Arbeitskreisprojekte LK Steiermark

Die steirische Arbeitskreisberatung steht für die Verbesserung der bäuerlichen Unternehmerkompetenz und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben. Mit der Arbeitskreisberatung werden Landwirtinnen und Landwirte optimal unterstützt ihren Betrieb zukunftsfit zu machen, indem sie die für sich richtige Strategie finden, die Produktion optimieren, Kosten und Leistungsreserven ausschöpfen und die Wirtschaftlichkeit verbessern. Betriebe mit gleichem Produktionsschwerpunkt schließen sich für eine bestimmte Zeit zu einem Arbeitskreis (circa zehn bis 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer) zusammen um ihr betriebliches Wissen und Können zu vertiefen bzw. zu erweitern. Geleitet werden diese Arbeitskreise von speziell ausgebildeten Beraterinnen und Beratern. 

Die Kernpunkte der Arbeitskreisarbeit sind: 
• Teilnahme an Arbeitskreis- und Weiterbildungsveranstaltungen 
• Erfahrungsaustausch mit anderen Betrieben 
• Betriebszweigauswertungen mit Analyse und Kennzahlenvergleich 
• Einzelbetriebliche Stärken/Schwächen Analyse 

Die steirische Arbeitskreisberatung hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer enorm wichtigen Bildungsmaßnahme entwickelt. Bereits 1996 wurde das erste Projekt mit dem Arbeitskreisprojekt Schweineproduktion aus der Taufe gehoben. Sukzessive sind weitere Betriebszweige dazugekommen und die Mitgliederzahlen wurden erhöht. Aktuell wird von der LK Steiermark Arbeitskreisberatung in sieben Betriebszweigen (Schweineproduktion, Milchproduktion, Rindfleischproduktion, Ackerbau, Biogas, Unternehmensführung und im Forstbereich) angeboten. 
Per 31.12.2025 nutzen 1008 Betriebe in 60 Arbeitskreisen die Angebote für die eigene betriebliche Weiterentwicklung. Insgesamt haben bereits mehr als 2000 Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter an steirischen Arbeitskreisprojekten teilgenommen. 

Die einzelnen Arbeitskreisprojekte in den Bundesländern arbeiten zusammen und werden vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und dem LFI Österreich koordiniert. Die jährlichen Bundesreporte werden österreichweit gemeinschaftlich erstellt und enthalten die wichtigsten Ergebnisse und Konsequenzen der Betriebszweigauswertung aus den Arbeitskreisen in Österreich.

Was macht dieses Projekt besonders nachahmenswert?

Das Projekt führt dazu, dass sich betriebliche und damit ökonomische Leistungen verbessern, dies trägt direkt zur Verbesserung beziehungsweise Absicherung des land- und forstwirtschaftlichen Einkommens der Betriebe bei.
Durch die steigende Unternehmerkompetenz der Arbeitskreisteilnehmerinnen und -teilnehmer werden Betriebsentscheidungen zielgerichteter und leichter getroffen und Krisensituationen besser bewältigt Der offene und ehrliche Erfahrungsaustausch zwischen den Arbeitskreisteilnehmerinnen und -teilnehmer erhöht die soziale Kompetenz und das positive Miteinander.

