Rolle. Mitgliedsbetriebe profitieren von professionellem Marketing, digitaler Buchbarkeit und klaren Qualitätsstandards. Ein starkes Netzwerk, gezielte Interessenvertretung und hohe Markenbekanntheit eröffnen neue Perspektiven. „Urlaub am Bauernhof“ ist so ein Erfolgsmodell für nachhaltigen Tourismus und trägt wesentlich zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung ländlicher Regionen bei.
Wirtschaftskammer Österreich
Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) ist die Dachorganisation der neun Wirtschaftskammern und vertritt über 540.000 Mitgliedsbetriebe. Als gesetzliche Interessenvertretung setzt sie sich für Unternehmen und Gewerbetreibende gegenüber Politik und Öffentlichkeit ein. Die Mitgliedschaft ist für Betriebe mit Gewerbeberechtigung verpflichtend. Mit Beratung, Service, Ausbildung und Interessenvertretung fördert die WKO die Anliegen der Wirtschaft.
Rolle im AKIS
Die Wirtschaftskammer Österreich treibt die Diversifizierung in ländlichen Regionen aktiv voran, indem sie praxisnahe Informationen bereitstellt, innovative Geschäftsmodelle fördert und Wissen vermittelt. Über das WIFI und weitere Plattformen bietet sie gezielte Bildungs- und Beratungsangebote, die Unternehmerinnen und Unternehmer befähigen, neue Einkommensquellen zu erschließen – etwa in Direktvermarktung, Tourismus oder erneuerbaren Energien. Mit modernen Services, digitalen Tools und interaktiven Plattformen begleitet die WKO Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Strategien. Als zentrale Kooperationsdrehscheibe vernetzt sie Betriebe, Branchen und Regionen national sowie international, fördert den Austausch und stärkt Synergien – auch im Agrarbereich. So trägt die WKO wesentlich dazu bei, dass sich regionale Wirtschaftsstrukturen nachhaltig und zukunftsfähig entwickeln.
Kompetenzen und Aktivitäten in Bezug auf Diversifizierung
Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) ist die gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Wirtschaft und spielt eine wichtige Rolle bei der Diversifizierung im ländlichen Raum. Neben der politischen Vertretung bietet sie umfassende Serviceleistungen wie Rechts-, Steuer- und Wirtschaftsberatung sowie Unterstützung für Gründerinnen und Gründer in verschiedenen Branchen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Exportförderung durch die Außenwirtschaft Austria. Land- und forstwirtschaftliche Betriebe sind eng mit vor- und nachgelagerten Sektoren verbunden, darunter Lebensmittelherstellung, Handel und Tourismus. Die WKO unterstützt Kleinst- und Kleinunternehmen, fördert Innovationen in der Lebensmittelverarbeitung und stärkt regionale Wertschöpfungsketten. Durch Beratung, Forschung und Investitionen trägt sie dazu bei, neue wirtschaftliche Potenziale zu erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.