Landspinnerei St. Aegidi – Leben und Arbeit am Land

Durch die Landspinnerei wird die Digitalisierung als Chance für den ländlichen Raum genutzt. Zahlreiche Aufgaben könnten schon jetzt abseits von den Ballungszentren erfüllt werden. Vorwiegend fehlt allerdings eine entsprechende Infrastruktur. Mit der Landspinnerei werden vielfältige Möglichkeiten geschaffen, um das Arbeitsleben teilweise zurück in den ländlichen Raum zu bringen und so das Arbeitsleben flexibler zu gestalten und den Menschen durch die Schaffung von zusätzlicher Freizeit, mehr Lebensqualität zu bringen.
Im Zuge der Neuerrichtung einer Gemeindeverwaltung kann diese Infrastruktur realisiert werden. Sie soll als Plattform für Co-Working, Teleworking, StartUps, Einzeppersonenunternehmen (EPUs), für Vereine sowie als temporäres Büro für multilokale Menschen, aber auch im sozialen Bereich (zum Beispiel für wiederkehrende Therapiestunden etc.) genutzt werden können. Eine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Belebung des regionalen Raumes wird angestrebt.

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

Im Zuge des Neubaus des Gemeindeamtes können bei einer gemeinsamen Errichtung mit entsprechenden Flächen für die Landspinnerei viele Synergien genutzt werden. Ob einerseits teilweise Mehrfachnutzungen von Räumen (zum Beispiel Sitzungssaal – Meetingraum) aber auch andererseits in Verwaltungsbereichen (zum Beispiel Postannahmestelle, Vermietung). Duch die Landspinnerei können insbesondere auch multilokale Menschen ihren Lebensstil vermehret auch am Land „gut praktizieren“. Die Landspinnerei soll ein offener Arbeitsbereich für schon bestehende und neue Arbeitsfelder sein. Durch dieses Angebot soll der ländliche Raum, insbesondere auch für die Arbeitswelt, attraktiver werden und auch eine Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft ermöglichen.

Ziele des Projekts

Mit diesem Projekt soll der Abwanderung aus dem ländlichen Raum entgegengewirkt und dessen Attraktivität gesteigert werden. Die Menschen, welche sich diesem Angebot bedienen, sollen dadurch eine bessere Lebensqualität durch geringere Verkehrszeiten erfahren. Daduch wird der Verkehr insbesondere in den Ballungszentren reduziert. Weiters soll die Landspinnerei eine zusätzliche Absicherung, sowie idealerweise eine Verbesserung der ländlichen Infrastruktur (Nahversorgung, Kinderbetreuung, Schulen, Gastronomie) bewirken. Die regionale Wirtschaft sollte vom zuziehenden Know-How und von neu entstehenden Diensteistungen profitieren können.

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

Die im Großraumbüro vorhandenen Arbeitsplätze werden je nach Verfügbarkeit von unterschiedlichen Personen genutzt. Es gibt verschiedene Buchungsmodelle (tageweise, wiederkehrend, individuell). Die zwei Einzelbüros dienen als entsprechende Rückzugsmöglichkeit für diskrete Gespräche. Der Raum Soziale Dienste wird von Physiotherapeutinnen und -therapeuten genutzt. Die Kundinnen- und Kundenenfrequnz beeinflusst den Betrieb in der Landspinnerei nicht. Dieser Raum kann aber nach Verfügbarkeit zum Beispiel für Ausstellungen, Vereine etc. genutzt werden. Weiters werden in diesen Büroflächen zur gemeinsamen Nutzung entsprechende Gerätschaften (Kopiersystem, Plotter, Beamer,…) zur Verfügung gestellt. Im Lagerraum können die Nutzer der Landspinnerei entsprechende Unterlagen versperrt aufbewahren.

Ergebnisse und Wirkungen qualitativ

Die in der Landspinnerei verfügbaren Flächen haben durch eine synergetische Nutzung eine entsprechende Auslastung. Interessierte Unternehmen kommen auf die Gemeinde direkt zu und wollen über das Projekt Näheres erfahren. Es finden sich auch in anderen Regionen weitere Gemeinden, welche dieses Projekt im eigenen Nahbereich umsetzen wollen. Der Bevölkerungsrückgang stagniert bzw. die Bevölkerungszahl steigt. Junge Menschen von Außerhalb ziehen in die Region beziehungsweise kehren zurück. Durch die zahlreichen Mehrfachnutzungen und Synergien kommt es zu einer nachhaltigen Nutzung der zu errichtenden Gebäudekubatur.
Schwerpunkte
Gemeinwohl, Soziales und Daseinsvorsorge
Gleichstellung
Klimaschutz
Ländliche Wirtschaft / KMU
Umwelt und Biodiversität
Förderperiode
LE 14-20
Projektlaufzeit
01.01.2021 - 31.12.2022
Projektregion
Oberösterreich
LEADER Region
LAG Sauwald - Pramtal
Projektträger
Gemeinde St. Aegidi
Maßnahme im Programm
M19 Leader
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
249.500,00€
GAP Strategieplan Fördersumme
149.700,00€
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