Regionale Säfte für Kinder
Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen
Die den Schüler*innen zur Verfügung gestandenen Getränke im Mietautomaten eines namhaften Softdrinkherstellers enthielten neben künstlichen Süß- und Geschmacksstoffen jede Menge Konservierungsstoffe, die bekannterweise Kinder schon sehr früh auf Süßstoffe konditionieren. Abgesehen davon leistet dieser Getränke-Zukauf mit weiten Transportwegen keinen Beitrag zur Wertschöpfung in der regionalen Wirtschaft und Landwirtschaft.Den Schüler*innen wurde in diesem Projekt die Möglichkeit geboten, ihre Ernährungsgewohnheiten zu reflektieren und etwas über die Auswirkungen der Verwendung regionaler, naturbelassener Produkte zu erfahren.
Die Wertschätzung regionaler Rohstoffe und Produkte soll erhöht, die Wertschöpfung durch entsprechende Kaufentscheidungen gestärkt werden.
Ziele des Projekts
Schüler, deren Eltern und Lehrer setzen sich mit ihren Ernährungsgewohnheiten und diesbezüglichen mittel- bis langfristigen Auswirkungen auseinander. Konkrete Ernährungsalternativen werden aufgezeigt.
Durch die Zusammenarbeit mit einem regionalen Fruchtsafterzeuger, der aus heimischen Obstsorten naturbelassene Fruchtsäfte, überwiegend in Bioqualität herstellt, ein Beitrag zur Unterstützung der regionalen Landwirtschaft und Wirtschaft geleistet und zum Erhalt der Regions-typischen Kulturlandschaft mit Streuobstwiesen beigetragen.
Durch den Ersatz von Kunststoffflaschen mit Glasflaschen und dem Wegfall des weiten Getränketransportes wird auch dem Umweltaspekt Rechnung getragen. Auch wenn zusätzliche Aufklärungsarbeit und ein Lernprozess im Umgang mit dem leichter zerbrechlichem Gebinde notwendig ist.
Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen
Nach Ersatz des gemieteten Softdrinkautomaten durch ein eigenes Gerät wird dieses fortwährend mit naturbelassenen Fruchtsäften aus überwiegend regionalen Obstsorten bestückt. Die dafür verwendeten Glasflaschen werden mit ansprechenden Etiketten und Slogans versehen um den Umstieg auf die gesunden Varianten schmackhaft zu machen und attraktiv zu gestalten.Z.B: erhält der Apfel-Orange-Karotten-Fruchtsaft den Zusatz “Für Unentschlossene”, der gespritzte Weichsel-Fruchtsaft “Englisch Genies”, der Streuobst-Apfelsaft “für Sportler”, die gespritzte Variante “für Mathe Genies”.
Neben einer Informationsveranstaltung für alle Schüler*innen und Foldern für Eltern werden die positiven Auswirkungen dieser Maßnahme innerhalb einer Projektwoche in der NMS Stainz erarbeitet. Thematissiert wird die Stärkung der regionalen Wirtschaft und Landwirtschaft, Auswirkungen auf die Kulturlandschaft durch den Erhalt der Streuobstwiesen und weiteren Obstbestände durch faire Preise des Safterzeugers. Eine Ernährungsexpertin thematisiert die gesundheitlichen Aspekte bewusster gesunder Ernährung und den nachhaltigenUmgang mit Lebensmittlen. Gewichtsprobleme infolge falscher Ernährung, Diabetes, Organschädigungen und Negativauswirkungen auf den Bewegungseinschränkungen können Langzeitauswirkungen falscher Ernährungweisen sein. Einen kleinen Beitrag zur Verhütung derselben war ebenfalls ein angestrebtes Ziel dieses Projektes.
Ergebnisse und Wirkungen qualitativ
Nach einer kurzen Umstellungsfrist und Gewöhnungsphase wurden die naturbelassenen Säfte von den Kindern sehr gut angenommen und konnten die Absatzzahlen gegenüber den davor angebotenen Softdrinks gesteigert werden. Auch der Lerneffekt im Umgang mit den zerbrechlichen Glasflaschen hat sich rasch eingestellt.Generell wurde die Maßnahme im Schilcherland sehr begrüßt und die Anzahl von diesbezüglichen Anfragen und Folgemaßnahmen spricht ebenfalls für den Erfolg.
Gerade über Kinder und Jugendliche können auch deren Eltern für bewusstseinsbildende Maßnahmen und möglichen Verhaltensänderungen erreicht werden.
