Erweiterung Soja-Texturatproduktion, Energiezentrale und neue Rohwarenannahme
Ziele:
- Erhöhung der Lebensmittelsicherheit, Hygiene, Qualität und des Innovationsgrades.
- Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.
- Verbesserung der Umwelt- und Ressourceneffizienz, des Arbeitsplatzangebotes und der Arbeitsbedingungen.
Zielgruppen:
- Kooperation mit 80 Landwirtinnen und Landwirten aus der Region St.Pölten-Melk.
- Lebensmittelhändlerinnen- und händler in Österreich, Italien, Deutschland, Israel (Vertrieb über die Schwesterfirma Soy Austria GmbH).
- Übernahme und Verarbeitung von überwiegend Bio-Sojabohnen mit Rücklieferung von Soja-Presskuchen für die Futtermittelerzeugung an die Witzmann-Mühle.
Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen
- Bisher wurde der Markt für texturiertes Soja “Textured Vegetable Protein” (TVP) von China und Serbien beherrscht, die im Verarbeitungsprozess Hexan bei der Entfettung sowie Säuren und Laugen bei der Proteinisolierung einsetzen. Bamberger stellt das TVP ohne Einsatz chemischer Produkte und Prozesse her.
- In Österreich ist das Unternehmen größte Produzentin/größter Produzent von Soja-Texturaten.
Herausforderungen:
- Um gegenüber der internationalen Konkurrenz aus China, der Schweiz und Serbien weiterhin zu bestehen soll die Kapazität auf das Doppelte ausgeweitet werden.
- Die Produktionskosten pro Tonne Texturat sollen deutlich verringert werden.
- Die Struktur der Texturate soll verfeinert werden.
Ziele des Projekts
- Die (Soy Austria) Landwirtinnen und Landwirte profitieren vom transparenten Preismodell mit Fixpreis- und Marktpreiskomponenten durch langfristige Verträge, Abnahmegarantien und dem Know-how von der Firma Bamberger beziehungsweise Soy Austria.
- (Soy Austria) Händlerinnen und Händler erwartet ein partnerschaftliches und ehrliches Business-Umfeld, das von Tradition und Expertise geprägt ist. Dies führt zu einer langfristigen Perspektive und einer besseren Planbarkeit, auch beim Lagermanagement.
- Durch die Produktionserweiterung sollen vier neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen
Folgende Investitionen sind geplant:1. Erweiterung der Soja-Texturatproduktion (Anschaffung eines neuen Extruders, Erweiterung der Trocknungs- und Kühlkapazitäten).
2. Errichtung einer Energiezentrale (Trafostation, Niederspannungsverteilungsanlage, Wärmerückgewinnung).
3. Neue Rohwarenannahme (Einbau einer neuen Brückenwaage mit automatischer Musterziehung und Waagenbüro, Erweiterung der Verpackungsanlage um einen automatischen Palettierer).
Ergebnisse und Wirkungen qualitativ
- Die Firma Bamberger bezieht ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energieträgern.
- Das Unternehmen Bamberger und Soja Austria sind Mitglieder des Vereins “Soja aus Österreich”, der sich zu zehn Prinzipien verpflichtet hat, insbesondere der Förderung des Sojaanbaues in Österreich.
- Eiweißprodukte für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie weisen einen hohen Veredelungsgrad auf.
Die wichtigsten Lernerfahrungen
- Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur österreichischen Eiweißstrategie.
- Durch die Ausweitung der Soja-Texturatproduktion werden Übersee-Importe reduziert. Dadurch werden über das Einzelprojekt hinaus positive Umweltauswirkungen generiert.
- Der Standort Prinzersdorf ist u.a. nach dem “Proterra-Standard” (Soziale Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit) zertifiziert.
- Die Firma Bamberger hat den Auftrag vergeben, entlang der gesamten Texturat-Wertschöpfungskette den CO2-Fußabdruck zu messen.