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

Der wirtschaftliche Druck in den land- und forstwirtschaftlichen Betriebszweigen hat sich deutlich verschärft. Ursachen sind Überproduktion, globalisierte Märkte mit ungleichen Wettbewerbsbedingungen, die Auswirkungen des Klimawandels sowie strengere gesetzliche Vorgaben. Krisen wie Covid-19 und der Ukrainekrieg verstärkten die Marktvolatilität und führten zu deutlich höheren Betriebsmittelkosten. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist konsequentes unternehmerisches Handeln unerlässlich. Steigende Anforderungen im Bau- und Umweltrecht, höhere Haltungsstandards und wachsender Preisdruck beschleunigen den Strukturwandel. Österreichische Betriebe sind durch höhere Produktionskosten und kleinere Strukturen benachteiligt, bleiben jedoch ein zentraler Einkommens- und Beschäftigungsfaktor. Die Zukunftssicherung erfordert Strukturanpassungen, Effizienzsteigerungen und höhere Leistungsniveaus. Entscheidend sind die Qualifizierung der Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter und die Nutzung betriebsindividueller Kennzahlen. Betriebszweigauswertungen ermöglichen fundierte Vergleiche und bilden die Basis für bessere Managemententscheidungen. Der steigende Wettbewerbsdruck erhöht den Bedarf an Fachwissen. Unterschiedliche Ausgangsniveaus machen eine individuelle Unterstützung notwendig. Arbeitskreise fördern Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch und Weiterbildung, stabilisieren Betriebe und sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Der Trend zu regionalen Qualitätsprodukten bietet Chancen, wird jedoch durch begrenzte Zahlungsbereitschaft gebremst. Um die heimische Produktion zu sichern, müssen Betriebe konkurrenzfähig bleiben. 
Schwerpunkte sind Tierwohl, Qualitätsprogramme und Leistungssteigerung. Entscheidend bleibt der Mensch: Nur durch kontinuierliche Weiterbildung, praxisnahen Austausch und fachkundiger und methodischer Begleitung lassen sich die Herausforderungen nachhaltig bewältigen.

Ziele des Projekts

• Höherqualifizierung von Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch Arbeitskreise, Betriebszweigauswertungen und Betriebschecks zur Steigerung von Leistung, Einkommen und Wettbewerbsfähigkeit 
• Stärkung der Unternehmerkompetenz mittels Kennzahlenvergleich und Benchmarking 
• Aufzeigen von Betriebsstrategien und Entwicklungsmöglichkeiten durch Kostenrechnungen und Vergleiche 
• Identifikation von Ressourcen und Optimierungspotenzialen durch Betriebschecks und Stärken-Schwächen-Analysen 
• Förderung des praxisorientierten Wissenstransfers und Erfahrungsaustauschs zwischen Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern 
• Motivation und Unterstützung junger Menschen für die Hofübernahme 
• Verbesserung der ökonomischen Ergebnisse durch gezieltes Handeln und frühzeitiges Erkennen von Fehlentwicklungen 
• Nachhaltige Optimierung durch effizienten Ressourceneinsatz und Erfüllung von Umweltvorgaben 
• Bildungsangebote zur Verbesserung von Tiergesundheit, Tierschutz, Hygiene und Tierwohl 
• Flächendeckende Arbeitskreisberatung in der Steiermark 
• Durchführung von Arbeitskreis- und Bildungsveranstaltungen, Fachtagen, Lehrfahrten,… 
• Umsetzung von Stärken-Schwächen-Analysen (Betriebschecks) auf den Betrieben 
• Information der Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch Newsletter, Rundschreiben und Kurzinformationen via Kunden-App 
• Betriebszweigauswertungen sowie bundesländerübergreifende Analysen und Mitarbeit am Bundesreport im jeweiligen Betriebszweig 
• Verbesserung der sozialen und digitalen Kompetenz der Arbeitskreismitglieder 
• Sicherung und Ausbau von Teil- und Vollarbeitsplätzen in der Landwirtschaft

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

Betriebszweigauswertung (BZA): Die BZA umfasst die Datenerhebung sowie die Auswertung der einzelbetrieblichen Kennzahlen. Unterstützt wird dies durch Schulungen und laufende Hilfestellung der Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Kern des Arbeitskreises ist die Erfassung und betriebswirtschaftliche Analyse biologischer und ökonomischer Daten (Teilkostenauswertung – teilweise bis hin zur Vollkostenauswertung), wodurch Betriebsvergleiche möglich sind. Österreichweit einheitliche BZA-Programme – überwiegend Online-Systeme – ermöglichen laufende Verbesserungen. Ziel ist die eigenständige, qualitativ hochwertige Datenerfassung, alternativ steht eine zentrale Eingabe für die Betriebe zur Verfügung. Das BMLUK unterstützt uns laufend bei der Weiterentwicklung der BZA-Softwareanwendungen. 

