SuttenReich Burgenland – Erhaltung von Ackersutten

Temporäre Kleingewässer, umgangssprachlich auch “Sutten” genannt, zählen zu den am stärksten gefährdeten Landschaftsstukturen in Europa und haben in Form von Ackersutten im Nord- und Mittelburgenland noch wichtige Restvorkommen.

Im Projekt Suttenreich sollen naturschutzfachliche Fachgrundlagen erarbeitet, sowie Aktionen zur Bewusstseinsbildung und wirksame Maßnahmen zur Erhaltung dieser wertvollen Lebensräume umgesetzt werden.

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

Im Projekt SuttenReich Burgenland werfen Ökologinnen und Ökologen und Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter gemeinsam einen Blick in die faszinierende Welt der Ackersutten. Vor allem das Burgenland ist in Österreich noch reich an Sutten, welche sich über das ganze Bundesland verteilen. Zusammen werden die Herausforderungen bei der Bewirtschaftung und die Bedeutung von Sutten als kurzzeitige Lebensräume beleuchtet und im betrieblichen Alltag umsetzbare Lösungen gesucht, um Sutten auch in Zukunft erhalten.

Ziele des Projekts

Das Projekt richtet sich an Landwirtinnen und Landwirte sowie Interessierte. Mit den Aktivitäten werden naturschutzfachliche Fachgrundlagen erarbeitet sowie Aktionen zur Bewusstseinsbildung und wirksame Maßnahmen zur Erhaltung dieser wertvollen Lebensräume umgesetzt.

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

Das Projekt zeigt, welchen Schatz Landwirtinnen und Landwirte auf ihren Feldern besitzen und durch ihre Tätigkeit erhalten. Es ist eine Plattform entstanden, um alle Interessensgruppen zusammenzuführen und gemeinsam zu diskutieren, welche Maßnahmen umgesetzt werden können, damit Ackersutten auch in Zukunft zur Vielfalt der Kulturlandschaft im Burgenland beitragen. Dabei soll so wenig wie möglich in die Abläufe der Ackerbaubetriebe eingegriffen werden und die Maßnahmen sollen gut in den betrieblichen Alltag integriert werden.

Ergebnisse und Wirkungen qualitativ

Über 100 Sutten wurden von den ÖkologInnen gemeinsam mit den Bewirtschafter*innen untersucht und näher angeschaut. Dabei konnten sie zahlreiche Urzeitkrebsarten entdecken. Von kleinen bis großen, von häufigen bis seltenen Arten. Die Entdeckungen werden gesammelt und in eine eigene Datenbank zum Projekt eingetragen um regionale Erhaltungsziele und generelle Maßnahmen für Sutten im Rahmen eines Managementkonzeptes erstellen zu können.

Die wichtigsten Lernerfahrungen

Die Erhaltung von Ackersutten als temporärer Lebensraum der Urzeitkrebse ist eine wichtige Leistung der Landwirtschaft im Zuge der Produktion. Sutten sollen auch zukünftig durch Bewirtschaftung erhalten und nicht unter Schutz gestellt werden. Informationen und regionale Förderungen sollen das gewährleisten.
Im Rahmen des Projektes haben Landwirtinnen und Landwirte begonnen, gezielt auf ihre Sutten zu schauen und zu melden, wann und wie lange diese vernässt sind und welche Lebewesen in und rund um die Sutten vorkommen. Diese Rückmeldungen können zukünftig auch im ÖPUL ab 2023 mit dem optionalen Zuschlag „Naturschutz-Monitoring“ (Monitoringprogramm „Biodiversitätsmonitoring“) zu den Maßnahmen UBB und Bio abgegolten werden.
Schwerpunkte
Naturschutz
Umwelt und Biodiversität
Förderperiode
LE 14-20
Projektlaufzeit
07.05.2019 - 28.02.2022
Projektregion
Burgenland
Maßnahme im Programm
M07 Basisdienstleistungen
7.6.1. a) Studien und Investitionen zur Erhaltung, Wiederherstellung und Verbesserung des natürlichen Erbes - Naturschutz
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
156.188,89€
GAP Strategieplan Fördersumme
156.188,89€
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