Beikrautmanagement in Biodiversitätsflächen
Viele Landwirtinnen und Landwirte, die Biodiversitätsflächen angelegen, kämpfen mit einer Verunkrautung dieser Flächen, sowohl mit altbekannten Wurzel- und Samenunkräutern als auch mit neuen invasiven Arten und befürchten, dass diese sich auf den Biodiversitätsflächen unkontrolliert vermehren. Zur Regulierung werden zum einen neue Bekämpfungs- beziehungsweise Pflegemaßnahmen getestet, zum anderen werden Flächen mit Saatgutmischungen mit konkurrenzstarken Arten angesät. In einem ersten Schritt wird eine Erhebung beziehungsweise Umfrage zur aktuellen Wissenslage und Situation der Landwirtinnen und Landwirte im Umgang mit Unkräutern auf Biodiversitätsflächen durchgeführt. Erfolgversprechende Erkenntnisse sollen unmittelbar im Projekt aufgegriffen werden und in die Feldversuche einfließen.
In mehreren mehrjährigen Feldversuchen an drei Standorten in Ostösterreich werden unterschiedliche Saatgutmischungen und Bewirtschaftungsmaßnahmen kombiniert. Konkret sollen vor allem Methoden zur Pflege der Ränder der Biodiversitätsflächen getestet werden, um ein Ausbreiten in angrenzende Ackerflächen zu verhindern. Vegetationsaufnahmen dokumentieren den Zustand und die Entwicklung der Versuchsparzellen, weiters wird das Auftreten von Wurzelunkräutern digital erfasst und ihre Ausbreitung graphisch dargestellt. Gleichzeitig erfolgt eine Evaluierung der Flächen über ein Biodiversitätsmonitoring mit zusätzlicher Erfassung bedeutender Kulturschädlinge. Bei besonders problematischen Unkräutern und invasiven Neophyten werden Wurzelfreilegungen durchgeführt, um mögliche neue Ansatzpunkte für die Bekämpfung zu finden. Die getesteten Methoden und gewonnenen Erkenntnisse sowie Wurzelfreilegungen problematischer Arten werden im letzten Projektjahr in Feldtagen präsentiert und in Fachveranstaltungen mit interessierten Landwirtinnen und Landwirten geteilt.