Arbeitskreistreffen/-veranstaltungen: Arbeitskreisveranstaltungen sind organisierte Treffen von Landwirtinnen und Landwirte innerhalb eines Arbeitskreises (circa zehn bis 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer), die der Weiterbildung und dem Erfahrungsaustausch dienen. Im Rahmen der Arbeitskreistreffen werden laufend aktuelle und interessante Fachthemen erörtert. Bei der Themenauswahl werden die Wünsche der Mitgliedsbetriebe berücksichtigt und orientieren sich aber auch an aktuellen Herausforderungen und fachlichen Neuerungen sowie an den Marktgegebenheiten in der Branche. Besonders wichtig ist der offene und ehrliche Erfahrungsaustausch im Arbeitskreis und bei den Ergebnispräsentationen. Besonders beliebt sind Betriebsbesichtigungen und praktische Beispiele aus den anderen Betrieben. Neben Präsenzveranstaltungen werden aber auch Online-Veranstaltungen angeboten, um ein attraktives Angebot für die Arbeitskreisbetriebe zu schaffen. Kurz gesagt: Arbeitskreisveranstaltungen sind praxisnahe Weiterbildungs- und Austauschplattformen, die Landwirt: innen helfen, ihre Betriebe effizienter und zukunftsfit zu führen. 

Stärken-Schwächen-Analysen (Betriebscheck): Der Betrieb-Check ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den Arbeitskreis- und Bildungsinhalten und Betriebszweigauswertungen. Unsere Arbeitskreisberaterinnen und -berater bieten die Betriebschecks in den diversen Betriebszweigen an. Gemeinsam mit den Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter werden die Stärken und Schwächen vor Ort besprochen, Ziele und Lösungsansätze zu betrieblichen und ökonomischen Verbesserungen erarbeitet. Besonders wichtig ist, dass das in den Arbeitskreisen Erarbeitete in der Praxis am Betrieb umgesetzt wird, da sind die Vor-Ort Betriebschecks enorm hilfreich. 

Weitere Informations- und Serviceangebote für die Arbeitskreisbetriebe: 
• Telefonische und schriftliche Mitgliederbetreuung 
• Newsletter und Rundschreiben 
• Rasche und tagesaktuelle Infos über Kundeninformationsapps 
• Infos über Arbeitskreishomepage 
• Betriebsmitteluntersuchungen

Ergebnisse und Wirkungen quantitativ

Die quantitativen Wirkungen lassen sich folgenderweise zusammenfassen: 
• Die Betriebsleistungen und einzelbetriebliche Produktion konnten deutlich gesteigert werden 
• Erhöhung/Absicherung des Einkommens pro Betrieb 
• Weniger Betriebsaufgaben bei den Arbeitskreisbetrieben – verglichen mit den Betrieben außerhalb der Arbeitskreise – damit liefert die Arbeitskreisberatung einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der land- und forstwirtschaftlichen Produktion 

Beispiel – stellvertretend für alle steirischen Arbeitskreisprojekte: Das Betriebseinkommen in der Ferkelproduktion konnte deutlich gesteigert werden. Die Leistungssteigerung der 269 Zuchtsauen haltenden steirischen Arbeitskreisbetriebe (Stand 31.12.2025) wurde im Zeitraum von 2000 bis 2025 betriebswirtschaftlich (Datenbasis ökonomische Betriebszweigauswertung) ausgewertet. Durch die zukunftsorientierte Betriebsführung stieg die durchschnittliche Sauenzahl pro Betrieb um 58,7 Sauen. Zusammen mit der Leistungssteigerung von 8,37 Ferkeln pro Zuchtsau und Jahr erzeugen die steirischen Arbeitskreisbetriebe im Vergleich der Jahre 2000 und 2025 um rund 529.000 Ferkel mehr im Jahr. Dies war besonders wichtig, um den steirischen Schweinebestand in der bisherigen Höhe weitestgehend halten zu können, da die Anzahl der Zuchtsauen laufend zurückgeht. Die Leistungssteigerung und Betriebsentwicklung bewirkte ein Mehreinkommen aus der Ferkelproduktion im Durchrechnungszeitraum von 2000 bis 2025 von 318.300 Euro pro Betrieb. Geht man von der Gesamtheit aller 269 AK-Ferkelerzeugerbetriebe, die momentan aktiv im Projekt mitarbeiten aus, konnten rund 85,62 Mio. Euro an Einkommenssteigerung erwirtschaftet werden.

