Halle zur Saatgutverarbeitung, Reinigungsmaschinen und Laborausstattung

  • Errichtung einer neuen Produktionshalle für die Reinigung und Lagerung von Saatgut, Kühl- und Gefrierzellen, Sanitärräume und einer Hackschnitzelheizung.
  • Erweiterung der Saatgutreinigung um zwei Reinigungsmaschinen.
  • Ausbau des Saatgutlabors um neue Laborgeräte (z.B. für Keimfähigkeits- und Triebkraftuntersuchungen).
  • Abluftreinigung.
  • Neuerrichtung von vier Gewächshäusern (z.B. für die Testung neuer Linien in der Sortenzüchtung).
  • Investition in ein neues Tröpfchenbewässerungssystem.
  • Durch dieses Projekt soll eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und eine Verbesserung der Umwelt- und Ressourceneffizienz erreicht werden.

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

  • Im Biogemüsebereich steht Saatgut nach wie vor nicht in ausreichernder Menge zur Verfügung, sodass auf konventionelles, ungebeiztes Saatgut zurückgegriffen werden muss.
  • Die Kapazitäten für die Biogemüsesaatgutproduktion sollen ausgeweitet werden (Die heimische Produktion deckt derzeit nur zu rund 50% den Bedarf).
  • Von Seiten des Handels besteht Bedarf nach Biogemüsesaatgut aus heimischer Produktion.
  • Auch bei Kleinpackungen für die Hobbygärtner besteht noch Nachfrage.

 

Ziele des Projekts

  • Im Lebensmitteleinzelhandel bzw. den Supermarktketten und in der Direktvermarktung ist einen erhöhten Bedarf nach regionalem Biogemüsesaatgut gegeben.
  • Durch den Ausbau der Verarbeitungskapazitäten des Unternehmens kann der Bedarf nach Biogemüsesaatgut besser gedeckt werden und damit Vermarktungsmenge, Umsatz und Betriebsergebnis deutlich gesteigert werden.
  • Im Rahmen des Projektes sollen 2 neue Arbeitsplätze zu den bestehenden 27 geschaffen werden.
  • Für die Landwirte stellt die Bio-Saatgutvermehrung eine wichtige Wertschöpfungsquelle dar. Derzeit produzieren rd. 30 regionale Vermehrungsbetriebe in Österreich und weitere in Südtirol, Deutschland, Bulgarien und Spanien Biogemüsesaatgut für die ReinSaat KG.

 

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

  • Durch Erhöhung der Produktion, Verarbeitungskapazität, Lagerkapazität und der Vermarktungsmenge nach Projektdurchführung kann der Handel besser versorgt, Importware substituiert und der eigene Marktanteil erhöht werden.
  • Im Rahmen der Züchtungsarbeit werden neue Sorten entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse des biologischen Erwerbsgemüsebaus zugeschnitten sind. Beispiele dafür sind die Sorten “Kalibos” (Rotkraut), “Mesclun” (Pflücksalat) und “Andine Cornue” (Saucentomate).
  • In Zukunft sollen auch vermehrt professionelle Gärtner (Erwerbsgärtner) mit Biogemüsesaatgut beliefert werden.
  • Mit Partnerbetrieben in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Slowenien gibt es Kooperationen (längerfristige Detailabsprachen bei Großmengen zur Optimierung der Produktionskapazitäten, einheitliche Produktstandards bei gemeinsam erzeugten Sorten).

Ergebnisse und Wirkungen qualitativ

  • Durch die Optimierung der Lagerkapazitäten kann die Saatgutabfüllung effizienter erfolgen.
  • Das vergrößerte bzw. besser ausgestattete Labor erlaubt eine Ausweitung der Saatgutprüfung hinsichtlich quantitativer und qualitativer Kriterien. 
  • Die neu errichtete geräumige Produktionshalle mit Fußbodenheizung und der Wegfall von Wochenendschichten stellen für die Mitarbeiter eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen dar.
  • Die neue Halle ist besser isoliert und durch die Beheizung mit der Hackschnitzelheizung soll der Anteil an eigen erzeugter erneuerbarer Energie um 10% gesteigert werden.
  • Durch die Abluftreinigung sollen die Staubemissionen um bis zu 10% reduziert werden.
  • Der Wasserverbrauch soll durch die Tröpfchenbewässerung, welche die Verdunstung minimiert, um bis zu 5% verringert werden.

 

Schwerpunkte
Ländliche Wirtschaft / KMU
Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft
Vermarktung und Vertrieb
Förderperiode
LE 14-20
Projektlaufzeit
04.03.2016 - laufend
Projektregion
Niederösterreich
Projektträger
ReinSaat KG
Maßnahme im Programm
M04 Investitionen
16.10.3. Zusammenarbeit: Erzeugergemeinschaften /-organisationen, Genossenschaften und Branchenverbände
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
1.225.851,68€
GAP Strategieplan Fördersumme
208.394,79€
Kontakt