Video: Einkommenssicherung in der GAP
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU unterstützt Bäuerinnen und Bauern in ihrer täglichen Arbeit – und sichert ihr Einkommen in einem zunehmend herausfordernden Umfeld. Doch wie genau funktioniert das? Welche Förderungen gibt es? Und wie helfen diese, regionale Landwirtschaft, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit zu stärken?
Unser Video zeigt anschaulich, wie die GAP dazu beiträgt, landwirtschaftliche Betriebe wirtschaftlich abzusichern, Innovation zu fördern und den Strukturwandel abzufedern. Es erklärt kompakt und verständlich, welche Maßnahmen zur Einkommenssicherung beitragen – von Basiszahlungen über Ausgleichszulagen bis hin zu Investitionsförderungen.
Policy Lab: Ländliche Gebiete und Gemeinschaften im EU-Haushalt und in der EU-Politik nach 2027
Bewerbung bis 22. September 2025!
Ziele
Verbesserung des Verständnisses der Teilnehmer:innen für die Auswirkungen (Risiken und Chancen) der Vorschläge für den EU-Haushalt und Erleichterung eines positiven Ergebnisses der Verhandlungen über den ländlichen Raum durch:
- Ermutigung und Unterstützung der gesetzgebenden Organe in ihren Überlegungen über die Rolle der ländlichen Gebiete und Gemeinschaften in der künftigen EU-Politik;
- Unterstützung der Mitglieder der Gemeinschaft des Pakts für den ländlichen Raum bei der Vorbereitung ihrer Teilnahme an den Konsultationsprozessen (einschließlich Ideen für inspirierende Maßnahmen auf nationaler/regionaler Ebene).
Erleichterung einer frühzeitigen Reflexion über die künftige Umsetzung des neuen politischen Rahmens und Einbeziehung der Behörden der Mitgliedstaaten in strategische Überlegungen zu Synergien mit der Vision und dem Pakt für den ländlichen Raum auf nationaler und regionaler Ebene durch:
- Förderung innovativer, zukunftsorientierter und wirkungsvoller Maßnahmen im Einklang mit dem vorgeschlagenen Rahmen (aufbauend auf bewährten Verfahren und Erfahrungen aus Policy Labs, Webinaren und anderen Aktivitäten des Pakts für den ländlichen Raum);
- Einladung von Regierungsbeamt:innen, die sich auf nationaler und regionaler Ebene aktiv am Pakt für den ländlichen Raum beteiligen, um zu erläutern, wie sie an die neuen politischen Vorschläge herangehen.
Die Veranstaltung findet in Brüssel in englischer Sprache ohne Verdolmetschung statt.
Workshop: Messen, worauf es ankommt – Ansätze zum Ausgleich der Auswirkungen der GAP
Anmeldung bis 26. September 2025!
Der Europäische Evaluierungs-Helpdesk für die GAP freut sich, Sie am 16. und 17. Oktober 2025 zum Good-Practice-Workshop zum Thema “Measuring what matters – Approaches to netting out gap impacts” in Bukarest, Rumänien, einzuladen. Bei dem Workshop handelt es sich um eine Präsenzveranstaltung, die freundlicherweise vom rumänischen Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung ausgerichtet wird und sich auf die Gründe, Herausforderungen und wichtigsten Ansätze zum Ausgleich der Auswirkungen der GAP konzentriert.
Die Messung der Auswirkungen der GAP ist wichtig, da sie zeigen, ob die GAP ihre Ziele erreicht und greifbare Vorteile für die Landwirt:innen, die ländlichen Gebiete, die Umwelt und die Gesellschaft insgesamt bringt. Gemäß dem GAP-Programmplanungszeitraum 2023-2027 und seinem Rahmen für die Leistungsüberwachung und -bewertung (PMEF) sind die Auswirkungen von zentraler Bedeutung, um nicht nur zu verstehen, was finanziert wird, sondern auch, was sich durch die GAP-Unterstützung geändert hat und ob die Politik vor Ort einen echten Wandel bewirkt. Da die Mitgliedstaaten für das, was sie erreichen (und nicht nur für ihre Ausgaben), verantwortlich sind, sind die PMEF-Wirkungsindikatoren (Anhang I der Verordnung (EU) 2021/2115) von entscheidender Bedeutung, um die strategische Leistung zu verfolgen und politische Anpassungen zu ermöglichen.
LEADER als Motor für Chancengleichheit im ländlichen Raum – neuer Leitfaden online!
Eine Arbeitsgruppe des GAP-Begleitausschusses hat sich zum Ziel gesetzt, Geschlechtergleichstellung in der aktuellen Umsetzungsperiode zu verbessern. Die Prämisse: praktisch anwendbare Ergebnisse. Besonderes Potenzial in der Verbesserung von Gleichstellung wird dabei den LEADER-Regionen zugeschrieben. So wurde in einer Pilotphase mit der LEADER-Region Hermagor ein übertragbares Prozessmodell zur Verankerung von Gender Mainstreaming entwickelt, das nun österreichweit auch anderen regionalen Strukturen zur Verfügung steht.
