Jahreskonferenz des Netzwerks Zukunftsraum Land 2018

Themenbereich
Land & Forst
Umwelt & Klima
Leader & Regionen
Innovation

10.10.2018

„Österreich kann zu Recht stolz auf seinen ländlichen Raum sein. Im Unterschied zu manch anderen Regionen in Europa entwickeln sich die ländlichen Räume Österreichs positiv. Nicht zuletzt aufgrund der zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik, der Ländlichen Entwicklung, sind unsere Regionen im Spitzenfeld.“, erklärte Josef Plank, Generalsekretär im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) anlässlich der Jahreskonferenz des Netzwerks Zukunftsraum Land am 10. Oktober im Stift Göttweig.
In dieselbe inhaltliche Richtung ging der Vortrag von Markus Hopfner und Veronika Madner (Abteilung II/2, Koordination ländliche Entwicklung und Fischereifonds, BMNT), welche die Bedeutung der Ländliche Entwicklung insbesondere zur Steigerung der Wertschöpfung im ländlichen Raum hervorhoben.
Johanna Rohrhofer vom Netzwerk-Team beleuchtete im Anschluss das Thema aus dem Blickwinkel der Innovation und präsentierte erste Ergebnisse einer Analyse zu „Innovationspotenzialen für mehr Wertschöpfung in der Landwirtschaft“. Ergänzt wurde ihr Beitrag durch eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus unterschiedlichen Fachbereichen. Diese nahmen zu den Herausforderungen, die sich im Zusammenhang mit dem Thema Innovationsanalyse ergeben, Stellung.
Georg Häusler von der Europäischen Kommission (Direktor Ressourcen in der Generaldirektion für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung) gab einen Überblick zu den Eckpunkten der zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und den Strategieplänen. Diese sollen in der kommenden Förderperiode erste und zweite Säule der GAP unter einem gemeinsamen Dach vereinen und die bisherigen LE-Programme ersetzen.
Daran anknüpfend stellte Generalsekretär Josef Plank die Prioritäten und Erwartungen zur zukünftigen GAP aus österreichischer Sicht dar und betonte die Wichtigkeit, trotz eines geringeren Gesamtbudgets die Eckpunkte einer erfolgreichen Ländlichen Entwicklung nachhaltig abzusichern. „Wir erreichen mit dem Mix aus Flächenzahlungen, Investitionsförderung, Umweltorientierung, Innovation und regionalem Fokus eine ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung der ländlichen Regionen“, betonte Plank. Eine gewisse Umverteilung der Mittel mit wirksamen Förderobergrenzen, vernünftigen Umweltauflagen und bürokratischer Entlastung sei daher unverzichtbar.
Im Programm für die ländliche Entwicklung werden jährlich tausende Projekte entwickelt und zur Förderung eingereicht. Der Projektwettbewerb „Wertschöpfung am Land“, den das Netzwerk Zukunftsraum Land unter der Patronanz von Bundeministerin Elisabeth Köstinger durchgeführt hat, zeigt, wie vielfältig die Ländliche Entwicklung in Österreich vorangetrieben wird. Die sechs innovativsten Projekte des Wettbewerbes wurden im Rahmen der Jahreskonferenz ausgezeichnet. Das „Mobile Verteiler-Zentrum Murtal“ wurde durch die Teilnehmenden der Jahreskonferenz zudem zum „Projekt des Jahres 2018“ gekürt.
Nach einer Begrüßung und Einführung in den Nachmittag durch Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf stellten vier Projektträgerinnen und Projektträger aus Niederösterreich ihre beispielgebenden Projekte vor. Im Anschluss bestand für alle Teilnehmenden noch die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung.
Die Tagungsunterlagen, Pressefotos sowie dieBeschreibungen der Siegerinnen- und Siegerprojekte finden Sie hier .