LIN: LINI Landlabor

Das Innviertel steht vor ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen: Klimawandel, sorgsamer Umgang mit Boden und Ressourcen, Veränderungen in Landwirtschaft und Wirtschaft sowie zunehmender Bedarf an neuen Formen der Zusammenarbeit erfordern regionale Lösungen und neue Ideen. Gleichzeitig gibt es im Innviertel viele engagierte Menschen, Betriebe, Gemeinden und Organisationen mit Wissen, Erfahrungen und Innovationspotenzial. Das LINI Landlabor Innviertel schafft dafür einen offenen, regionalen Innovationsraum und bringt unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zusammen. Ziel ist es, gemeinsam Ideen zu entwickeln, neue Lösungswege auszuprobieren und konkrete Projekte anzustoßen, die zur nachhaltigen Entwicklung, regionalen Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit des Innviertels beitragen.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen der Aufbau und die Weiterentwicklung eines branchen- und sektorübergreifenden Innovationsnetzwerks. Landwirtschaft, Unternehmen, Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Forschung und weitere regionale Akteurinnen und Akteure werden miteinander vernetzt. Ausgangspunkt sind konkrete Fragestellungen, Bedürfnisse und Potenziale aus der Region. Durch Gespräche, Vernetzung, Veranstaltungen, Workshops und weitere Austausch- und Lernformate werden Themen sichtbar gemacht, Wissen geteilt und neue Kooperationen ermöglicht. Ein eigens eingerichteter Beirat unterstützt das Projekt mit unterschiedlichen fachlichen und regionalen Perspektiven.

Aus diesen Prozessen entstehen Ideen, die gemeinsam weiterentwickelt und – wo sinnvoll – in Pilotprojekten und Experimentierräumen erprobt werden. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung neuer Technologien oder Geschäftsmodelle, sondern auch um neue Formen der Zusammenarbeit, regionale Wertschöpfung und die praktische Anwendung vorhandenen Wissens. Praxisnahe Veranstaltungen und Weiterbildungsangebote greifen aktuelle Fragestellungen auf und bringen Fachwissen direkt zu den Menschen in der Region. Ein Beispiel dafür ist die Veranstaltungsreihe zum effizienten Wirtschaftsdünger-Stickstoff-Management, bei der Wissen zu Nährstoffeffizienz, Lagerung, Ausbringung und Gewässerschutz praxisnah vermittelt wird.

Inhaltlich konzentriert sich LINI Landlabor auf drei miteinander verbundene Schwerpunkte: Lebensmittel, Boden & Baukultur sowie Rohstoffe & Ressourcen. Im Bereich Lebensmittel geht es unter anderem um neue Wege der regionalen Produktion, Verarbeitung, Vermarktung und Zusammenarbeit. Boden & Baukultur umfasst den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Boden sowie zukunftsfähige und ressourcenschonende Bauweisen. Der Schwerpunkt Rohstoffe & Ressourcen widmet sich der regionalen Nutzung von Ressourcen, der Kreislaufwirtschaft und der Frage, wie Wertschöpfung stärker in der Region gehalten werden kann. Diese Themenfelder entsprechen auch den aktuellen Beschreibungen des Projekts als Innovationsnetzwerk für regionale Kreislaufwirtschaft.

Mit dem Projekt sollen neue Kooperationen, konkrete Innovationsimpulse und umsetzbare Pilotvorhaben entstehen. Wissen und Erfahrungen aus den Aktivitäten werden gesammelt, reflektiert und für weitere Akteurinnen und Akteure nutzbar gemacht. Die Ergebnisse und Lernerfahrungen werden über Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, digitale Kommunikation sowie den Austausch mit regionalen und überregionalen Netzwerken weitergegeben. Damit soll LINI langfristig eine Kultur des gemeinsamen Entwickelns und Ausprobierens stärken und dazu beitragen, dass aus regionalen Ideen konkrete Zukunftschancen für das Innviertel entstehen.

Schwerpunkte
Bildung, Sensibilisierung und Wissenstransfer
Digitalisierung
Ländliche Wirtschaft / KMU
Lebensmittelverarbeitung und Kulinarik
Naturschutz
Vermarktung und Vertrieb
Förderperiode
GAP 23-27
Individuelle Schlagworte
Baukultur
Boden
Innovationsnetzwerk
Kreislaufwirtschaft
nachhaltige Entwicklung
regionale Lebensmittel
Ressourcen
Rohstoffe
Projektlaufzeit
01.11.2025 - 31.10.2028
Projektregion
Oberösterreich
Projektträger
Innovatives Innviertel
Maßnahme im Programm
77-03 Ländliche Innovationssysteme
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
283.500,00€
GAP Strategieplan Fördersumme
283.500,00€
Kontakt

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