Ergebnisse und Wirkungen qualitativ

• Stärkung der Unternehmerkompetenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmern 
• Verbesserung der organisatorischen und fachlichen Kompetenz der Betriebsführerinnen und Betriebsführer
• Betriebsmanagement und Produktivität wurde stark verbessert 
• Unterstützung von jungen Menschen durch Motivation für die zukünftige Hofübernahme 
• Stärkung des Selbstbewusstseins der am Betrieb tätigen Personen 
• Hilfestellung bei Entscheidungsfindung, insbesondere zu Fragen der Betriebsentwicklung und der Tätigkeitsfelder 
• Verbesserung der Umweltwirkung und Nachhaltigkeit durch sparsamen Betriebsmitteleinsatz und Reduktion von Ausscheidungen und Emissionen (Klimawandel, NEC-Richtlinie,..)

Mehrwert durch Vernetzung

Die Berufskolleginnen und Berufskollegen werden nicht mehr als Mitbewerber gesehen sondern als wichtige Partner vor Ort, die sich gegenseitig informieren und damit gemeinsam fachlich verbessern. Der offene Erfahrungsaustausch zwischen den Bäuerinnen und Bauern ist enorm wichtig, um sich weiterentwickeln zu können. Das voneinander Lernen wird gerne angenommen, weil die Akzeptanz sehr hoch ist. Durch das Miteinander in den Arbeitskreisen haben sich wertvolle betriebliche Partnerschaften und Freundschaften entwickelt, die weit über die Arbeitskreisarbeit hinausgehen. Die Vernetzung der Betriebsdaten bringt auch Vorteile für die Erleichterung von Aufzeichnungen, wenn zum Beispiel Vermarktungs- oder Leistungsdaten direkt in die einzelbetriebliche Auswertung integriert werden können. Dadurch sinkt der Aufzeichnungsaufwand für alle Beteiligten. Der Datenverschnitt mit vor- und nachgelagerten Bereichen kann auch überbetriebliche Vorteile bringen. Durch die Vernetzung von Betriebsdaten sind wesentliche Elemente für die Lenkung von Maßnahmen entstanden, auch für die innovative Weiterentwicklung der Branchen und die Abbildung von notwendigen Rahmenbedingungen für die Zukunft.

Innovation

Die einzelnen Arbeitskreisprojekte sind immer am Puls der Zeit. Sie bringen tagesaktuelle Informationen in kürzester Zeit zu den Arbeitskreismitgliedern. Dadurch sind die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter bei zukünftigen Entwicklungen und Technologien auch immer einen Schritt voraus. Sie nehmen Veränderungen schneller an und nutzen sie für ihre unternehmerische und persönliche Weiterentwicklung. In den letzten Jahrzehnten konnten dadurch neue Betriebszweigaufzeichnungen etabliert werden, die ständig weiterentwickelt wurden. Die Arbeitskreisteilnehmerinnen und -teilnehmer haben frühzeitig gelernt mit neuen Medien (Online Werkzeuge – Digitalisierung, EDV-Kompetenz, …) umzugehen und diese bestmöglich zu nutzen. Besonders im Bereich des Betriebsmanagements entwickeln die Betriebe gemeinsam mit den Beraterinnen und Beratern innovative Wege, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich schaffen zu können.

