Errichtung Boxensystem und Streuhütte

  • Gesellschafter des Projektträgers sind die kärntnerrind ZVB (Zuchtverband) eGen (76,9%), die BVG (Bäuerliche Vermarktungsgenossenschaft) eGen (15,4%) und der Kärntner Holsteinverband (7,7%).
  • Vom kärntnerrind ZVB werden in der Zollfeldhalle in St. Donat Kälber-, Schlacht-, Zucht- und Nutzrinderversteigerungen organisiert, weiters erbringt man diverse Dienstleistungen für Mitgliedsbetriebe (z.B. Herdebuchführung, Organisation von Besamungen).
  • Die kärntnerrind ZVB e Gen hat 1.440 Mitglieder (Landwirtschaftliche Betriebe aus der Vieh- und Milchwirtschaft).
  • Durch den Umbau der Vermarktungseinrichtungen der Zollfeldhalle wurden die Voraussetzungen für eine sichere und wirtschaftliche Abwicklung der Versteigerungen geschaffen.
  • Die Investitionen dienen der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Weiters wurden die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und auch das Tierwohl bei Versteigerungen verbessert.

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

  • Die Auslastung der Zollfeldhalle war zuletzt rückläufig, da sowohl sehr große Auftreiber (Landwirte, die die Tiere auf Gemeinschaftsalmen auftreiben), als auch Kunden, die an einem großen Angebot (große Stückzahlen) interessiert waren, nicht zufriedengestellt werden konnten.
  • Die Gründe dafür lagen insbesondere am veralteten Anlieferungs-, Stall- und Vorführsystem für zu versteigernde Rinder.
  • Durch das Anbindeverbot für Kälber müssten diese ohne Strick in der Versteigerungshalle vorgeführt werden. Dies würde eine erhebliche Gefahr für Tier und Mensch bedeuten, da die aus der Mutterkuhhaltung stammenden Kälber (Absetzer) deutlich schwerer und oft nicht halfterführig sind.
  • Durch das Projekt entfällt die Anbindung, da die Tiere die Zeit zwischen Anlieferung und Versteigerung in Boxen verbringen. Der Weg von der Anlieferung zur Box bzw. von der Box zur Versteigerung und zurück erfolgt in sogenannten Treibgängen mit Sichtschutz. Die Tiere können sich nicht umdrehen, werden durch den Sichtschutz nicht abgelenkt und gehen aus eigenem Antrieb zum Ende des Ganges. Die Mitarbeiter der Zollfeldhalle begleiten das Vieh in getrennten Kontrollgängen.

Ziele des Projekts

  • Die Kärntner Landwirte sollen wieder verstärkt ihre Nutzrinder über die Zollfeldhalle vermarkten.
  • Kunden sind Schlachtbetriebe und Viehhändler. Je größer und regelmäßiger Versteigerungen abgehalten werden, umso mehr Interesse wird beim Viehhandel geweckt. Gegenüber einem Ab Hof Verkauf haben diese einen geringeren Logistikaufwand, da sie bei den Versteigerungen eine große Auswahl an Vieh vorfinden und dieses nicht vor Ort bei den Bauern besichtigen und abholen müssen.
  • Je mehr Viehändler bei den Versteigerungen auftreten, umso besser und transparenter ist die Preisgestaltung für die Landwirte, welche sich wiederum positiv auf die “Auftriebszahlen” auswirkt.
  • Durch die Veröffentlichung der Durchschschnittspreise bei den Versteigerungen können sich alle Landwirte auch beim Ab Hof Verkauf an den aktuellen Preisen orientieren.
  • Die Bruttowertschöpfung soll deutlich (> 50%) erhöht werden, da sowohl die Lieferanten als auch die Händler den Wunsch nach dem Umbau der Zollfeldhalle geäußert haben.

 

 

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

  • Das Projekt umfasst die Errichtung einer überdachten Verladerampe und den Umbau des Kuhstalles mit Boxensystem und Treibgängen für die Vermarktung und Verladung von Rindern.
  • Pro Versteigerung werden zusätzlich 8 Maschinenring-Mitarbeiter benötigt.
  • Der Bioanteil und auch die Exportquote sollen erhöht werden.

Ergebnisse und Wirkungen qualitativ

  • Das neue System bedeutet für die Tiere eine deutliche Reduktion des Stresses und der Verletzungsgefahr. Dies bedingt weniger vermarktungsbedingte Qualitätsverluste.
  • Die Boxen sowie die Anlieferungsrampe können effizient und kostengünstig gereinigt werden.
  • Die konsequente Trennung der Treib- und Vorführwege und der Besucherwege führen zu Hygieneverbesserungen.
  • In der Vergangenheit wurden die Tiere mit Strick im Wartebereich angebunden und am Strick vom Auftreiber (Landwirt) vorgeführt. Der Strick war eine Quelle für die Übertragung von Krankheitserregern. Nunmehr entfällt durch das Boxensystem sowie durch die Treibgänge die Anbindung.
  • Dies führt für die Landwirte des kärntnerrind ZVB und für die Mitarbeiter der Zollfeldhalle zu einer Zeitersparnis und auch zu mehr Sicherheit, da der direkte Kontakt mit den Tieren durch die Strickanbindung ein erhebliches Gefahrenpotential mit sich brachte. 
Schwerpunkte
Ländliche Wirtschaft / KMU
Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft
Förderperiode
LE 14-20
Projektlaufzeit
10.11.2014 - 31.12.2015
Projektregion
Kärnten
Projektträger
Zollfeldhalle-Vermarktungszentrum reg.G.m.b.H.
Maßnahme im Programm
M04 Investitionen
16.10.3. Zusammenarbeit: Erzeugergemeinschaften /-organisationen, Genossenschaften und Branchenverbände
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
357.220,74€
GAP Strategieplan Fördersumme
60.727,53€
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