LEADER ist eine Entwicklungsmethode der Europäischen Union, mit der seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Aufgrund der regional verankerten Strukturen sowie der partizipativ formulierten „LES – Lokale Entwicklungsstrategie“ ist es ein sehr gut geeignetes Instrument zur Realisierung von Gleichstellungszielen. LEADER-Managerinnen und Manager sind zentrale Akteurinnen und Akteure in den regionalen Entwicklungsprozessen – sie sind die Schnittstelle zwischen Umsetzung und Politik ebenso wie die Informationsdrehscheibe in der Region. Diese Schlüsselposition nehmen sie auch ein, wenn es darum geht, Gleichstellung von Frauen und Männern zu einem selbstverständlichen Handlungsprinzip in der Regionalentwicklung zu machen.
Die Umsetzung von Gender Mainstreaming ist – richtig angegangen – ein Prozess, der die Qualität von Produkten und Dienstleistungen optimiert. Wenn sich die Umsetzung von Gender Mainstreaming schwierig gestaltet oder gar scheitert, liegt es meist nicht am mangelnden Willen der beteiligten Personen, sondern eher daran, dass nicht immer klar ist, was es zu tun gilt.
Die LEADER Region Hermagor wurde als Pilotregion in der Praxis ausgewählt. Durch Workshops mit der LAG (Lokale Aktionsgruppe), Arbeitssitzungen mit dem LAG-Vorstand sowie Coaching des LEADER-Managements wurde der Prozess zur Verankerung der Geschlechtergleichstellung in LAGs modellhaft ausgearbeitet.
Dieses Prozessmodell mit Empfehlungen für eine regionale Umsetzung wird nun allen österreichischen LAGs zur Verfügung gestellt. Weiters können auch andere regionale Strukturen wie KEM (Klima- und Energie-Modellregionen), KLAR! (Klimawandel-Anpassungsmodellregionen), Regionalmanagements, Stadtregionsmanagements, etc. dieses Prozessmodell zur Anwendung bringen.
Publikation: Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen für landwirtschaftliche Betriebe
Dieses Kompendium präsentiert eine Auswahl verschiedener Möglichkeiten, wie die wirtschaftlichen Herausforderungen, denen landwirtschaftliche Betriebe gegenüberstehen, bewältigt werden können. Die Mitglieder der Themengruppe (TG) zur wirtschaftlichen Anfälligkeit der Landwirtschaft haben eine Vielzahl von Beispielen zusammengestellt, die deutlich machen, dass alle relevanten Akteur:innen einen Beitrag zur Lösung der wirtschaftlichen Anfälligkeit der Landwirtschaft in der gesamten EU leisten müssen.
Die in der Veröffentlichung zusammengestellten Beispiele veranschaulichen verschiedene Ansätze, die in den einzelnen Mitgliedstaaten verfolgt werden.
Dieser Kurzbericht zeigt auf, wie nationale Behörden Rechtsvorschriften erlassen können, um die wirtschaftliche Belastung landwirtschaftlicher Betriebe zu verringern und Landwirt:innen finanziell zu unterstützen, um ihre Produktionskosten zu senken. Er zeigt auch, wie Versicherungsanbieter dazu beitragen können, Einkommensschwankungen zu verringern und Risiken durch extreme Wetterereignisse abzumildern, sowie die wichtige Rolle, die Landwirtschaftsverbände bei der Verbesserung des Zugangs der Erzeuger:innen zu Krediten spielen können. Vor allem aber veranschaulichen die Beispiele die Chancen für einzelne landwirtschaftliche Betriebe durch Investitionen in die Zusammenarbeit sowie Möglichkeiten zur Anpassung ihrer Produktionsmethoden, um ihre Widerstandsfähigkeit in einem sich rasch wandelnden Umfeld zu stärken.
Interviewsammlung zu ÖPUL-Biodiversitätsflächen Acker und Grünland
Seit 2023 verpflichten sich landwirtschaftliche Betriebe, die an den ÖPUL-Maßnahmen “UBB“ oder “Biologische Wirtschaftsweise“ teilnehmen, 7% ihrer Acker- und Grünlandflächen als Biodiversitätsflächen anzulegen. Doch wie sieht die praktische Umsetzung aus und welche Herausforderungen ergeben sich dabei für die Landwirtinnen und Landwirte?
Das Österreichische Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL) hat genau diese Fragen direkt bei den Betroffenen erhoben und die drängendsten Anliegen gesammelt. In Zusammenarbeit mit Expert:innen des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLUK), den Landwirtschaftskammern, dem Bienenzentrum Oberösterreich sowie erfahrenen Landwirtinnen und Landwirten wurden die häufigsten Fragen klar, praxisnah und verständlich beantwortet.