Einbeziehung von jungen Menschen

Die Einbindung der Jugend war und ist in unseren Arbeitskreisprojekten ein besonders wichtiger Punkt. Die zukünftigen Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer können schon frühzeitig bei den Arbeitskreistreffen mit dabei sein und lernen das Positive des gemeinsamen Wissenstransfers kennen und schätzen. In einzelnen Arbeitskreisprojekten (zum Beispiel Arbeitskreis Schweineproduktion) wurden eigene Arbeitskreise mit jungen Menschen gegründet. Dadurch fühlen sie sich unter Gleichaltrigen besser verstanden und können ihre Innovationskraft, Ideen und Wünsche noch besser positionieren. Aber auch der Austausch mit anderen Altersgruppen ist wichtig, um das Wissen der erfahrenen Arbeitskreismitglieder mit der jugendlichen Motivation zu verbinden. Dadurch entstehen oft sehr positive Synergien zwischen den Menschen.

Einbeziehung von Frauen

Frauen und Männer sind in unseren Arbeitskreisprojekten gleichberechtigt integriert. Oft sind es die Frauen, die für die betriebliche und persönliche Entwicklung enorm viel Gespür mitbringen und daher sehr wertvolle Beiträge liefern. Von Zeit zu Zeit werden spezielle Themenfelder mit reinen Frauengruppen initiiert, weil dadurch der Erfahrungsaustausch noch besser von “Frau zu Frau” erfolgen kann. Bei der Auswahl von Fachreferentinnen und -referenten werden Frauen gleichberechtigt behandelt, es zählt nicht das Geschlecht sondern die persönliche und fachliche Kompetenz.

Die wichtigsten Lernerfahrungen

Die Arbeitskreisarbeit wird insgesamt sehr positiv bewertet. Besonders geschätzt wird der offene, praxisnahe Erfahrungsaustausch „von Betrieb zu Betrieb“, der Vertrauen schafft und auch die Zusammenarbeit außerhalb stärkt. Digitale Formate haben sich etabliert, mit entsprechender Unterstützung konnten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre digitale Kompetenz deutlich steigern. Intensive Betreuung – insbesondere in spezialisierten Bereichen – führt nachweislich zu Verbesserungen auf den Betrieben. 
Die Arbeitskreise bieten eine wichtige fachliche Begleitung, vor allem für junge Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter, und genießen hohe Anerkennung bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern und Trägerorganisationen. 
Erfolgsentscheidend sind bedarfsorientierte, aktuelle Themen und flexible Planung. Betriebschecks (Stärken‑Schwächen‑Analysen) sowie standardisierte Aufzeichnungssysteme liefern eine zentrale Grundlage für betriebliche Verbesserungen und ermöglichen durch bundesweit einheitliche Programme auch überregionale Auswertungen und effizientere Weiterentwicklungen. 
Herausforderungen ergeben sich durch rasche strukturelle und wirtschaftliche Veränderungen. Ein Teil der Betriebsführerinnen und Betriebsführer fühlt sich dadurch überfordert oder steht Innovationen zurückhaltend gegenüber. 
Digitale Angebote werden nicht von allen gleichermaßen genutzt, zudem ersetzen Online-Formate nicht den persönlichen Austausch. Technische Defizite und eine gewisse „Bequemlichkeit“ durch das breite Webinarangebot erschweren die Abhaltung von Präsenzterminen. Gleichzeitig steigt der Arbeitsdruck auf den Betrieben durch Wachstum und geringere Arbeitskräfte. Schwierige Marktbedingungen und steigende Anforderungen (zum Beispiel Auflagen, Genehmigungen) belasten Motivation und Teilnahmebereitschaft. Die Vielzahl an Bildungsangeboten führt zu Terminkonflikten, weshalb Qualität vor Quantität bei Veranstaltungen wichtiger wird. Außerdem ist es bei manchen Betrieben schwierig, Veränderungen umzusetzen, und die zunehmenden Dokumentationspflichten erschweren eine konsequente Datenerfassung. Für zukünftige Projekte wird ein hochwertiges, unabhängiges und aktuelles Bildungsangebot als zentral erachtet. Digitale und Präsenzformate sollten sinnvoll kombiniert werden, wobei der persönliche Austausch weiterhin unverzichtbar bleibt. Eine intensive Betreuung der Betriebe – inklusive Vor-Ort-Betriebschecks und individueller Begleitung – ist notwendig, um Wettbewerbsfähigkeit und Einkommen zu sichern. Projekte müssen flexibel gestaltet sein, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können. Zudem sollten Wünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmern stärker berücksichtigt und digitale Kompetenzen weiter gefördert werden. Verbesserte Rahmenbedingungen für Beraterinnen und Berater sowie Möglichkeiten zur Neukundengewinnung und zur spartenübergreifenden Zusammenarbeit sind wesentlich. Strategische Initiativen wie „Arbeitskreisberatung 2030“ liefern wichtige Impulse. Insgesamt bleibt die Unterstützung durch zentrale Institutionen wie das BMLUK, der Länder und den Stakeholdern entscheidend für den langfristigen Erfolg der Arbeitskreisarbeit.

