Gesamtdatenbank der Gefäßpflanzen Nord- und Osttirols

Aufgrund unvollständiger Datensätze zur Flora der Gefäßpflanzen Nord- und Osttirols, wurden im Zuge des Projektes verschiedene existierende Datenbanken und Datensätze zu einem einheitlichen Datensatz („Gesamtdatenbank der Gefäßpflanzen Tirols“) zusammengeführt. Damit sollte eine vereinheitlichte Grundlage geschaffen werden, auf die im Bedarfsfall und für weitere Fragestellungen zurückgegriffen werden kann.

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

In Tirol lag vor dieser Projektumsetzung die spezielle Situation vor, dass es zwar zwei umfangreiche, aber trotzdem nicht vollständige Datensätze zur Flora der Gefäßpflanzen gab. Ein dritter umfangreicher Datensatz ergab sich aus der Biotopkartierung Tirols, dazu kam die erst teilweise erstellte Herbardatenbank des Institutes für Botanik, die Privatdatenbank von O. Stöhr über Osttirol und weitere, kleinere Datensätze.

Ziele des Projekts

Ziel dieses Projektes ist die Erarbeitung eines vollständigen Kataloges der in Nord- und Osttirol wildwachsenden Gefäßpflanzen und eine einheitliche und möglichst vollständige Datenbank der Gefäßpflanzen Tirols. Das Projekt dient vor allem dem Erhalt von Gefäßpflanzenartenvorkommen und naturschutzfachlich wertvoller Kulturlandschaft bzw. des Landschaftsbildes. Außerdem soll eine Verbesserung des Wissensstandes von Gefäßpflanzenarten und deren schützenswerten Lebensraumtypen erzielt werden.

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

Im Rahmen des Projektes wurden ein vollständiger Katalog der in Nord- und Osttirol wildwachsenden Gefäßpflanzen sowie eine einheitliche und möglichst vollständige Datenbank der Gefäßpflanzen Tirols erstellt.

Folgende Datenquellen wurden für das Vorhaben genutzt:

  • Datenbank Tiroler Landesmuseen
  • Datenbank Floristische Kartierung Mitteleuropas
  • Diverse Herbarien – Biotopkartierung Tirol – Datenbank Stöhr
  • Literaturauswertung
  • Expertenwissen

Die Daten selbst wurden von den involvierten Institutionen auf Grundlage des gegenseitigen Datenaustausches unentgeltlich zur Verfügung gestellt, die Universität Innsbruck bringt zudem den Großteil der Koordinationstätigkeit als Eigenleistung an.

Projektumsetzung:

  • Erstellung einer Gesamt-Taxaliste (Arten und Unterarten)
  • Datenbankrecherchen und Zusammenführung der verschiedenen existierenden Datensätze
  • Herbar-Recherchen
  • Ergänzung der Ergebnisse / Fertigstellung der Gesamtdatenbank
  • Projektbericht

Ergebnisse und Wirkungen qualitativ

Die Gefäßpflanzen sind eine zentrale Indikatorgruppe in der Naturschutzarbeit, wie zum Beispiel im Schutzgebietsmanagement oder in Bewilligungsverfahren. Durch die Gesamtdatenbank konnte eine einheitliche Grundlage geschaffen werden, wodurch ein besserer Überblick über die Vorkommen der Arten möglich wurde. Die erstellte Datenbank wird, mit einem Umfang von ca. 1,36 Millionen Datensätzen, von der Naturkundlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen Ferdinandeum verwaltet. Die Daten stehen über den bestehenden Austauschvertrag auch dem Land Tirol zur Verfügung.
Schwerpunkte
Naturschutz
Umwelt und Biodiversität
Förderperiode
LE 14-20
Projektlaufzeit
01.08.2015 - 31.12.2016
Projektregion
Tirol
Projektträger
Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Umweltschutz
Maßnahme im Programm
M07 Basisdienstleistungen
7.6.1. a) Studien und Investitionen zur Erhaltung, Wiederherstellung und Verbesserung des natürlichen Erbes - Naturschutz
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
83.285,00€
GAP Strategieplan Fördersumme
69.759,52€
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