Nähparade

Menschen aus dem Walgau wurden offiziell in den Medien eingeladen und stellten unter fachkundiger Anleitung Einkaufstaschen in 2 Größen aus exklusiven Stoffen her, die in der Vorweihnachtszeit in diversen Geschäften auflagen und gegen freiwillige Spenden erworben werden konnten. Der Erlös kam AsylwerberInnen zugute. Eine pensionierte Werklehrerin leitete die wöchentlich stattfindenden Nähnachmittage und gab hilfreiche Tipps. Diese Aktion fand in den Räumlichkeiten des Vereins kultur10vorne statt und die Infrastruktur des Vereins wurde erweitert (Anschaffung von Nähmaschinen und Bügeleisen). Menschen wurden für ehrenamtliche Tätigkeiten motiviert, die Gemeinwesensarbeit gestärkt und regionale, niederschwellige Angebote des kulturellen Austausches gefördert.

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

Der Verein Kultur10 vorne besteht schon seit Oktober 2010. Immer wieder werden aus Eigeninitiative diverse Aktionen durchgeführt (z.B. Weihnachtsbasar, Lerncafe). Gemeinsame Nähnachmittage fanden schon statt und wurden gut besucht. Die Nähmaschine wurde voher immer als private “Leihgabe” von der Näherin mitgebracht. Die Näherin arbeitete ehrenamtlich. Damit kamen wir an die Grenzen und wollten unser Angebot erweitern. Dazuhin wollten wir auf Grund der aktuellen Flüchtlingssituation die Asylwerber mit integrieren. Die lang andauernde Situation der erzwungenen Untätigkeit und des Wartens auf den Fortgang des Asylverfahrens stellt eine immense Belastung für AsylwerberInnen dar. Menschen brauchen Möglichkeiten die Welt in der sie leben mitzugestalten. Für die eigene Sinnfindung ist das aktive Gefragt- und Beteiligtsein eine zentrale Komponente. Der Verein Kultur10vorne bot daher Räumlichkeiten und die Infrastruktur für Menschen, die gemeinsam an diesem Ziel arbeiten wollten.

Ziele des Projekts

Ziel dieses Projekts war es, ein regelmäßiges Nähtreffen zu veranstalten, welches sowohl Einheimische als auch Flüchtlinge zusammenbringt.

Die lang andauernde Situation der erzwungenen Untätigkeit und des Wartens auf den Fortgang des Asylverfahrens stellt eine immense Belastung für Asylwerberinnen und Asylwerber dar. Menschen brauchen Möglichkeiten die Welt in der sie leben mitzugestalten. Für die eigene Sinnfindung ist es von großer Bedeutung in Prozessen beteiligt zu sein und gebraucht zu werden.

Durch das Projekt wurde den Flüchtlingen ein Anhaltspunkt in ihrem täglichen Leben gegeben und die Möglichkeit ihre Fähigkeiten zu testen und zu nutzen. Ebenso wurde durch die gemeinsame Arbeit der Austausch mit der einheimischen Bevölkerung und damit die Integration gefördert.

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

An mehreren Nachmittagen wurden regelmäßige Nähtreffen durchgeführt. Dabei wurden Taschen genäht, welche in der Adventszeit 2016 in verschiedenen Geschäften des Walgaus gegen eine freiwillige Spende verkauft wurden.

Ergebnisse und Wirkungen qualitativ

– Die Spenden kamen den Asylwerberinnen und Asylwerbern zu Gute, z.B. mit Gutscheinen für Lebensmittelläden sowie ÖPNV-Tickets. Durch den Ankauf von Nähmaschinen, Bügeleisen und weiteren Nähmaterialien konnte sichergestellt werden, dass die Nähtreffen weiterhin stattfinden werden.
– Die Bekanntheit und die Aktivitäten des Vereins „Kultur 10 Vorne“ wurden deutlich erhöht und Folgeprojekte sind entstanden.
Schwerpunkte
Gemeinwohl, Soziales und Daseinsvorsorge
Förderperiode
LE 14-20
Projektlaufzeit
11.07.2016 - 31.01.2017
Projektregion
Vorarlberg
LEADER Region
LAG Vorderland - Walgau - Bludenz
Projektträger
Kultur10Vorne
Maßnahme im Programm
M19 Leader
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
4.790,00€
GAP Strategieplan Fördersumme
3.832,00€
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