Übertragbarkeit

In Österreich haben sich die Arbeitskreisprojekte bereits bundesweit etabliert und sollen auf jeden Fall weiter angeboten werden. In Ländern und Regionen mit hohem Bildungsbedarf wären solche Modelle jedenfalls zu empfehlen.

Schwerpunkte
Bildung, Sensibilisierung und Wissenstransfer
Digitalisierung
Gleichstellung
Jugend
Klimaschutz
Klimawandelanpassung
Ländliche Wirtschaft / KMU
Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft
Umwelt und Biodiversität
Vermarktung und Vertrieb
Förderperiode
GAP 23-27
Individuelle Schlagworte
Arbeitskreis Ackerbau
Arbeitskreis Biogas
Arbeitskreis Forst
Arbeitskreis Milchproduktion
Arbeitskreis Rindfleisch
Arbeitskreis Schweineproduktion
Arbeitskreis Unternehmensführung
Arbeitskreisberater
Arbeitskreisberaterin
Arbeitskreisberatung
Arbeitskreisbetrieb
Arbeitskreise
Arbeitskreisstammtische
Arbeitskreistreffen
Arbeitskreisveranstaltungen
Benchmarking
Betriebsbesuche
Betriebscheck
Betriebsdateneingabe
Betriebsentwicklung
Betriebskonzept
Betriebsleiter
Betriebsleiterinnen
Betriebsmanagement
Betriebsmitteluntersuchungen
Betriebsstrategien
Betriebsvergleiche
betriebswirtschaftliche Kennzahlen
Betriebszweigauswertung
Biologische Leistungsdaten
Bundesbericht
Checklisten
Datenauswertung
Datenerfassung
Ehrlichkeit
Entscheidungsfindung
Erfahrungsaustausch
Ergebnispräsentation
EU Biodiversitätsstrategie 2023
EU Digitalisierungsstrategie
EU KMU-Strategie
EU Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter
Fachtagungen
Höherqualifizierung
Jahresauswertung
Langzeitvision für ländliche Gebiete in Europa bis 2040 (EU Long Term Vision)
Lebenslanges Lernen
Lehrfahrten
Leistungssteigerung
Merkblätter
Motivation
Newsletter
Offenheit
Ökonomie
Online-Programme
Online-Veranstaltungen
Produktionstechnische Kennzahlen
Quartalsauswertung
Rundschreiben
Stärken-Schwächen-Analyse
UN-Nachhaltigkeitsziele SDG
Unternehmerisches Handeln
Unternehmerkompetenz
Verbesserungspotentiale
Vom Hof auf den Tisch (Farm to Fork Strategie)
Webinare
Wettbewerbsfähigkeit
Wissenstransfer
Projektlaufzeit
01.01.2023 - 31.12.2027
Projektregion
Steiermark
Projektträger
Landwirtschaftskammer Steiermark
Maßnahme im Programm
78-02 Wissenstransfer für land- und forstwirtschaftliche Themenfelder(fachliche und persönliche Fort- und Weiterbildung und Information)
Synergien mit anderen EU-Politiken
EU Biodiversitätsstrategie 2023
EU Digitalisierungsstrategie
EU KMU-Strategie
EU Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter
Langzeitvision für ländliche Gebiete in Europa bis 2040 (EU Long Term Vision)
UN-Nachhaltigkeitsziele SDG
Vom Hof auf den Tisch (Farm to Fork Strategie)
Kontakt

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