LIN: Ländliches Innovationsnetzwerk regio3 Kitzbühel
Der ländliche Raum steht vor tiefgreifenden Transformationsprozessen: Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Digitalisierung, neue Arbeitswelten sowie steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz erfordern zunehmend flexible und sektorübergreifende Lösungsansätze. Gleichzeitig verfügt die Region über ein hohes Potenzial an engagierten Akteurinnen und Akteuren, Unternehmen, Institutionen und Initiativen, deren Kompetenzen noch stärker miteinander verknüpft werden können. Hier setzt das Ländliche Innovationsnetzwerk regio3 Kitzbühel (LINK) an.
Ziel des Projektes ist es, eine nachhaltige Innovationskultur und ein regionales Innovationsökosystem zu etablieren. LINK fungiert dabei als Schnittstelle und Impulsgeber zwischen Wirtschaft, Gemeinden, Landwirtschaft, Bildung, Kultur, Tourismus, Sport und Zivilgesellschaft. Durch gezielte Vernetzung, Wissenstransfer und kooperative Innovationsformate sollen neue Projekte initiiert, die Innovationsfähigkeit erhöht und die Resilienz des regionalen Wirtschafts- und Lebensraumes gestärkt werden.
Im Mittelpunkt stehen der Aufbau und die Weiterentwicklung eines breit angelegten regionalen Netzwerkes. Relevante Stakeholder werden identifiziert, aktiviert und über Netzwerkveranstaltungen, Workshops, thematische Arbeitsgruppen und persönliche Ansprache miteinander verbunden. LINK übernimmt dabei eine intermediäre Funktion: Ideen werden aufgegriffen, geeignete Partnerinnen und Partner zusammengeführt, Synergien sichtbar gemacht und Projektentwicklungsprozesse begleitet. Dadurch entsteht eine zentrale Anlaufstelle für innovative Vorhaben und sektorübergreifende Kooperationen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Innovationsförderung bestehender Unternehmen sowie auf Entrepreneurship und Unternehmensgründung. Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Mitarbeitende sollen für neue Technologien, Geschäftsmodelle und Transformationsprozesse sensibilisiert und zur Entwicklung innovativer Lösungen motiviert werden. Gründerinnen und
Gründer sowie Personen mit innovativen Ideen werden mit relevanten Netzwerken, Unterstützungsstrukturen und regionalen Partnerinnen und Partnern verknüpft. Best-Practice-Beispiele sowie Pilot- und Leuchtturmprojekte sollen zusätzliche Impulse setzen und als Multiplikator in der Region wirken.
Auch New Work, Fachkräftesicherung und Standortattraktivität werden adressiert. Neue Arbeitsmodelle, digitale und hybride Arbeitsformen sowie veränderte Anforderungen an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bieten insbesondere ländlichen Regionen neue Chancen. LINK unterstützt den Austausch zu diesen Themen und trägt dazu bei, die Region für junge Menschen, Fachkräfte, Rückkehrerinnen und Rückkehrer sowie multilokal Arbeitende attraktiver zu gestalten.
Die Themen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft werden als Querschnittsmaterie in das Innovationsnetzwerk integriert. Unternehmerinnen und Unternehmer, Mitarbeitende sowie Vertreterinnen und Vertreter regionaler Institutionen sollen für Ressourceneffizienz, Circular Economy und nachhaltige Wertschöpfungsmodelle sensibilisiert werden. Gleichzeitig soll insbesondere die Landwirtschaft stärker in regionale Innovationsprozesse eingebunden und mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Tourismus, Gemeinden und weiteren Bereichen vernetzt werden.
Weitere Schwerpunkte bilden Resonanz- und Kulturtourismus sowie Kunst und Sport. Authentische regionale Lebens- und Kulturräume sollen stärker in die touristische Entwicklung einbezogen und neue Kooperationen zwischen Kulturschaffenden, Tourismusverantwortlichen, Gemeindevertreterinnen und -vertretern und regionalen Initiativen ermöglicht werden. Kunst und Sport werden dabei nicht nur als traditionsreiche Themenfelder, sondern auch als Impulsgeber für gesellschaftliche Innovation, Standortentwicklung, Ortskernbelebung und neue Veranstaltungs- und Kooperationsformate verstanden.
Methodisch basiert das Projekt auf einem partizipativen, bottom-up orientierten und sektorübergreifenden Ansatz. Zum Einsatz kommen unter anderem Stakeholder-Mapping, Netzwerkmanagement, Co-Creation- und Workshopformate, Peer Learning, Wissenstransfer sowie die Initiierung und Begleitung konkreter Pilotprojekte. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen zu bündeln, neue Schnittstellen zu schaffen und innovative Lösungsansätze gemeinsam mit regionalen Akteurinnen und Akteuren zu entwickeln.
Als Projektergebnisse werden ein belastbares regionales Innovationsnetzwerk, neue Kooperationen, konkrete Projektideen sowie Pilot- und Leuchtturmprojekte angestrebt. Langfristig soll LINK die Innovationsfähigkeit, Kooperationskultur und Transformationskompetenz in der Region stärken. Erfolgreiche Ansätze und Projekterfahrungen werden über Veranstaltungen, Kommunikationskanäle und bestehende Netzwerke disseminiert, weitergegeben und nach Möglichkeit verstetigt.