Die ÖKO-Drohne – Schädlingsbekämpfung mit dem natürlichen Feind

Es wird eine Drohne angeschafft, welche mit Kapseln gefüllt ist, in denen sich Nützlinge befinden. Je nach Schädling beziehungsweise Kulturpflanze wird der dafür passende Nützling eingesetzt. Diese Kapseln werden gleichmäßig über das Feld verteilt abgeworfen und nach einigen Tagen schlüpfen die Nützlinge. Nachdem die Nützlinge geschlüpft sind, beginnen diese gezielt, den jeweiligen Schädling zu bekämpfen und verhindern somit Schaden an der Kulturpflanze, sowie eine Minderung des Ertrages. Diese Kapseln sind biologisch abbaubar und können nach Gebrauch, ohne jegliche Bedenken, in den Boden eingearbeitet werden. Durch diese Art der Schädlingsbekämpfung wird der Einsatz von Insektiziden verringert und kann, egal ob biologisch oder konventionell, an jedem Betrieb eingesetzt werden.

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

In der Landwirtschaft gibt es unzählige Schädlinge, die die Kulturpflanzen schädigen und somit Erträge schmälern. Da in den letzten Jahren das Bewusstsein in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Bevölkerung stark zugenommen hat, sind Verbote und Einschränkungen von Pestiziden ein großes Thema in der öffenlichen Diskussion. Durch diesen Wandel wird es für Landwirte, die nach konventionellen Mustern arbeiten, zunehmend schwieriger, eine effektive Schädlingsbekämpfung durchzuführen.

Ziele des Projekts

Mit diesem Projekt will man eine ökologische, nachhaltige und preiswerte Alternative zur herkömmlichen chemischen Methode zur Schädlingsbekämpfung schaffen. Weiters werden Ressourcen eingespart und die öffentliche Meinung im Bezug auf die Landwirtschaft gestärkt.

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

Die Maßnahme erfordert eine leistungsstarke Drohne mit einem automatisierten Behälter, welcher die Kugeln abwirft. Zusätzlich werden mehrere Akkus, Aufladegeräte und Ersatzteile angeschafft. Es wird ein Programm benötigt, das die Flugbahnen und Abwurfpunkte plant. Mittels eines Tablets und einer Steuereinheit werden diese Daten an die Drohne übermittelt, welche automatisch das Feld abfliegt und eine vorgegebene Anzahl an Kugeln pro Hektar abwirft. Die Vorgangsweise ist simpel, ist ein Schädlingsbefall registriert worden, wird mit der Bekämpfung begonnen. Zumeist können auch zwei Überflüge an verschiedenen Terminen stattfinden. Durch die abgeworfenen Kugeln schlüpfen die jeweiligen Nützlinge, die mit der Bekämpfung der Schädlinge beginnen. Die Drohne schafft bei einem Einsatz ca. fünf Hektar pro Stunde. Die Planung der Maßnahme kann präventiv, lange vor dem eigentlichen Einsatz erfolgen oder auch kurzfristig bei einem Befall.

Ergebnisse und Wirkungen qualitativ

Durch den Abwurf von Nützlingen via Drohne lassen sich Ressourcen einsparen und es wird auf den Einsatz von Chemischen Mitteln verzichtet. Wenn man ein Feld mit Nützlingen behandelt, profitieren auch umliegende Felder mit derselben Kultur, da die Nützlinge auch hier zum Teil aktiv sind beziehungsweise weiterwandern. Nach erfolgreicher Bekämpfung, sterben die Nützlinge nach einiger Zeit, da ihnen die Lebensunterlage fehlt und stellen somit keine Gefahr für das ökologische Gefüge dar. Die Kapseln sind umweltverträglich und lösen sich auf. Sie können auch in den Boden eingearbeitet werden.
Schwerpunkte
Gemeinwohl, Soziales und Daseinsvorsorge
Ländliche Wirtschaft / KMU
Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft
Naturschutz
Umwelt und Biodiversität
Förderperiode
LE 14-20
Projektlaufzeit
22.11.2022 - 30.09.2023
Projektregion
Oberösterreich
Maßnahme im Programm
M19 Leader
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
853.724,00€
GAP Strategieplan Fördersumme
341.489,60€
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