Kompostierung – Biomasseerhalt in kleinen regionalen Kreisen
Mit dem Projekt „Kompostierung – Biomasseerhalt in kleinen regionalen Kreisen“ wurde ein praxisnahes Angebot geschaffen, um die Kreislaufwirtschaft in Hausgärten zu stärken und den nachhaltigen Umgang mit organischen Ressourcen in der Region zu fördern.
Ausgangslage war, dass wertvolle Biomasse aus Hausgärten häufig nicht optimal genutzt wird und vielen Gartenbesitzer:innen sowohl das notwendige Fachwissen als auch geeignete Geräte für eine fachgerechte Kompostierung fehlen.
Ziel des Projekts war es, Wissen über die Herstellung und Anwendung von Kompost zu vermitteln, den Erhalt von Biomasse im regionalen Kreislauf zu fördern und die Klimaresilienz sowie Bodenqualität in Hausgärten nachhaltig zu verbessern. Im Mittelpunkt der Umsetzung stand die Anschaffung eines leistungsstarken Häckslers inklusive Transportrampe, der der Bevölkerung des Grazer Berglands über den Obst- und Gartenbauverein kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Dadurch können Grünschnitt und Gartenabfälle direkt vor Ort zerkleinert und als wertvolle Grundlage für die Kompostierung genutzt werden. Ergänzend wurden zwei praxisorientierte Kompost-Workshops mit dem Kompostexperten Klaus Wenzel im Klostergarten Frohnleiten durchgeführt.
Zur nachhaltigen Wissensvermittlung wurde außerdem ein Informationsfolder zur Herstellung und Verwendung von Kompost erstellt und in der Region verteilt. Durch das Projekt wurden sowohl praktische als auch fachliche Voraussetzungen geschaffen, um Gartenabfälle künftig verstärkt im eigenen Gartenkreislauf zu verwerten. Die kostenlose Nutzung des Häckslers erleichtert die Umsetzung einer nachhaltigen Gartenbewirtschaftung, während die Workshops und Informationsmaterialien das Wissen über Kompostierung und Bodenpflege nachhaltig erweitern. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von Biomasse, zur Förderung der Kreislaufwirtschaft, zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit sowie zur Stärkung der Klimaresilienz von Hausgärten. Gleichzeitig wird das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen in der Region gestärkt.
Die Umsetzung hat gezeigt, dass die Verbindung von praktischer Infrastruktur und gezielter Wissensvermittlung besonders wirksam ist, um nachhaltige Verhaltensänderungen anzustoßen. Niederschwellige Angebote wie die kostenlose Ausleihe von Geräten, kombiniert mit praxisnahen Schulungen, erleichtern den Einstieg in die Eigenkompostierung und fördern eine langfristige Nutzung regionaler Stoffkreisläufe. Das Projekt verdeutlicht, dass bereits kleine, gut umsetzbare Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz, Ressourcenschonung und nachhaltiger Regionalentwicklung leisten können.
