Entwicklung von Trocknungskennlinien für die Waldviertler Körnervielfalt
Die Firma Waldland hat etwa 70 verschiedene Sonderkulturen pro Jahr im Anbau. Auf rund 3.000 ha Erntefläche werden Körnerpflanzen, zum Beispiel Waldviertler Graumohn, Mariendistel (wichtig im Pharmabereich), Gewürze wie zum Beispiel Kümmel, etc. angebaut, die nach der Ernte getrocknet werden müssen. Die Menge erhöht sich von Jahr zu Jahr – derzeit sind rund 4000 t Körner zu trocknen. Im Rahmen der Neuorganisation der gesamten Körnerübernahme inklusive Lagerung wird derzeit eine energieeffiziente teilautomatisierte Trocknungsanlage für die chargengetrennte Trocknung verschiedener Körnerprodukte in Kooperation mit einem Maschinenhersteller entwickelt.
Von besonderer Bedeutung für die weitere Vermarktung ist dabei die Rückverfolgbarkeit. Es wird daher ein Kistentrocknungssystem entwickelt, welches Chargentrennung und damit Rückverfolgbarkeit bis zum Feld auf dem die Pflanze gewachsen ist, gewährleistet. Die Auswahl der Sensor- und Messtechnik und Sensortechnik, sowie Parameter für die Programmierung werden von Waldland im Rahmen dieses Projekts entwickelt. Das Wissen über die technische Ausgestaltung der erforderlichen Trocknungstechnik – beispielsweise wie die unterschiedlichen Körnergrößen für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie unter verschiedenen Ausgangsbedingungen (Feuchtegehalt, Luftfeuchtigkeit, Außentemperatur, Trocknungstemperaturen) möglichst schonend verarbeitet werden können, muss erst erhoben werden. Eine vergleichbare teilautomatisierte energieeffiziente Trocknungsanlage für Körnerfrüchte gibt es in Österreich noch nicht.
