LIN: Innovationsnetzwerk Nockregion
Die Nockregion-Oberkärnten umfasst 1.292 km² und rund 50.300 Einwohnerinnen und Einwohner in 16 Gemeinden. Die Region steht vor zentralen Herausforderungen: Demografischer Wandel, Personalmangel, begrenzte Ressourcen kleiner Unternehmen, eingeschränkte Weiterbildungsangebote, mangelnde Verfügbarkeit von leistbaren Wohnungen und fehlende flächendeckende Unternehmensnetzwerke, insbesondere für KMUs. Zugleich weist die Nockregion laut einer Umfrage ausgeprägte Stärken auf: Hohe Lebenszufriedenheit, Sicherheit sowie eine starke Identifikation mit der Natur und der Gemeinschaft.
Ein Datenexperiment im Horizon-Projekt RUSTIK hat ergeben, dass 99 % der rund 4.400 Unternehmen kleine ländliche Unternehmen (KLUs) sind, die 46 % aller Erwerbstätigen beschäftigen. Hier setzt das LIN Innovationsunterstützungsnetzwerk an: Es vernetzt systematisch Unternehmen, Gemeinden und (Sozial-)Partnerinnen und Partner und treibt den Entwicklungsprozess der Nockregion „Auf dem Weg zur besten Lebens- und Arbeitsregion” gezielt weiter voran. Das LIN ist im Kompetenzzentrum für Regionalentwicklung gemeinsam mit dem Regionalverband und der LAG Nockregion-Oberkärnten unter einem Dach angesiedelt. Der Regionalverband unterstützt zudem weitere Projektträgerinnen und Projektträger bei Anträgen in der Fördermaßnahme „Ländliche Innovationssysteme”.
Die Zielerreichung erfolgt durch fünf Handlungsfelder: Forcierung gesellschaftlicher Transformation durch gemeinsame innovative Lösungen und Commitment zur CHARTA für Gemeinden und Unternehmen; Branchenübergreifendes Unternehmerinnen- und Unternehmernetzwerk in Landwirtschaft, Handwerk, Dienstleistungen und Produktion; Unternehmensförderung insbesondere der kleinen ländlichen Unternehmen mit dem RUSTIK-Datenexperiment als strategische Basis; Partnerschaften und Wertschöpfungsketten durch und mit Akteurinnen und Akteuren, begleitet von LAG und Regionalverband; sowie Standortpositionierung nach innen und außen. Operationalisiert wird dies durch Unternehmerinnen- und Unternehmer- sowie Bürgermeisterinnen- und Bürgermeisterstammtische, themenspezifische Arbeitsgruppen, Betriebsbesichtigungen, Qualifizierungen und Seminare (zum Beispiel Künstliche Intelligenz) sowie Kooperationen mit Sozialpartnern und Bildungsträgern zur Vermeidung von Doppelgleisigkeiten.
Als Projektergebnisse werden ein langfristig gesichertes, branchenübergreifendes Netzwerk, gestärkte Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit, neue innovative Kooperationsprojekte sowie eine klare Standortpositionierung angestrebt. Erwartet werden höhere Innovationsfähigkeit regionaler Akteurinnen und Akteure, verbesserte Fachkräftebindung und -gewinnung, gestärkte funktionale Räume und zentrale Orte sowie verstärkte Synergien. Der Einbezug und die Weiterentwicklung des RUSTIK-Datenexperiments ermöglicht den sinnvollen Zugang zum Datenpool für Unternehmen. Die Nockregion wird als attraktiver Lebens- und Arbeitsstandort positioniert, der junge Menschen, Familien, Fachkräfte und Betriebe hält oder neu anzieht. Für die Dissemination sind die nachhaltige Verankerung des Netzwerks, Unterstützung weiterer LIPs und die langfristige Sicherung der gemeinsamen Weiterentwicklung vorgesehen.