Die Expert:innen
ÖPUL-Biodiversitätsflächen im Grünland
ÖPUL-Biodiversitätsflächen im Acker und Grünland
Neuer Aufruf für zwei Biodiversität-Fördercalls im Volumen von 7,5 Mio. Euro
- Im Bereich Landwirtschaft handelt es sich bereits um den 5. Fördercall zu Biodiversität, dieser umfasst ein Volumen von 4,5 Milo. Euro. Bei dem aktuellen Call können Projekte mit einer Projektkostenobergrenze von 400.000 Euro bzw. 650.000 Euro für Projekte mit nachweislichem Umsetzungsfokus gefördert werden. Die Einreichfrist läuft bis zum 13. Oktober 2025.
Weitere Informationen
- Der zweite Fördercall unterstützt die Biodiversität in Österreichs Wäldern, umfasst ein Volumen von 3 Mio. Euro und ist bereits der 4. Fördercall für Biodiversitätsprojekte, der aus dem Waldfonds finanziert wird. Als Förderungsuntergrenze werden für Projekte 100.000 Euro und als Förderungsobergrenze 500.000 Euro an anrechenbaren Projektkosten festgelegt. Die Einreichfrist läuft bis zum 19. September 2025.
Weitere Informationen
Online-Vortragsreihe für Frauen in der Landwirtschaft – „Rechte stärken – Zukunft sichern“
Wenn im Herbst in den bäuerlichen Bildungseinrichtungen die neue Saison beginnt, startet auch die Bäuerinnenorganisation mit einem neuen, umfangreichen Programm für die Frauen auf den Höfen und im ländlichen Raum. Mit klaren Worten und fundiertem Wissen werden zentrale Themen auf den Tisch gebracht: von rechtlicher Absicherung über mentale Gesundheit bis zu Konsum- und Ernährungsbildung. Es ist Zeit, hinzuhören – und gemeinsam weiterzudenken.
Heuer steht der Herbst bei den Bäuerinnen im Zeichen der Aufklärung und Sichtbarkeit: In Webinaren, Studienpräsentationen und Gesprächen bringen sie ihre Perspektiven ein, stärken Wissen rund um Rechte und zeigen auf, was es für eine zukunftsfähige Landwirtschaft braucht – heute und morgen. Es werden Themen in den Mittelpunkt gestellt, die zählen: Rechte, Bildung, Gesundheit und Zukunftschancen für Frauen in der Landwirtschaft.
7-teilige Webinarreihe für Frauen und die „Rechte, die sie haben“ ab August
Bereits am 26. August startet das Bildungsprojekt ZAMm unterwegs mit „RECHT(e) haben“ mit einer Vortragsreihe für Frauen in der Landwirtschaft. In sieben Webinaren werden gemeinsam mit Juristinnen der Landwirtschaftskammern wichtige rechtliche Bereiche von den Spielregeln am Hof über Familien-, Erb- und Sozialrecht, Hofübergabe und spezifische Mutterschaftsleistungen bis zu steuerlichen Belangen behandelt.
„Basierend auf der Broschüre ‘Rechte der Frau in der Landwirtschaft‘ bieten wir den Frauen damit einen niederschwelligen Zugang zu praxisnahem Wissen und klären über relevante Themen auf“, erläutert Ines Jernej, Projektleiterin von „ZAMM unterwegs“.
- 26. August 2025: Einführung – (Rechtliche) Spielregeln am Hof
- 17. September 2025: Familienrecht konkret 1
- 2. Oktober 2025: Familienrecht konkret 2
- 10. November 2025: Überblick zum Erbrecht
- 11. Dezember 2025: Die bäuerliche Hofübergabe
- 27. Jänner 2026: Gut abgesichert am Hof – Sozialversicherung verständlich erklärt
- 24. Februar 2026: Mutterschaftleistungen & Steuertipps für die Bäuerinnen
Alle Webinare finden von 19:00 bis 20:30h statt!
Die Teilnahme ist kostenlos!
Startschuss für ERDREICH-Preis 2026
Gesucht werden Vorzeigeprojekte, die sich aktiv für den Bodenschutz, die Verbesserung der Bodenqualität und die Reduktion des Bodenverbrauchs einsetzen. Mit dem ERDREICH-Preis werden jene Initiativen ins Rampenlicht gerückt, die zeigen, wie gelebter Bodenschutz, die Verbesserung der Bodenqualität und die Reduktion des Bodenverbrauchs in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden können. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Umgang mit der Ressource Boden und ermutigen andere, ebenfalls aktiv zu werden.
Projekte können von Gemeinden, Verbände, Organisationen, Unternehmen, Initiativen und Privatpersonen eingereicht werden.
Der ERDREICH-Preis 2026 wird in folgenden fünf Kategorien vergeben:
- Bodengesundheit – für Projekte zur nachhaltigen Verbesserung von Boden und Bodenfruchtbarkeit
- Flächensparen – für Projekte, die auf einen effizienten und sparsamen Umgang mit Flächen setzen
- Flächenrecycling – für die Revitalisierung von Brachflächen
- Partizipation & Bewusstseinsbildung – für Initiativen, die Bürger:innen aktiv in den Bodenschutz einbinden
- Kommunale Vorreiter – für Gemeinden und Städte, die als Vorreiter für Bodenbewusstsein gelten