Nie wieder Krieg – Gedenkstätte Großkirchheim

Das Ziel ist die Revitalisierung des denkmalgeschützten Gebäudes nach den Plänen von Architekt Clemens Holzmeister. In weiterer Folge soll die bisherige Leichenhalle ein Mahnmal gegen den Krieg beherbergen.
Aus der bestehenden Aufbahrungshalle wird eine Gedenkstätte gegen Krieg, eine Aufforderung für die Friedenssicherung und ein friedliches Zusammenleben für die verschiedensten Völker in Europa und auf der ganzen Welt entstehen. Es sollen die Gefallenen des 1. Weltkrieges (76) und des 2. Weltkrieges (73) mit Name und Portrait in der Gedenkstätte Platz finden.
Es handelt sich hier um kein Neubauprojekt, der bestehende Bestandsbau wird revitalisiert. Das Ziel ist, ein Projekt mit hohem Qualitätsanspruch umzusetzen, bei welchem jedoch die Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit nicht außer Acht gelassen werden soll.
Die Revitalisierung, verbunden mit der Botschaft der Friedenssicherung, bedeutet auch für die ländliche Gemeinde Großkirchheim, eine Attraktivierung und Belebung des Ortes.

 

 

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

Die Gemeinde Großkirchheim ist eine Landgemeinde im Oberen Mölltal mit rund 1.300 Einwohner:innen.
Döllach, der spätere Markt und jetzt der Hauptort in der Gemeinde Großkirchheim, wird urkundlich 1410 erwähnt. Döllach war zur Zeit des Goldbergbaues der Sitz der Gewerke, das Verarbeitungszentrum des Goldes, der Sitz der Herrschaft- und des Amtes Großkirchheim, sowie der Hauptort des Oberen Mölltales.
Die Filialkirche Hl. Andreas in Döllach besitzt eine nebenstehende denkmalgeschützte Leichenhalle, welche in den 70er Jahren von Architekt Clemens Holzmeister geplant wurde.
Im Jahr 2021 wurde die Antoniuskapelle (neben der Pfarrkirche Hl. Georg in Sagritz) auf die ursprüngliche Architektur rückgebaut und dient nun als Leichenhalle.

Die bisherige Leichenhalle im Ort soll nach den ursprünglichen Plänen des Architekten Holzmeister revitalisiert werden und soll in diesem Gebäude durch entsprechende Adaptierung ein Mahnmal gegen den Krieg Platz finden.



Ziele des Projekts

Die Zielgruppen sind sowohl die ältere Generation, die noch den 2. Weltkrieg miterleben mussten, beziehungsweise in der Nachkriegszeit aufgewachsen sind, aber vor allem auch die jüngere Generation.
Diese gilt es aufzuklären, zu informieren und eine Bildung über diese dunkle Zeit der Vergangenheit herbeizuführen. Die Bewusstseinsmachung  der Wichtigkeit der nachhaltigen Friedenssicherung und des friedlichen Zusammenlebens in Europa und weltweit stehen im Vordergrund dieses Projektes für die künftigen Generationen.
 
Eine weitere Zielgruppe sind auch Tourist:innen und Tagesgäste, die das revitalisierte Gebäude besuchen und dadurch die Botschaft des Mahnmales vermittelt bekommen.

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

Durchführung eines Gutachterverfahrens in Zusammenarbeit mit dem Land Kärnten, Abteilung drei – Kommunales Bauen und Baukultur sowie dem Bundesdenkmalamt. Einladung der Architekt:innen zur Ideenfindung. Auswahl der besten Projektidee durch eine Jury. Revitalisierung gemäß Projektidee.

Folgende Aktivitäten sind konkret am Bauwerk umzusetzen:

  • Baumeister:innenarbeiten am Rohbau
  • Technikarbeiten am gesamten Bauwerk
  • Baumeister:innenarbeiten für den Ausbau
  • Planung und Bauleitung

Ergebnisse und Wirkungen qualitativ

Durch die denkmalgerechte Adaptierung der bisherigen Aufbahrungshalle wird eine Aufforderung für die Friedenssicherung und ein friedliches Zusammenleben für die verschiedensten Völker in Europa und auch weltweit geschaffen werden. Die gefallenen Zeug:innen der vergangenen Kriege werden mahnend auf die Wichtigkeit eines friedlichen Zusammenlebens, die Hochhaltung humanistischer Werte und die Gräuel des Krieges hinweisen.

Das Mahnmal soll bewusstseinsbildend für alle Besucher:innen über die Grenzen des Ortes Großkirchheim wirken.
Schwerpunkte
Bildung, Sensibilisierung und Wissenstransfer
Gemeinwohl, Soziales und Daseinsvorsorge
Klimaschutz
Klimawandelanpassung
Kultur und kulturelles Erbe
Ländliche Wirtschaft / KMU
Naturschutz
Tourismus
Umwelt und Biodiversität
Förderperiode
LE 14-20
Projektlaufzeit
01.01.2023 - laufend
Projektregion
Kärnten
Maßnahme im Programm
M19 Leader
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
151.000,00€
GAP Strategieplan Fördersumme
75.001,70€
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