Soziale Modellregion Freistadt

Mit rd. 2.200 pflegebedürftigen Personen mehr (= 62% Steigerung) bis 2040 liegt der Bezirk Freistadt an zweiter Stelle der Steigerung in Oberösterreich. Es soll eine gemeindespezifische Abklärung durchgeführt werden, wie sich der Bedarf in den Gemeinden des Bezirks Freistadt in den nächsten 15 Jahren entwickeln wird. Zugleich sollen auch Leerstände erhoben werden, die nutzbar gemacht werden könnten, um den erhobenen Bedarf dann, soweit auch möglich mit neuen Formen und Angeboten umzusetzen. 

Natürlich liegt ein großer Fokus auch auf die Angehörigeneinbindung und Ehrenamtsbeteiligung. Anhand dieser Erhebungen soll in Folge über den gesamten Bezirk eine Planung erstellt werden, welche maßgeschneiderten Maßnahmen es wo an (auch neuen) Pflegeangeboten braucht um den steigenden Bedarf vorausschauend und damit strukturierter abdecken zu können. 

Ziel ist es, eine Betreuungsarchitektur für den Bezirk Freistadt zu erarbeiten, wo schon die bestehenden Erfahrungen aus bisherigen und bestehenden Pilotversuchen, wie auch neuen Varianten, welche vom Land Oberösterreich erarbeitet werden, Platz finden. In einem weiteren Schritt wird in der Folge die Trägerfrage für die neue Betreuungs-architektur zu klären. So wird sich eine Modelregion „Soziales Freistadt“ Stück für Stück etablieren. Konkret geht es um die Erhebung von Bedarfe konkret anhand der Einwohnersituation der Gemeinden, wo auch Verwahrlosung von über 65jährigen Einzelpersonen eine Rolle spielen wird. 

Damit soll eine gesamte Übersicht geschaffen werden, wo im Bezirk FR welche Angebote neu kreiert werden müssen (Zeitspanne von fit daheim, wo die ersten Hilfemaßnahmen notwendig werden bis zum Zeitpunkt, wo eine stationäre Langzeitpflege notwendig ist), um die 2.200 Menschen mit Pflegebedarf mehr (gesamt dahin 5.500) bis 2040 einigermaßen zu schaffen: 

  • niederschwellige Haus- und Heimserviceangebote ausbauen 
  • mobile Pflege mehr mit stationären Aufgaben überlegen (zum Beispiel Verbandwechseln an einem Stützpunkt, wo die pflegebedürftigen Personen hinfahren beziehungsweise hingebracht werden, damit die Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger:in nicht mehr so viel Zeit am Weg verbringt, usw.) 
  • Tageszentren ausbauen und Randzeiten auch ausweiten 
  • neue Formen von Kurzzeitpflege außerhalb von Langzeitpflegeeinrichtungen 
  • alternative Wohnformen – Alten- und Pflegeheim light
Schwerpunkte
Bildung, Sensibilisierung und Wissenstransfer
Gemeinwohl, Soziales und Daseinsvorsorge
Förderperiode
GAP 23-27
Individuelle Schlagworte
Freistadt
Landkarte
Modellregion
Pflege
Soziales
Projektlaufzeit
01.07.2024 - 30.06.2026
Projektregion
Oberösterreich
LEADER Region
LAG Mühlviertler Kernland
Projektträger
Sozialhilfeverband Freistadt
Maßnahme im Programm
77-06 Förderung von Operationellen Gruppen und von Innovationsprojekten im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit – EIP-AGRI
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
99.971,00€
GAP Strategieplan Fördersumme
79.976,80€
Private und Eigenmittel
19.994,20€
Kontakt

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