Neun strategische Prioritäten für die Weiterentwicklung von LEADER – „Our common future“
12 LAGs aus 10 Mitgliedsstaaten erarbeiteten koordiniert durch das österreichische LEADER-forum strategische Ansatzpunkte, um den LEADER-Ansatz zu stärken und seine Rolle als Europas führendes Modell für partizipative, ortsbezogene ländliche Entwicklung zu sichern.
Eine wesentliche Voraussetzung für die Stärkung von LEADER ist die Erhaltung und Unterstützung der Rolle der Lokalen Aktionsgruppen (LAG) als regionale Vermittlungsorganisationen. Dies bedeutet nicht, dass den LAGs derzeit die Kapazitäten fehlen, diese Rolle zu erfüllen. Vielmehr wird damit anerkannt, dass ihre Fähigkeit, Behörden, private Akteure, die Zivilgesellschaft und unterrepräsentierte ländliche Gruppen miteinander zu verbinden, von stabilen Rahmenbedingungen abhängt. Der Bericht identifiziert ein anhaltendes Dilemma: „Verwaltung vs. Innovation“. Die LAGs sind sich der Verpflichtung zur Einhaltung immer strengerer administrativer Anforderungen sehr bewusst, oft bei sehr begrenzter Personalausstattung (der Durchschnitt aller Mitgliedstaaten liegt bei zwei Personen oder Vollzeitäquivalenten pro LAG) – was zu Spannungen führen kann, die ihre Fähigkeit gefährden, die zentrale Entwicklungsrolle von LEADER zu erfüllen. Vereinfachung, stabile Finanzierung und Personalaufstockung werden als unerlässlich angesehen, um sowohl die Einhaltung der Vorschriften als auch die Innovationsfähigkeit, einschließlich sozialer Innovation, aufrechtzuerhalten.
