OG: OptiBean4Feed – Optimierung der dezentralen Aufbereitung von regionaler Sojabohne zu qualitativ hochwertigem Eiweißfuttermitteln Sojakuchen und Sojaöl

Die dezentrale Aufbereitung von Sojabohnen zu hochwertigem Eiweißfutter steht vor der Herausforderung, sowohl die Prozessqualität als auch die Effizienz in verschiedenen Betriebsformen zu sichern. Das Projekt widmet sich der Optimierung dieser Anlagen, um die bestmögliche Erzeugung von Eiweißfuttermitteln zu gewährleisten. 

Durch den gezielten Einsatz von KI-basierender Sensortechnik, praktische Optimierungsanwendungen und den Transfer von wissenschaftlichem Know-how in die Praxis sollen die Prozesse sowohl in konventionellen als auch in biologischen Betriebsweisen verbessert werden. Das übergeordnete Ziel ist es, die Qualität des Futters zu steigern, was direkt das Tierwohl und die Leistungsfähigkeit der Tiere fördert, während gleichzeitig der Anbau und die Verarbeitung von regionalem Soja eine ressourcenschonende und emissionsreduzierte Landwirtschaft unterstützen. 

Die Umsetzung des Vorhabens konzentriert sich stark auf den aktiven Wissenstransfer und den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Ausgewählte tierhaltende Betriebe mit eigenen Aufbereitungsanlagen sowie Verarbeitungsgemeinschaften werden intensiv begleitet und in der Prozessführung unterstützt. Dieser mehrstufige Optimierungsprozess wird durch eine Kombination aus klassischer nasschemischer Analytik und einem innovativen Ansatz der In-Line-Prozesskontrolle mittels Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) gestützt. Die gewonnenen Daten werden gemeinsam interpretiert und unmittelbar auf den Anlagen angewendet, um eine direkte Prozessverbesserung zu erzielen. Ergänzend dazu ist ein wissenschaftlich begleiteter Fütterungsversuch geplant, um die Auswirkungen der optimierten Futtermittel zu validieren, und es werden neue Einsatzmöglichkeiten für das anfallende Sojaöl erarbeitet. 

Als Projektergebnisse wird eine signifikant verbesserte Qualität des regionalen Eiweißfuttermittels erwartet, die zu einer höheren Tiergesundheit und besseren Leistungsdaten führt. Durch die etablierten In-Line-Kontrollverfahren und den optimierten Wissenstransfer sollen die Betriebe in die Lage versetzt werden, ihre Aufbereitungsprozesse nachhaltig eigenständig zu steuern. Die neuen Erkenntnisse zum Sojaöl erweitern die Wertschöpfungskette und tragen zur Ressourceneffizienz bei. Die Dissemination der Ergebnisse erfolgt durch die direkte Anwendung in den Pilotbetrieben, die Erstellung von Leitfäden für die Praxis und die Verbreitung der Erkenntnisse in der landwirtschaftlichen Fachöffentlichkeit, um den flächendeckenden Einsatz regionaler Sojafuttermittel zu fördern.

Schwerpunkte
Bildung, Sensibilisierung und Wissenstransfer
Digitalisierung
Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft
Umwelt und Biodiversität
Förderperiode
GAP 23-27
Individuelle Schlagworte
Aufbereitung
dezentral
Eiweißfuttermittel
KI
NIRS
Optimierung
Qualitätssteigerung
Sensorik
Soja
Sojakuchen
Sojaöl
Projektlaufzeit
01.04.2026 - 31.03.2029
Projektregion
Niederösterreich
Oberösterreich
Steiermark
Projektträger
ARGE Soja
Maßnahme im Programm
77-06 Förderung von Operationellen Gruppen und von Innovationsprojekten im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit – EIP-AGRI
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
399.000,00€
GAP Strategieplan Fördersumme
399.000,00€
Kontakt

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