Futura – die gute Amöbe

Erstellung und Verbreitung einer erweiterbaren Zukünftesammlung für ein gutes Morgen 

Mit Kurztexten zu wünschenswerten Zukünften von rund 50 Personen aus Bereichen wie Artenvielfalt, Bildung, Lebensmittelproduktion, Pflege, Unternehmertum, Gesundheitswesen und Tourismus, überwiegend aus Vorarlberg, wurde eine erste Sammlung attraktiver, realisierbarer Zukunftsbilder veröffentlicht. Die Sammlung wurde professionell gestaltet, flexibel nutzbar gemacht und an alle Gemeinden im LEADER-Gebiet sowie den Regios zur öffentlichen Nutzung verteilt. 

Damit erhalten Gemeinden und Bürger:innen ein Werkzeug für eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Zukunft. Soziale Spaltung und Entfremdung, Klimakrise, schwindendes Demokratiebewusstsein … Die Herausforderungen, denen wir heute als Gesellschaft begegnen, sind nicht nur groß, sondern auch viele – wir sprechen von multiplen Krisen. Die Projektgruppe ist überzeugt davon, dass es mehr positive Zukunftsbilder und den Dialog dazu braucht und dass Menschen mit Vorstellungskraft die ZUKUNFT GEMEINSAM GESTALTEN können. Daher hatte die Projektgruppe begonnen, in ihrem Netzwerk Kurztexte zu wünschenswerten Zukünften zu sammeln. So entstand eine Sammlung von über 40 Kurztexten. Die ursprüngliche Idee, diese Texte unter den Autor:innen zu teilen, war der Projektgruppe mittlerweile zu klein gedacht und daraus entwickelte sich die Idee, die Texte im Rahmen des Futura-Projekts zu veröffentlichen. 

Ein innovativer Ansatz des Projekts war der Einsatz von ChatGPT, um aus den gesammelten Texten die wichtigsten Erfolgsfaktoren für wünschenswerte Zukünfte zu extrahieren. Ergänzend dazu hat die KI eine eigene Zukunftsvision entwickelt, die ebenfalls veröffentlicht wurde. Im Rahmen einer öffentlichen Lesung am 25. Juli 2024 in der Volksschule Andelsbuch wurde das Projekt mit Unterstützung der Presse vorgestellt. Neben einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Antje Bierwisch (UNESCO Chair in Futures Capability for Innovation and Entrepreneurship) lasen Autor:innen ihre Geschichten vor. Als „lebendige Sammlung“ konzipiert, wurde eine Website geschaffen, auf der die Sammlung digital verfügbar ist und Bürger:innen eigene Zukunftsideen einreichen können. Damit wird langfristig die Fähigkeit gefördert, sich positive Zukünfte vorzustellen (Futures Literacy). Gleichzeitig lädt das Projekt die Gesellschaft aktiv dazu ein, sich an der Gestaltung wünschenswerter Zukünfte zu beteiligen. Diese niederschwellige Form der Aktivierung ist im Projektgebiet bisher einzigartig und setzt neue Impulse für bürgerschaftliches Engagement. 

Empfehlungen für ähnliche Projekte 

  • Ressourcenplanung: Für Projekte dieser Art ist es wichtig, genügend Zeit und Mittel für Koordination und Lektorat einzuplanen, da diese oft unterschätzt werden. 
  • Digitale Verbreitung: Die Kombination aus physischer und digitaler Verfügbarkeit einer Projektsammlung maximiert die Reichweite. Eine ansprechend gestaltete Website mit Download-Option und Verknüpfungen zu sozialen Medien ist hier besonders hilfreich. 
  • Design und Haptik: Ein professionelles, ästhetisch ansprechendes Design wertet das Projekt erheblich auf und erhöht seine Attraktivität für die Zielgruppe. 

Diese Erfahrungen zeigen, dass ein gut durchdachtes Konzept, kombiniert mit professioneller Umsetzung und einer klaren Kommunikationsstrategie, wesentlich zum Erfolg eines Projekts beiträgt.

Schwerpunkte
Bildung, Sensibilisierung und Wissenstransfer
Förderperiode
GAP 23-27
Individuelle Schlagworte
bürgerschaftliches Engagement
Futures literacy
Zukunftsideen
Projektlaufzeit
20.06.2024 - 30.06.2025
Projektregion
Vorarlberg
LEADER Region
LAG REGIO-V Regionalentwicklung Vorarlberg
Projektträger
Estuar OG
Maßnahme im Programm
77-06 Förderung von Operationellen Gruppen und von Innovationsprojekten im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit – EIP-AGRI
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
9.914,00€
GAP Strategieplan Fördersumme
7.931,20€
Private und Eigenmittel
1.982,80€
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