LIN: Re.In.BiK – Regionales. Innovations. Netzwerk Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft Melk – Scheibbs
Die Zielsetzung dieses ländlichen Innovationsnetzwerks (LIN) “Re.In.BiK“ ist der Aufbau und die langfristige Installation eines handlungsfähigen Partnerinnen- und Partner-Netzwerks zum Thema Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft in den Bezirken Melk und Scheibbs. Ein zentrales Anliegen ist die Entwicklung und Umsetzung konkreter Innovationsprojekte, die dann von Netzwerkpartnerinnen und -partnern langfristig fortgeführt werden sollen.
Thematische Handlungsfelder:
- Organischer Stoffkreislauf – Verwertung Bioreststoffe
- Regenerative Landwirtschaft – Klimapositive Musterbauernhöfe
- Protein-Wertschöpfungskette
- Greening the Gas – Regionales Biogas
- Klimaschonende Logistik
- Pyrolytische Karbonisierung – Wertschöpfungskette Biokohle
- Plastikreduktion – Maßnahmenbündel Kunststoffe
Dieses LIN wird mit dem dafür gegründeten Verein „Kreislaufregion Melk-Scheibbs“ umgesetzt. Die Träger des Vereins sind die beiden Gemeinde-Umweltverbände Melk-Scheibbs. Das LIN-Management wird auf 2 Personen aufgeteilt: Johannes Eßmeister (80%) und Annemarie Haydn-Wurm (20%)
Ein Beirat mit 18 Personen aus Wirtschaft, Landwirtschaft, Kammern, Forschungs- und Bildungs-einrichtungen unterstützt das LIN-Management in der Themenauswahl der Projekte.
Die Projektträgerschaft der beiden GVU stellt einerseits die Verbindung zu den 58 Gemeinden der Region her und sorgt andererseits für ein langfristiges Innovationsnetzwerk in den Themenfeldern.
In einer in der Startphase durchgeführten Trendanalyse wurden weltweite Trends in den 7 Handlungsfeldern darauf untersucht, inwieweit sie für unsere Region von gesellschaftlicher bzw. technologischer Relevanz sind. Darauf aufbauend wurden dann gemeinsam mit dem Beirat konkrete Projektideen entwickelt, getestet, umgesetzt und dann an Partnerorganisationen zur langfristigen Umsetzung vermittelt. Dafür wurde die Webseite https://kreislaufregion.at/projektideen/ angelegt, wo sämtliche Innovationsvorschläge beschrieben sind und zur gemeinsamen Weiterentwicklung einladen.
Auf der Projektentwicklungs- und Umsetzungsebene werden sämtliche Akteurinnen und Akteure sowie Institutionen in definierten Stakeholdergruppen in den sieben Handlungsfeldern eingebunden. Dank der guten Vernetzung und Erfahrung des Managements werden neue Chancen und positive Entwicklungen für die Region ermöglicht.
Mittels einer Netzwerkanalyse-Karte wird das LIN-Netzwerk sowohl im Bereich der Handlungsfelder als auch bei den konkreten Projektideen graphisch dargestellt, damit es auch nach Projektende dem aufgebauten Netzwerk zur Verfügung steht.
Im dritten und damit letzten Projektjahr werden die bereits erzielten Erkenntnisse und positive Interventionsmuster übertragbar auf andere Regionen aufbereitet und disseminiert (zum Beispiel in das GAP-Netzwerk und darüber hinaus).
Die Kreislaufregion Melk-Scheibbs ist nach drei Jahren Projektlaufzeit ein in der Region bekannter und geschätzter Partner für Projektentwicklung in den sieben Handlungsfeldern.
Konkrete Projekte (siehe Webseite) sind umgesetzt und werden langfristig von Netzwerkpartnerinnen und -partnern eingesetzt.
Beispiele:
- Selbsternte-Garten in Ruprechtshofen
- Abfalltrennstationen in Schulen im Bezirk Scheibbs
- Aufklärungskampagne für Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm
- Umgesetzte Innovationsformate wie „Open-Space“
- Umgesetzte Veranstaltungsformate wie „1. Höfetour-Zukunft“
- Entwicklung von innovativen Schulworkshops: „Vom Abfall zum Produkt“
- Forschung und Awareness: Konturfarming als Hochwasserschutz und gegen Bodenerosion